NTT - Win for Qhubeka

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Ungelesener Beitrag von eder04 » Fr 10. Apr 2020, 16:57

Da es momentan in ist, wirft das Team NTT jetzt auch Mal einen Blick auf seine jetzt knapp zwei einhalb Jahre unter der Regentschaft von Teammanager Eder zurück. Nachdem der Urvater des afrikanischen Profiradsports michéal im Jahr 2016 den Sponsor wechselte und von afrikanischen Talenten nun mehr und mehr auf der englischsprachigen Welt suchte, war das Team erst einmal ohne wirkliche Führung. Nach einem Jahr ohne afrikanisches Profiradsportteam wurde dann im Jahr 2017 das Team unter dem Namen Dimension Data unter Manager Käse Stulle neu gegründet. Er versuchte hier die afrikanischen Fahrer wieder zu vereinen, aber setzte dort vor allem auf den jungen Holländer Kelderman. Aufgrund von fehlender Aktivität des Managers fuhr man in dieser Saison im April die letzten Rennen und erreichte dort nur 246 Punkte. Deswegen zerbrach das Team wieder am Ende der Saison und wurde im Jahr 2018 dann wieder neu aufgestellt, zuerst aber wieder ohne eigenen Manager, sondern nur unter der erneuten Betreuung von michéal. Im Februar übernahm dann aber Eder hier das Ruder, der auch kein unbeschriebenes Blatt im Radsport war, aber eher durch viele Teamwechsel, keine Konstanz und manchmal eher fragwürdige Transfers aufgefallen war. Also auch wieder keine guten Voraussetzungen für eine langfristige Betreuung des Teams. Aber das Team hat dann direkt das Herzblut des Managers geweckt und diese Zuneigung besteht nun immer noch und hält Eder nun schon seit über 2 Jahren beim Team, solange hat es der Westfale sonst noch bei keinem anderen Team durchgehalten.


Saison 2018
[img]https://radsim05.de/images/flags/can.png[/img] Ryan Anderson (Can) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Jan Bakelants (Bel) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/eri.png[/img] Natnael Berhane (Eri) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/usa.png[/img] Christopher Blevins (Bel) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/usa.png[/img] Nathan Brown (Usa) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Victor Campenaerts (Bel) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/eri.png[/img] Mekseb Debesay (Eri) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/can.png[/img] Antoine Duchesne (Can) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/usa.png[/img] Ian Garrison (Usa) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Robbe Ghys (Bel) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/rsa.png[/img] Ryan Gibbons (Rsa) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/den.png[/img] Jesper Hansen (Den) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/den.png[/img] Mikkel Honoré (Den) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/usa.png[/img] Alex Howes (Usa) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/rsa.png[/img] Jacques Janse Van Rensburg (Rsa) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/rsa.png[/img] Reinardt Janse Van Rensburg (Rsa) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/den.png[/img] Jonas Jörgensen (Den) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/den.png[/img] Chris Juul-Jensen (Den) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/usa.png[/img] Benjamin King (Usa) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/col.png[/img] Juan Sebastian Molano (Col) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Maxime Monfort (Bel) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/usa.png[/img] John Murphy (Usa) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/alg.png[/img] Youcef Reguigui (Alg) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/den.png[/img] Chris Anker Sörensen (Den) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/eri.png[/img] Daniel Teklehaimanot (Eri) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/col.png[/img] Rodolfo Torres (Col) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Dries Van Gestel (Bel) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Brent Van Moer (Bel) [DDD]
[img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Louis Vervaeke (Bel) [DDD]

Zu Beginn war dies noch ein sehr zusammengewürfelter Haufen mit nur 7 Afrikanern im Team, vielen Belgiern, vielen Dänen und auch sonst noch viele Fahrer, die nicht zur Teamchemie des Kaders passten. Die damaligen besten Fahrer im Team waren Jan Bakelants, der aber unter Verletzungen litt und so nicht seine Form aus den vorherigen Jahren hatte, Victor Campenaerts, der zwar eine Weltklasse-Zeitfahrer war, aber sonst nicht für viele Punkte gut war und die Dänen Jesper Hansen und Chris Juul-Jensen, die zwar immer mal wieder gute Ergebnisse hatten, aber auch nie wirklich durch Konstanz aufwarteten. So krempelte Eder den Kader vollständig um und hatte in diesem Jahr ganze 21 Neuzugänge, die 24 Abgängen (samt Kaderverkleinerung am Ende des Jahres) gegenüber standen. So wurden noch mehr versucht, den afrikanischen Schwerpunkt zu erweitern und gewann mit Tsgabu Grmay, Jaco Venter, Amanuel Gebreigzabhier, Joseph Areruya, Ahmed Amine Galdoune, Willie Smit, Stefan de Bod und zum Saisonende dann dem Königstransfer von Merhawi Kudus gleich 8 Fahrer vom afrikanischen Kontinent und konnte außerdem noch alte Haudegen wie Raul Alarcon, Dani Navarro, Sergio Pardilla, Stephen Cummings oder Philipp Deignan vom Projekt überzeugen. Einen Schwerpunkt legte Eder am von Beginn an auf die Nachwuchsarbeit des Teams. Man hatte mit Chris Blevins, Ian Garrison, Robbe Ghys, Mikkel Frölich Honore und Brent Van Moer schon zu Beginn eine solide Nachwuchsarbeit, die aber nach und nach ausgebaut wurde. Der Coup gelang dann aber im diesjährigen Draft, als man an Position 1 Top-Talent Thomas Pidcock vom Team überzeugen konnte und er nun seitdem hier zu einem Weltklasse Rennfahrer entwickelt wird. Außerdem wurde ein weiterer Schwerpunkt auf die Sprints gelegt und dort mit Jakub Mareczko und Thomas Boudat 2 solide Sprintkapitäne verpflichtet, die aber beide noch großes Potenzial hatten.

Aber nicht nur auf dem Transfermarkt machte man auf sich aufmerksam, sondern auch auf der Straße konnte man die ersten Erfolge nachweisen. So konnte man immerhin 3 Mal über Siege jubeln, Alex Howes gewann eine Etappe bei der Tour of Oman, Juan Sebastian Molano bei der Colombia Oro y Paz und ein Ausrufezeichen gelang bei der Nachwuchsversion von Paris-Roubaix, dass Robbe Ghys für sich entscheiden konnte. Außerdem gelang unserem Sprinttrio aus Boudat, Mareczko und Molano noch 9 weitere Podiumsplätze. Auch die Podestplätze in der Nachwuchsklasse von Stefan de Bod (Tour de l'Avenir), Brent Van Moer (Paris-Roubaix), Joseph Areruya (Giro Cicilsta Valle d'Aosta) und Ahmed Galdoune (Tour de l'Avenir) sollen nicht verschwiegen werden.
Erfolgreichster Fahrer war aber unbestritten Raul Alarcon in 2018. So konnte er sowohl die Colombia Oro y Paz als auch die Volta a Portugal auf einem Gesamt-Dritten Platz beenden. Bessere Ergebnisse sind unserem Team bis heute noch nicht bei einer Profirundfahrt in der Gesamtwertung gelungen. Das Highlight des Jahres lieferte dann aber ein weiterer Oldie mit Sergio Pardilla. Er erreichte bei der Vuelta a Espana auf der 2. Etappe das Podium mit dem dritten Platz und konnte so dann auch das Leadertrikot für 2 Tage überstreifen. Bisher die einzigen Tage eines Fahrers aus unserem Team in einem Führungstrikot bei einer Grand Tour.
Insgesamt holte unser Team in dem Jahr 1435 Punkte und erreichte so den 10. Platz in der GS II, ein guter Start. Insgesamt holte 2018 28 Fahrer für unser Team Weltcuppunkte. Dani Navarro war unser bester Punktesammler mit 264 Punkten vor Raul Alarcon (231) und Jakub Mareczko (185). Bester Afrikaner war in dem Jahr Daniel Teklehaimanot (76).

[img]https://s12.directupload.net/images/200411/uxoxv78v.jpg[/img]
Zuletzt geändert von eder04 am Sa 11. Apr 2020, 13:55, insgesamt 2-mal geändert.

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Ungelesener Beitrag von eder04 » Sa 11. Apr 2020, 11:29

Saison 2019

Weiter ging es dann im Jahr 2019 in Eders erste vollständige Saison. So langsam aber sicher näherte sich Eders Team seinen Vorstellungen und so mussten nicht mehr ganz so viele Transfers vorgenommen werden. Die größte Änderung war der Tausch von Sprinterkapitän Jakub Mareczko zu Ag2R, der gemeinsam mit dem gerade erst verpflichteten Michael Schwarzmann im Tausch gegen Mikhel Räim und Petr Vakoc ging. Mit Räim wurde ein solider Sprintersatz geholt, der noch veredelt wurde durch den langzeitverletzten Vakoc, der nun bei Dimension Data wieder zu alter Form finden sollte. Sonst wurden noch einige günstige Free Agents wie Campos, Jules oder Van Poucke geholt und mit Hofstede für Alarcon etwas weitere Verjüngung betrieben. Per Stagiarevertrag stießen dann noch Top-Talent Ghirmay sowie die Zukunftsversprechen Fancellu und Arnes zum Kader. Zum Saisonwechsel kamen dann noch 3 wichtige Transfers. So wurden zum Einen Nathan Haas von QuickStep losgeeist und auf dem Free Agent Markt für den Dimension Data Rekordpreis von 2,7 Millionen (nur Kudus von Movistar hatte 4 Millionen gekostet) Klettertalent Mulu Hailemichael und Ben Tulett für 2,3 Millionen verpflichtet. So wurde im gesamten Jahr die Linie noch jünger und noch afrikanischer vertreten. So standen in diesem Jahr 14 Neuzugänge 13 Abgängen gegenüber.
Auch auf der Straße steigerte man sich immer weiter. Zu Beginn des Jahres standen Eders erste nationalen Meisterschaften für Dimension Data auf dem Programm. Gerade in Afrika konnte man abräumen und gewann neben den eingeplanten Doppelmeisterschaften in Ruanda, Äthiopien und Eritrea auch noch das Prestigeduell in Südafrika gegen Impey und holte sich in Person von Gibbons den Straßentitel. Nur im Zeitfahrduell in Südafrik musste man sich Impey geschlagen geben und bei den Meisterschaften in Marokko konnte man keinen Titel erringen. Außerhalb Afrikas stachen Frames 4. Platz in Neuseeland (Straße) und Cummings (Zeitfahren) und Garrisons (Straße) 5. Plätze hervor.
Auch nach den Meisterschaften ging es erfolgreich weiter. So konnte Gibbons früh im Jahr bei der Herald Sun Tour eine Etappe gewinnen und Alarcon wiederholte für uns den Sieg bei einer Etappe der Oman-Rundfahrt. Wichtig fürs Prestige waren auch Gibbons und Kudus Etappensiege bei der Heimrundfahrt in Ruanda, nachdem wir zu Beginn des Jahres bei der La Tropicale Amissa Bongo noch leer ausgegangen waren. In Ruanda holte dann auch Kudus mit dem 3. Platz in der Gesamtwertung unser bestes Rundfahrtsergebnis des Jahres. Nach 2 Etappensiegen von Boudat bei kleineren Rundfahrten (Luxemburg und Belgien) folgte dann das erste größere Ausrufezeichen des Teams als Merhawi Kudus die 8. Etappe des Criterium du Dauphine gewinnen konnte. Das größte Highlight gelang dann aber Petr Vakoc, der unsere erste Grand Tour Etappe bei der Vuelta a Espana auf der 11. Etappe gewinnen konnte. Weitere nennenswerte Ergebnisse waren unsere World Tour Podien bei der Tour Down Under (Mareczko 1. Etappe) und bei der Vuelta a Espana (Gibbons 8. Etappe) sowie Vakocs 4. Platz bei Rund um Köln und Boudats 8. Platz beim Scheldeprijs.
Auch im Nachwuchs konnten wir einige wichtige Siege erreichen. So konnte unser Team gleich 2 Etappen der Tour de l'Avenir durch Pidcock und Van Moer und des Triptyque des Monts et Châteaux auch durch die beiden gewinnen. Ein Eintagesrennen oder eine Rundfahrt konnten wir 2019 leider nicht gewinnen, aber auch hier starke Resultate wie den 2. Gesamtrang von Van Moer bei der Triptyque des Monts et Châteaux oder die 3. Plätze von Pidcock bei der Flanderrundfahrt und Paris-Roubaix. Insgesamt konnten wir so einen starken 7. Teamwertungsrang in der U23 erreichen und Pidcock verpaste das Podium als 4. der Weltrangliste nur um 5 Punkte.
Auch in der Profi-Weltrangliste konnten wir uns im Vergleich zum Vorjahr verbessern. So holten wir in diesem Jahr 1667 Punkte und schlossen somit die GS II auf Rang 9 ab. Unsere Top 3 war in diesem Jahr Gibbons (249 Punkte), Kudus (217 Punkte) und Vakoc (185 Punkte). Somit schaffte es Gibbons damit auf Platz 170 genauso wie Kudus auf Platz 185 in die Top 200 der Fahrer auf der Welt. Mal sehen, ob wir in 2020 die Top 100 angreifen können. Dazu fehlten Gibbons in 2019 aber doch 200 Punkte.
Insgesamt konnte man auf jeden Fall eine klare Steigerung mit 12 Siegen, 18 weiteren Podiumsplätzen und 4 gewonnenen Wertungstrikot sehen und diese wollen wir dann in 2020 weiter fortführen. Ziele für 2020 sind dann auf jeden Fall uns weiter zu steigern sowohl in der U23 Wertung als auch in der Profi-Weltrangliste als auch möglicherweise es endlich mal zu schaffen, ein Rennen zu gewinnen.

[img]https://s12.directupload.net/images/200411/6v5t3nun.jpg[/img]

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Ungelesener Beitrag von eder04 » Mi 13. Mai 2020, 11:17

Zwischenfazit-Frühjahr 2020

Nun sind knapp die ersten 4 Saisonmonate vorbei und es ist also Zeit ein kleines Zwischenfazit über den bisherigen Saisonverlauf zu nehmen. Begonnen hat das Jahr traditionell mit den nationalen Meisterschaften. Dort konnten wir in Afrika immerhin 5 Titel erringen, aber vor allem die Niederlagen in Südafrika gegen Impey und im Straßenrennen in Ruanda schmerzen doch. Auch sonst konnten, abgesehen von Vakocs 2. und 3. Platz in Tschechien und Haas 4. Platz in Australien, nicht sonderlich in Szene setzen, was aber trotzdem insgesamt zu 330 Punkten (Platz 19) reichte. Also doch knapp 50 Punkte mehr als im Vorjahr. Neben den nationalen Meisterschaften stand ja auch noch die Weltmeisterschaft auf dem Programm und dort konnte sich ein junger Mann aus unserem Team ganz vorne in Szene setzen: Tom Pidcock! Er konnte in seiner Heimat Yorkshire hier unglaublicherweise den Titel im Straßenrennen sichern und steht so in diesem Jahr im Weltmeistertrikot bei den U23-Rennen am Start. Was ein Erfolg für ihn persönlich, aber auch für das gesamte Team!
Der Januar wurde für uns dann in Gabun bei der La Tropicale Amissa Bongo und bei der Tour Down Under fortgeführt. Auch dort sammelte unser Team wieder fleißig Punkte, auch wenn es nicht zu einem Sieg reichen sollte. Aber Etappenpodeste von Hailemichael, Berhane und Ghirmay in Gabun und ein 4. Platz von Gibbons auf der 5. Etappe in Australien sowie ein 6. Platz von Berhane in der Gesamtwertung ließen für unsere Verhältnisse doch aufhorchen. Dann ging unser Team in eine Rennpause über den Februar hinweg, um Kräfte für die restliche Saison zu sparen. So standen wir Ende Februar nur bei 436 Punkten (Platz 23), was über 100 Punkte weniger waren als im Vorjahr, was aber ja auch vor allem durch die Rennpause zu erklären ist.

Im März starteten wir dann wieder direkt mit der zweiten Heimrundfahrt, der Tour du Rwanda, sowie der UAE-Tour. Dort konnten wir dann auch endlich den ersten "richtigen" Saisonsieg feiern, mit dem Sieg von Ryan Gibbons auf der 2. Etappe in Ruanda. Auch sonst verlief die Rundfahrt ganz erfolgreich mit einem weiteren Podestplatz von Gibbons und einem 7. Platz von Kudus in der Gesamtwertung. Somit konnten wir immerhin einen Heimsieg in diesem Jahr feiern, auch wenn in der Gesamtwertung mit den Plätzen 6 und 7 der Ausreißer nach ganz oben fehlte. Auch schafften wir es leider nicht, bei einer der beiden Rundfahrten ein Trikot zu gewinnen. Bei der UAE-Tour lief es dann für unser Team eher ruhig, mit einem 7. Platz von Boudat als bestes Tagesergebnis und einem 19. Platz von de Bod in der Gesamtwertung. Auch in Murcia waren wir zwar am Start, aber mehr zum Renntage sammeln, als für wirkliche Ergebnisse. Das nächste gute Ergebnis konnte dann Amanuel Ghebreigzabhier bei der Faun-Ardeche Classic für uns holen, mit einem 9. Platz gefolgt von einem 10. Platz beim GP Industria & Artigianato von Ghirmay. Abgeschlossen wurde dann unser März bei Mailand-San Remo, wo wir aber keine großen Akzente setzen konnten und uns am Ende nur ein 27. Platz von Nathan Haas blieb. So hatten wir Ende März 695 Punkte (Platz 23) gesammelt und robbten uns wieder an den Vorjahreswert von 760 heran.

Ähnlich fulminant wie in den März starteten wir dann in den April mit einer World Tour Top 10 Platzierung bei den Driedaagse Brugge-De Panne. Dort konnte Boudat Platz 10 holen. In der Zwischenzeit machten auch Gibbons und Ghebreigzabhier in Sizilien auf sich aufmerksam. Erst holte Gibbons bei der Auftaktetappe Platz 2, was noch von Ghebreigzabhier seinem Etappensieg auf der Königsetappe zum Ätna gesteigert werden konnte. Dieser reichte dann auch zu einem 7. Platz in der Gesamtwertung. Ähnlich gut ging es dann auch beim Auftakt der U23-Wettbewerbe bei Gent-Wevelgem los. Dort konnte sich Binyiam Ghirmay sogar den Sieg sichern und so gleich stark in diese Serie starten. Genauso stark ging es dann auch bei den Rundfahrten im Baskenland und in der Sarthe weiter. Dort konnten nämlich Boudat (Sarthe) und Ghebreigzabhier (Baskenland) weitere Etappensiege für unser Team holen. Unser erster World Tour Etappensieg für dieses Jahr. Ein weiteres absolutes Highlight des Jahres! Es ging dann weiter zum Scheldeprijs, wo wir mit Gibbons auch wieder in die Top 10 fahren konnten. Bei der Flandernrundfahrt der U23 versuchten wir alles und gingen mit Pidcock früh in die Offensive. Das rächte sich aber und so blieben uns am Ende nur die Plätze 5 und 6. Wieder sehr erfolgreich war für uns dann auch die Tour de Langkawi, wo wir mit Reinardt Janse Van Rensburg 3 Mal aufs Podest fahren konnten, Stefan de Bod feierte auch einen Podestplatz und auch in der Gesamtwertung konnten wir mit Natnael Berhane einen überragenden 3. Gesamtrang erreichen, was aktuell unser bestes Rundfahrtergebnis des Jahres ist. Eine sehr starke Leistung des Teams auch in der Breite! Beim Giro del Belvedere (U23) konnten wir auch nicht so ganz unsere PS auf die Straße bringen und uns blieb nur ein 7. Platz von Ghirmay. Beim Pfeil von Brabant konnten wir wieder mit Haas in die Top 10 fahren und dann folgte das nächste super starke Wochenende des Teams. Zuerst konnte Tom Pidcock bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (U23) 3. werden und dann konnte Nathan Haas beim Amstel Gold Race 8. werden und so die beste Platzierung bei einem der großen Klassiker für unser Team herausfahren! Der starke Monat endete dann noch bei der Tour of the Alps, wo unser Team mit einem zweiten Platz in der Bergwertung von Grmay (schon sein 3. 2. Platz in einer Bergwertung in diesem Jahr) und einer Top 15 Platzierung in der Gesamtwertung von Kudus eine gute Form zeigte ohne wirklich herauszustechen.

Im Mai sind nun schon die U23 Ausgabe von Eschborn-Frankfurt und Etappen von Yorkshire und Dünnkirchen gefahren worden. In Frankfurt konnte Ghirmay sein Frühjahr mit einem starken 2. Platz beenden, was uns aktuell die Führung in der Teamwertung der U23 bringt (mit 118 Punkten vor Bora (112) und Novo-Nordisk (98)). Auch in der Einzelwertung liegen wir mit Tom Pidcock (2.) und Binyam Ghirmay (4.) in Lauerstellung hinter dem deutlich Führenden Stefan Bisegger. Mal sehen, was hier noch möglich ist. Durch den super starken April hat unser Team mittlerweile die März-Punkte mehr als verdoppelt und liegt nun bei überragenden 1444 Punkten aktuell. So haben wir jetzt Mitte Mai schon mehr Punkte als im Vorjahr Ende August! Wir sind also auf dem besten Weg zu einem neuen Punkterekord und unsere erste Grand Tour des Jahres, der Giro, liegt noch vor uns. Unser bester Punktesammler ist bisher Natnael Berhane mit 202 Punkten knapp vor Amanuel Ghebreigzabhier mit 197 Punkten und Nathan Haas (172 Punkte). Auch die 3 sind auf dem besten Weg unseren Punkterekord von Dani Navarro aus dem Jahr 2018 (264 Punkte) zu knacken. Mal sehen, welche Highlights die Saison noch für uns zu bieten hat. Für unser Team geht es jetzt weiter mit dem Giro, wo wir mit Gibbons, Kudus und Ghebreigzabhier auf gute Ergebnisse hoffen und unser U23-Tross fährt weiter zu den nächsten Highlights mit Paris-Roubaix, wo wir mit Tom Pidcock den 3. Platz des Vorjahres noch verbessern wollen und dem Baby Giro, wo wir in diesem Jahr mit Alessandro Fancellu und Mulu Hailemichael 2 heiße Eisen im Feuer haben, die sich nun schon länger konsequent auf dieses Rennen vorbereiten und dort ihre Top-Form beweisen wollen. Wir hoffen, dass es ähnlich erfolgreich weiter geht, wie bisher.

Auch vom Stagiares-Draft gibt es erfreuliche Neuigkeiten für unser Team. Wir hatten wieder großes Glück und fanden uns bei der Auslosung auf Platz 4 wieder, was ein neues Top-Talent für unser Team garantiert. Auch der frisch erworbene Zweitpick von Direct-Energie erwies sich als Glücksgriff, der dort auf der 7. Position steht. Wir haben nun unsere Scouts für intensive Gespräche vor allem nach Italien und in die Niederlande geschickt, um dort mit den größten Versprechen der Zukunft zu reden und hoffentlich einen der großen 4 für unser Team zu begeistern. Die Wettbüros haben schon erste Wetten entgegen genommen, wer in diesem Jahr auf 1 gezogen wird und wie sich herausstellt stehen dort wohl 4 Namen ganz oben auf der Liste. Wenn alles so läuft, wie vorhergesehen, haben wir dann wohl an Position 4 den wahrscheinlich leichtesten Job und nehmen denjenigen, "der übrig bleibt". Wir sind auf jeden Fall gespannt und freuen uns, wenn es in gut einem Monat endlich losgeht! Auch für den Zweitrundenpick haben wir Scouts losgeschickt, die aber rund um die Welt nach Talenten suchen und mit mehreren auch schon längere Gespräche geführt haben. Wir sind also guter Dinge ihnen im Juni und Juli 2 neue vielversprechende Talente für unser Team präsentieren können!

[img]https://www.feltet.dk/octo_cms/files/Feltet.dk/Billeder/2020/Hold/NTT_Pro_Cycling_2020/2020_NTT_Pro_Cycling_profilbilleder_Amanuel_Ghebreigzabhier.jpg[/img]
Unser Fahrer der ersten Saisonhälfte mit Etappensiegen bei der Sizilien-Rundfahrt und der Baskenland-Rundfahrt: Amanuel Ghebreigzabhier!

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Ungelesener Beitrag von eder04 » Fr 29. Mai 2020, 10:19

Richtungswechsel im Team NTT?

Gestern wurde der Wechsel von Nikolas Maes von Astana zu NTT bekannt gegeben. Der 34-jährige Belgier passt so gar nicht ins Profil des Teams, das ja doch gerade für gute Jugendarbeit bekannt ist. Wieso also nun ein 34-jähriger für den auch noch mit Joseph Areruya ein hoffnungsvolles afrikanisches Talent entlassen werden musste ?

Manager Eder gab dazu ein kurzes Statement ab: "Wir freuen uns, Nikolas in unserem Team begrüßen zu dürfen. Er bringt mit seinen 34 Jahren die Erfahrung ins Team, die uns bei manchen Rennen fehlte. Jüngst wurden wir bei mehreren Rennen bei Windkanten durch schlechte Positionierung abgehängt. Wir hoffen, dass nun Nikolas uns bei diesen Situationen helfen kann und für einen besseren Schutz sorgen kann. Auch in der Sprintvorbereitung für Ryan oder Thomas kann er eine wichtige Rolle als erfahrener Anfahrer sein. So mussten wir nicht lange überlegen, als uns das Angebot vom Team Astana gemacht wurde und wir schlugen auch entgegen unser Teamphilosophie zu. Außerdem erhoffen wir uns, dass er unseren talentieren Fahrern bei Eintagesklassikern wie Thomas, Brent, Ian oder Binyiam mit seiner Erfahrung weiterhelfen kann und diese dann zu noch besseren Profis durch ihn werden.
Wir sind natürlich traurig, dass wir dadurch mit Joseph ein afrikanisches Talent verlieren, aber er hat sich in den letzten 2 Jahren seit seiner Verpflichtung nicht so entwickelt, wie wir es erhofft haben und hat den Sprung von Afrika nach Europa nicht so gut verkraftet. Wir freuen uns aber, dass er mit dem Team Bahrain-McLaren ein neues Zuhause gefunden hat und würden uns natürlich freuen, wenn er dort mit vielleicht weniger Druck befreit fahren kann und sich wieder in eine positive Richtung entwickelt!
"

Wie genau das Rennprogramm von Maes aussieht, ist noch nicht genau klar. Nach seinem harten Frühjahresblock bei Astana mit insgesamt 41 Renntagen wird er nun erst einmal bis Ende Juni noch in einer Rennpause sein und dann am 1. Juli bei Dwars door het Hageland zum ersten Mal im neuen Teamtrikot zu sehen sein. Ob er dann die Herbstklassiker oder die Vuelta in Angriff nimmt, werden wir noch in den nächsten Wochen mit ihm absprechen.

Beim Team steigt nun erst einmal die Spannung auf den Draft immer weiter und wir freuen uns dann in gut 2 Wochen endlich bekannt geben zu können, mit welchem der aussichtsreichen Talente man nun übereingekommen ist und sich auf einen Stagiare-Vertrag einigen konnte, die ja auch beim Team NTT zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch einen anschließenden Profivertrag bedeuten. Von den bisher seit 2018 5 gedrafteten Fahrern haben bisher alle einen Vertrag erhalten und nur der Zweitrundenpick von 2018 Ahmed Amine Galdoune wurde bisher entlassen und die anderen 4 fahren immer noch für das Team. Mal sehen, welche 2 Talente sich in diese Reihe dieses Jahr einreihen werden.

[img]https://pbs.twimg.com/profile_images/1212649265828368384/LhAMULoC_400x400.jpg[/img]

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Ungelesener Beitrag von eder04 » Di 16. Jun 2020, 14:30

Ein nächster Schritt in eine glorreiche Zukunft?

Endlich ist der langersehnte 15. Juni gekommen. Der Draftbeginn! Viel wurde vorher geunkt, viel wurde in die Vergangenheit geguckt, aber gestern ging es nun endlich los. Es startete mit einer Hängepartie, wo Education First bluten musste, um die Draftrechte vom ersten Pick von Direct Energie zu kommen. Es folgte dann der Draft vom talentierten Sprinter Olav Kooij. Genauso wie der zweite Pick von Junioren-Zeitfahrweltmeister Antonio Tiberi war der frühe Draft von Kooij zu erwarten. Auf 3 überraschte dann FDJ, als sie Ethan Hayters Bruder Leo draftete. Zwar ist der Junge talentiert, aber so früh wurde er dann doch nicht erwartet. Vielleicht straft er ja die ganzen so genannten Experten Lügen und wird der größte Durchbruch des Draftjahrganges.

So war dann der Weg frei für den Draft von Andrea Piccolo nach Südafrika. Viele Gespräche wurden geführt, sowohl mit Kooij, Tiberi oder auch Dekker. Aber letztlich überzeugten dann doch Piccolos letzten 2 Jahre und seine Perspektive in den kommenden Jahren am meisten, sodass er schon vor dem Draft als Wunschkandidaten von Teamchef Eder galt. So freuen wir uns Andrea hier auch wirklich begrüßen zu können.

Stellen wir den jungen Mann einmal kurz vor. Der 19-jährige Jungstar kommt aus der kleinen Gemeinde Magenta aus der Metropolregion Mailands. In seinen beiden Junioren-Jahren 2018 und 2019 zeigte er dann seine herausragende Qualitäten schon frühzeitig. So wurde er 2018 bei der Trophée Morbihan Juniors nur von einem gewissen Remco Evenepoel geschlagen und schlug dort unter anderem auch Sören Waerenskjold (heute: Astana), wurde 6. bei den Europameisterschaften auf der Straße, italienischer Zeitfahrmeister, gewann die Trofeo E.Paganessi Juniors vor Karel Vacek und seinem jetzigen Teamkollegen Binyam Ghirmay und gewann dann noch Bronze bei den Zeitfahrweltmeisterschaften. Als Sahnehäubchen wurde er dann auf dem schweren Kurs von Innsbruck noch 11. im Straßenrennen, was Platz 3 unter den Jungjahrgängen bedeutet hätte. Mit insgesamt 5 Siegen und weiteren Top-Platzierungen zeigte er schon ein sehr starkes erstes Junioren-Jahr. Ins vergangene Jahr 2019 startete er direkt mit einem Sieg bei der Trofeo Comune Di Gussago, wo er unter anderem den Pick 8, Alessio Martinelli, schlug. Nach weiteren Siegen bei dem Gran Premio Sogepu (Zeitfahrsieg Nr. 1 gegen Tiberi), der Trofeo Brebbia E Montalbetti, dem Memorial Pietro Zipponi und dem G.p. Zema gewann er dann mit dem Giro del Friuli Juniors die ersten mehrtägige Rundfahrt. Dann folgten die italienischen Junioren-Meisterschaften, wo er nach einem 2. Platz auf der Straße noch seinen Titel im Zeitfahren gegen Tiberi verteidigte und auch das zweite Duell gewann. Dann folgte das große Jahresziel von Piccolo mit den Europameisterschaften, dort gelang ihm dann der große Coup mit dem Sieg im Zeitfahren und dem dritten Platz auf der Straße. Als sollte das nicht schon genug für ein starkes Jahr sein, folgte dann noch der Giro della Lunigiana, einem großen italienischen Juniorenrennen, bei dem unter anderem sich schon Evenepoel, Pogacar, Hart, Mohoric und Bettiol in den vergangenen Jahren in die Siegesliste eintragen konnten, der nächste große Sieg vor Martinelli und unter anderem auch Supertalent Brenner, der ab dem nächsten Jahr im Profizirkus für Furore sorgen wird. Die Straßen-Weltmeisterschaften liefen dann nicht optimal mit einem 6. Platz im Zeitfahren und einem Sturz im Straßenrennen, was aber als Glück für uns zu bezeichnen ist, da er sonst wahrscheinlich bei einem der Top 3 Teams im Draft gelandet wäre. Das Jahr schloss Piccolo dann erfolgreich mit Siegen bei der Trofeo Fosco Frasconi und der Cronometro Castelgomberto, einem weiteren klaren Zeitfahrsieg gegen Tiberi, ab. Also ein sehr erfolgreiches Jahr mit insgesamt 13 Siegen und vielen weiteren Top-Platzierungen, dass seines gleichen sucht.

So freuen wir uns auf dieses Riesen-Talent, wir wissen noch nicht genau, wie das Rennprogramm für ihn ab August aussehen wird. Er wird wahrscheinlich nicht die l'Avenir fahren, sondern eher Erfahrungen im italienischen Herbst sammeln und dann möglicherweise den Piccolo Giro di Lombardia als Saisonhöhepunkt haben. Aber ab dem nächsten Jahr wird er neben Pidcock einer der großen Kapitäne des Nachwuchsteams sein und so dort dann hoffentlich für Erfolge sorgen. Wir sind gespannt und blicken auf eine (hoffentlich) glorreiche Zukunft. Wir werden uns dann wieder sehen, zu einem kurzen Rennbericht der vergangenen Rennen und wenn es dann zu verkünden gibt, wer in der zweiten Runde zu unserem Team stoßen wird.

[img]https://i.eurosport.com/2019/08/07/2651658-54855477-1600-900.jpg[/img]

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Ungelesener Beitrag von eder04 » Di 7. Jul 2020, 13:16

2 weitere junge Neuzugänge für NTT

Nun ist der Draft mittlerweile fast zu Ende und auch NTT konnte noch zwei Mal zuschlagen.
Zum Einen konnte Natnael Tesfazion vom Projekt NTT überzeugt werden und zum Anderen wurde noch kurzfristig ein dritter Draftplatz gekauft und damit ein Platz für Jarrad Drizners geschaffen.

Natnael Tesfazion kommt vom U23-Team und konnte auch schon einige Ausrufezeichen setzen. Seine ersten Resultate zeigte er 2018, als er bei den chinesischen Rundfahrten Tour of Taihu Lake und Tour of Fuzhou mehrfach in die Top 10 fahren konnte und dort sich auf Sprintetappen fast ebenbürtig mit schnellen Männern wie Mareczko oder Vallee zeigte. Auch 2019 zeigte er mehrfach sein Potenzial. Zu Saisonbeginn gewann er die Punktewertung der Tour de l'Espoir und fuhrt dort auf jeder Etappe in die Top 10. Danach sammelte erste Profifeld-Erfahrungen bei der Settimana Internazionale Coppi e Bartali. Bei der Tour de Bretagne fuhr er dann auch wieder in die Top 10. Bei den eritreischen Straßenmeisterschaften zeigte er dann erneut sein Potenzial und wurde hinter Natnael Berhane 2. und gewann so die U23-Meisterschaft. Beim Gran Premio Sportivi di Poggiana auf Platz 4 und bei der Ruota d'Oro auf Platz 6 zeigte er dann auch gegen Saisonende eine gute Form und feierte starke Resultate. Auch in diesem Jahr zeigte er bei den beiden afrikanischen Rundfahrten Amissa Bongo und Tour du Rwanda konnte er endgültig auf sich aufmerksam machen und gewann bei der Amissa Bongo eine Etappe und wurde 2. in der Gesamtwertung. Bei der Tour du Rwanda setzte er dann noch einen drauf und gewann hier dann sogar die Gesamtwertung. Diese beiden Rundfahrten überzeugten schließlich das Managment und so kann er sich nun beim Profiteam beweisen. Er ist sehr endschnell und kommt auch gut über die Hügel. Er hat also alle Anlagen, um sich zu einem guten Rennfahrer zu entwickeln. Aber wie bei jedem Afrikaner muss er den Sprung nach Europa schaffen und auch dort gute Resultate zeigen. Mal sehen, ob er es schafft.

Auch Jarrad Drizners hat sich durch gute Resultate in diesem Jahr für einen Profivertrag empfohlen. Genauso wie Tesfazion ist er 21 Jahre alt und kann so auch noch im nächsten Jahr in der U23 fahren. Schon 2016 konnte er auf sich aufmerksam machen und fuhr in seinem ersten Junioren-Jahr bei den australischen Juniorenmeisterschaften sowohl auf der Bahn als auch im Zeitfahren auf der Straße in die Top 10. Nach einem schwächeren Jahr 2017 zeigte er dann 2018 bei kleineren Rennen gute Leistungen und gewann sogar ein kleineres belgisches Rennen in seinem ersten U23-Jahr. Diese Entwicklung setzte er dann 2019 fort. Zum Start des Jahres gewann er dann direkt die australischen Kriteriums-Meisterschaften und wurde 5. bei dem U23-Straßenrennen. Danach ging er zurück auf die Bahn und zeigte auch dort einige gute Resultate. Im Sommer zeigte er dann in Belgien gute Leistungen und gewann auch wie im Vorjahr ein Rennen. Danach ging es wieder zurück nach Australien und sammelte noch 5 weitere Siege. So empfahl er sich für einen Vertrag bei der Jugendschmiede von Hagens Berman Axeon und gewann dann auch 2020 die U23 Straßenmeisterschaften in Australien und wurde 5. im Zeitfahren. Durch diese Leistungen wurde er belohnt mit einem Platz im australischen Nationalteam bei der Tour Down Under. Auch dort zeigte er gute Resultate und wurde 3. in der Nachwuchswertung und insgesamt 22. in der Gesamtwertung. Das ist natürlich eine sehr starke Leistung. Diese Resultate überzeugten dann das Managment und so wurde auch er unter Vertrag genommen. Der Australier ist also auch ein endschneller Mann, der gut über die Hügel kommt, sonst wäre ein 22. Platz in der Gesamtwertung in Down Under nicht möglich. Auch bei ihm ist noch eine Menge Entwicklungspotenzial vorhanden, aber er könnte durchaus zu einem starken Teil des Profi-Pelotons werden. Wir sind gespannt, was wir von den beiden Jungen erwarten können.


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