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Ungelesener Beitrag von Fothen_29 » Sa 30. Jan 2021, 22:28

FDJournal #01/21

Bienvenue...
... Simon Guglielmi. Weil man in Israel teuer in den italienischen Nachwuchs investiert, hat sich kurzfristig die Möglichkeit ergeben, Simon Guglielmi zu FDJ zu holen. Zunächst vorrangig als Helfer eingeplant, wird dem jungen Franzosen aufgrund seiner Ergebnisse bevor er Profi wurde aber ein gewisses Entwicklungspotential zugetraut, insbesondere in den Hügeln und Bergen. Wir sind gespannt!

La surprise #01/21
Rund um die Müllentsorgung - so nannte Kommentator JohnWayn3 den Kurs des Rennens um die niederländische Straßenmeisterschaft. Im Vorjahr war Bauke Mollema Zweiter hinter Mathieu van der Poel geworden, auch in diesem Jahr waren die FDJ-Vertreter Mollema, van Baarle und Welten taktisch für einen Kampf um Rang zwei eingestellt.
Im Übergang zur zweitletzten Runde konnte sich Dylan van Baarle aber absetzen und zunächst gemeinsam mit Tusveld und van Emden, später nur noch mit Tusveld den Überraschungscoup herausfahren: hinten blieb Dumoulin für van der Poel alleine im Wind und konnte die Lücke nicht schließen. Letztlich konnte Dylan van Baarle nach einem Sekundenkrimi seine Klasse ausspielen, nach Silber für Mollema im Vorjahr nun also der Titel im Hause FDJ! Ein Dank geht natürlich auch an die Mitstreiter van Emden und vor allem Tusveld, ohne die diese Überraschung nicht möglich geworden wäre!

FDJ Rennen des Monats #01/21
Die französischen Meisterschaften - im Vorjahr konnte Julian Alaphilippe einen tollen Titel im Zeitfahren holen, während uns im Straßenrennen in etwa das passiert ist, was wir Novo Nordisk dieses Jahr in den Niederlanden "angetan" haben. Mit einem tollen - und so nicht unbedingt erwarteten - Rennen konnte Alaphilippe den Titel im Zeitfahren verteidigen - und mit einer ebenso aufmerksamen wie starken Einzelleistung auf der Straße den wichtigen Heim-Doppelsieg perfekt machen. Zwar mit weniger Team-Unterstützung als erhofft, da Ag2r uns früher als geplant isolieren konnte, aber hinten raus natürlich mit Extra-Klasse herausgefahren. Team, Manager und Sponsor in großer Glückseligkeit vereint!

FDJ Fahrer des Monats #01/21
Julian Alaphilippe - französischer Zeitfahrmeister, französischer Straßenmeister, Weltmeister. Noch Fragen?
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Ungelesener Beitrag von Fothen_29 » Mi 3. Mär 2021, 16:31

FDJournal #02/21

Bienvenue...
... Edward Planckaert. Als Teil des Blockbuster-Deals mit Astana kam Edward Planckaert zu FDJ, wo er die Fraktion der Belgier im Team erweitern wird. Er verfügt über interessante Anlagen für Klassiker und Sprints, die er als Junior, in der U23 und auch bei den Profis mindestens angedeutet hat. Verpflichtet wurde er vor allem als tempoharter Klassikerhelfer und Sprintanfahrer - dass er aber auch selber Ergebnisse einfahren kann, hat Edward Planckaert schon in Bessèges gezeigt, wo ihm ohne größere Teamunterstützung ein Top Ten-Sprint gelang. Bei FDJ traut man ihm durchaus noch ein bis zwei Entwicklungsschritte zu, sodass man hoffentlich noch von Edward Planckaert hören wird.

La surprise #02/21
Der Etappensieg von Bauke Mollema am Mont Ventoux. Im Vorjahr lief die Ventoux-Etappe eher gegen FDJ, als bei der Verfolgung früher Attacken viel Arbeit an Bauke Mollema hängen blieb, bevor er von der vorher lutschenden Konkurrenz düpiert und im Kampf um den Gesamtsieg distanziert wurde. Nach dem unverhältnismäßig gegen ihn ausgeschlagenen Pendel im Vorjahr folgte dieses Jahr der Lohn des Tüchtigen: das Rennglück war Bauke Mollema dieses Jahr hold, als er sich von vielen Favoriten absetzen und am Ende auch seinen ärgsten Verfolger Hart souverän distanzieren und am Chalet Reynard einen prestigeträchtigen Heimsieg feiern konnte.

FDJ Rennen des Monats #02/21
Beim französischen Auftakt in Marseille mangels schlagkräftigem Aufgebot unter ferner liefen, in Bessèges taktisch nicht immer auf der Höhe - aber in der Provence ist der Knoten für FDJ in der Heimat geplatzt. Dass Bauke Mollema mit guter Form aus Langkawi angereist war, wusste man bei FDJ. Entsprechend hoch waren die Ziele für die Tour de la Provence. In einem hochklassigen Fahrerfeld, welches von starken Kletterern und Rundfahrern nur so strotze, konnte das Team um Bauke Mollema, Philippe Gilbert, Oliver Naesen und Pierre Rolland die hohen Erwartungen sogar noch übertreffen, als Bauke Mollema am Chalet Reynard die Etappe und am Folgetag den Rundfahrtsieg klarmachen konnte.

FDJ Fahrer des Monats #02/21
Nochmal Bauke Mollema: zwei Bergankünfte, zwei Etappensiege, zwei Rundfahrtsiege. Aus zwölf Renntagen konnte Bauke Mollema dieses Jahr bisher vier Siege generieren. Demnach stehen für den Niederländer nun 16 Profisiege in den Palmarès - was im Umkehrschluss bedeutet: ein Viertel der Siege seiner gesamten Karriere konnte Bauke Mollema in diesem Monat erringen. Was für eine Ausbeute!
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Ungelesener Beitrag von Fothen_29 » Mo 5. Apr 2021, 21:41

FDJournal #03/21

Bienvenue...
... Gijs van Hoecke. Wer erinnert sich noch an die Zeiten, als Igor Spekenbrink das Ende der FA-Auktionen mit großartigem Wortwitz verkündete? Mir ist der hier jedenfalls bis heute in steter Erinnerung geblieben:
Igor Spekenbrink hat geschrieben:
Di 17. Jan 2012, 08:47
"Hey Guys, hier kommt Gijs". So ähnlich wird er sich wohl bei Lotto vorstellen.
1,5 Millionen Euro wurden seinerzeit für van Hoecke auf den Tisch gelegt, der - wie Planckaert im Vormonat, dieser Transfer wird uns noch eine Weile beschäftigen - ebenfalls Teil des Deals mit Astana war. Eine große Summe für ein damals junges Kerlchen, aber wenn man seinem Buddy Oliver Naesen glaubt, dann ist zumindest physisch das Potential dafür da, diese Summe weit mehr als nur zu rechtfertigen.

La surprise #03/21
In einem in der Tendenz eher von leicht negativen Überraschungen geprägten Monat geht dieser "Award" an Laurens de Plus. 3 Rundfahrten hat der Junge inzwischen für FDJ absolviert, die Plätze 6 (Bessèges), 8 (UAE) und 11 (Paris-Nice) lassen darauf schließen, dass wohl keine Eingewöhnungszeit notwendig war. De Plus kam - und punktete. Vor allem in den UAE: Gesamtrang 8 ist zumindest für das Management zwar keine Überraschung gewesen, dabei aber Buchmann, Fuglsang, Konrad, Majka und andere zu schlagen, nötigt uns Respekt ab. Als eher mittelfristige Verstärkung der Rundfahrer-Riege verpflichtet, ist de Plus auf dem besten Weg, die in ihn gesetzten Erwartungen früher als gedacht zu erfüllen.

FDJ Rennen des Monats #03/21
Eine schwierige Entscheidung. Bei vielen Rennen erreichten die FDJ-Aufgebote die Erwartungen oder blieben leicht dahinter zurück. Paris-Nice schien lange das Rennen des Monats zu werden, eine extrem schwache Performance von Alaphilippe auf der Königsetappe sowie der Umstand, dass sich de Plus am letzten Tag der Rundfahrt noch aus den Top Ten verabschieden musste, verhageln nach starkem Start (tolle Performance der Klassiker-Riege im Wind, Etappensieg mit Démare) aber die Bilanz. Das FDJ-Rennen des Monats ist also die Mogelpackung Driedaagse Brugge de Panne: drei Tage stehen drauf, aber nur einer ist drin. Und was für einer: ein aufmerksamer und starker Jasper Stuyven war überall dabei, wo man dabei sein muss - und Arnaud Démare nutzt eine der wenigen Sprinter-Rennen auf World Tour-Level für ein tolles Podium, bei dem er sich nur Caleb Ewan geschlagen geben muss (kann mal passieren) und gleichzeitig wichtige Punkte gegenüber der WRL-Konkurrenz gutmacht (darf gerne häufiger passieren).

FDJ Fahrer des Monats #03/21
Der einzige FDJ-Fahrer, der im März jubeln durfte, ist Arnaud Démare - der Kuurne-Bruxelles-Kuurne nach 2017 und 2019 zum dritten Mal gewinnen und zum vierten Mal in seiner Karriere einen Tagessieg bei Paris-Nice feiern konnte; dazu kommt noch die oben beschriebene Performance in Westflandern. Konsequenterweise ist er also der Fahrer des Monats. Bereits in den Vormonaten gab es jeweils nur einen Fahrer, der für FDJ Gesamtsiege holen konnte (Januar: Alaphilippe, Februar: Mollema). Vielleicht fällt die Wahl im kommenden Monat ja schwerer...
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Ungelesener Beitrag von Fothen_29 » Mi 19. Mai 2021, 17:28

FDJournal #04/21

Bienvenue...
... Oliver Naesen. Als "Ersatz" für Michael Matthews ist Oliver Naesen einer der zentralen Bestandteile des Deals mit Astana (ja, immer noch der gleiche Deal um den es hier bereits seit Monaten geht...). Natürlich kommt Naesen als zusätzliche Option für das Kopfsteinpflaster. Darüber hinaus kann der belgische "Spätstarter" nach schweren Rennen schnell sprinten und hat zumindest in Ansätzen auch schon Rundfahrer-Qualitäten bewiesen. Bei FDJ sieht man Naesen in puncto Vielseitigkeit nur unwesentlich schwächer als den abgegebenen Matthews. Gleichwohl: Fokus bleiben die Pavés, wo Naesen als Sechster (Harelbeke) und Dritter (Dwars door) bester Fahrer des Teams wurde und auch bei der Ronde als Siebter überzeugen konnte. An Heldentaten aus Trek- und Astana-Zeiten konnte Naesen trotz dieser überzeugenden Kampagne (noch?) nicht anknüpfen, was allerdings auch der taktischen Ausrichtung geschuldet war, in welcher Naesen oft (zum Beispiel in der Hölle des Nordens) als frühe Option gespielt wurde. Ob sich das in Zukunft ändern wird? "Gut möglich" meint ein zufriedener Manager Fothen_29 nach den ersten überzeugenden Leistungen seines neuen Schützlings im belgischen Frühjahr.

La surprise #04/21
Glaubt man den Kommentarspalten, dann hat Arnaud Démare - FDJ-Fahrer des Monats März - gleich im Anschluss auch die Überraschung des Monats geschafft, indem er nach der Hölle des Nordens das Vélodrome in Roubaix mit den fünf besten Fahrern des Tages erreichte. Tatsächlich handelt es sich um die beste Platzierung von "Nono" beim "Heim-Monument", welches er schon 2017 als Achter in den Top Ten beenden konnte. Bei FDJ ist man allerdings weniger überrascht und sieht das Ende der Fahnenstange auch noch lange nicht erreicht. Gemeinsam mit den französischen Fans wird vom ersten Heimsieg seit Guesdon 1997 geträumt...

FDJ Rennen des Monats #04/21
Der April ist traditionell der Pavé-Monat schlechthin - aber auch außerhalb von Belgien werden in dieser Zeit Rennen gefahren (wenn auch nicht ganz so wichtige...). Bei der Itzulia Basque Country zeigte sich das FDJ-Aufgebot in besonders guter Verfassung: Mikel Landa musste sich beim Höhepunkt seines Frühjahrs nach mehreren starken Etappenleistungen nur den slowenischen Überfliegern Roglic (AST) und Pogacar (TDE) geschlagen geben. Darüber hinaus gelangen Bauke Mollema - aus einer Rennpause kommend - gleich zwei tolle Tagesplatzierungen, die gemeinsam mit dem vierten Platz in Brabant ein paar Tage später sowie nur knapp verpassten Top Ten Platzierungen in den Ardennen (Flèche, Doyenne) auf eine gute Giro-Form hoffen lassen. Abschließend konnte sich auch Pierre Rolland - gefühlt zum zwanzigsten Mal im FDJ-Trikot... - den zweiten Platz in der Bergwertung sichern. Dieser wurde aber besonders überzeugend herausgefahren und findet hier deshalb Erwähnung als schöne Abrundung einer überzeugenden Teamleistung.

FDJ Fahrer des Monats #04/21
Seit der Ronde van Vlaanderen 2020 (Gilbert wurde als bester Fahrer des Teams nur Sechster) war FDJ bei jedem Monument auf dem Podium vertreten. 2020 war dafür vor allem Philippe Gilbert (Dritter bei Paris-Roubaix und Sensations-Sieg bei der Doyenne) verantwortlich, während Julian Alaphilippe (Zweiter in der Lombardei, Dritter bei Milano-San Remo) Italien erobern konnte. Das die Serie im 2021er Pavé-Frühling aufrechterhalten wurde, ist Jasper Stuyven zu verdanken. Der "Chocolatier" aus Leuven profitierte von den erweiteren taktischen Möglichkeiten des Teams und wurde als schnellster Sprinter in der Riege der potentiellen Pavé-Kapitäne des Teams häufig als letzte Option lange geschützt. Aus dieser Rolle heraus wurde Jasper Stuyven Zweiter der Ronde van Vlaanderen, wo er sich nur van der Poel (TNN) geschlagen geben musste, und Dritter bei Paris-Roubaix. Eine tolle Ausbeute aus einem Frühjahr, in dem Jasper Stuyven vorher weniger zum Zuge kam. Doch auch hier gilt: die Sprints in Oudenaarde und Roubaix haben gezeigt, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist!
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Ungelesener Beitrag von Fothen_29 » Mo 19. Jul 2021, 18:27

FDJournal #05/21

Bienvenue...
... Laurens de Plus. Oliver Naesen, Edward Planckaert und Gijs van Hoecke hatten wir schon. Fehlt noch einer, und dann ist der Astana-Deal in diesem Journal "endlich" abgearbeitet. Laurens de Plus ist vielleicht der spannendste Teil des Deals: wird er Chris Froome ersetzen? Entscheidend für die Beantwortung dieser Frage ist natürlich, welchen Chris Froome er ersetzen soll... Den aktuellen hat er quasi schon vergessen gemacht, indem Laurens de Plus bei seinen ersten Einsätzen für FDJ gleich eine Reihe beeindruckender Resultate zeigen konnte (siehe 03/21). Beim Management von FDJ sieht man darüber hinaus mindestens die Grundlagen dafür gegeben, dass de Plus im Laufe seiner Karriere auch an "historische Versionen" seines Kaderplatz-Vorgängers herankommen könnte.

La surprise #05/21
Im Monat Mai - für FDJ-Fans sicher der zäheste der bisherigen Saison - waren unerwartet positive Ausreißer Fehlanziege. Dementsprechend wird dieser "Award" im Mai nicht vergeben.

FDJ Rennen des Monats #05/21
Im Vorjahr war Liège - Bastogne - Liège vielleicht sogar das FDJ-Rennen des Jahres, als Gilbert neun Jahre nach seinem ersten Sieg 2011 zum zweiten Mal die Doyenne gewinnen konnte. Der Titelverteidiger war natürlich standesgemäß mit der Nummer 1 am Start, allerdings mit anderem Formaufbau als im Vorjahr und entsprechend auch mit eher unterstützender Rolle. Diese Rolle teilte Gilbert mit dem gesamten Team, um Julian Alaphilippe seinen vierten Doyenne-Sieg zu ermöglichen, nachdem er im Vorjahr zugunsten der Gilbert-Sensation zurückstecken musste. Für diesen vorbildlichen Teamgeist wurde Alaphilippe vom starken Team (Mollema als erster Helfer schon auf Platz 11) belohnt - bzw. belohnte sich mit einer starken Leistung selber. Der fünfte FDJ-Sieg bei der Doyenne in sechs Jahren - und Nummer vier für Alaphilippe. Das bedeutet: nächstes Jahr wird die Egalisierung des Kannibalen anvisiert!

FDJ Fahrer des Monats #05/21
Zum zweiten Mal in diesem Jahr Julian Alaphilippe. Nachdem FDJ im Vorjahr die Ardennen-Woche dominiert hatte (Matthews gewann im Brabant, Alaphilippe beim Amstel Gold und beim Flèche, Gilbert bei der Doyenne), reichte es dieses Mal "nur" zu Siegen beim Flèche und bei der Doyenne. Für den wichtigen Sieg bei der Doyenne, dem Monument und gleichzeitg Ende der Klassiker-Saison, wird Julian Alaphilippe hier ausgezeichnet. Das bedeutet: für eine Leistung bereits am zweiten Tag des Monats wird er Fahrer eben dieses Monats - das spricht nicht für das, was danach noch so kam...
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Ungelesener Beitrag von Fothen_29 » Di 21. Sep 2021, 15:39

FDJournal #06/21

Bienvenue...
... Enzo Paleni. In den beiden vergangenen Drafts, seit denen sich Manager Fothen_29 diesbezüglich für die Geschicke von FDJ verantwortlich zeichnet, wurde der erste FDJ-Draftpick von Experten jeweils als Überraschung bezeichnet. Das galt vor allem für Leo Hayter im Vorjahr. Nach Hugo Toumire, dem zweiten FDJ-Draftpick im Jahr 2020, gelang mit Enzo Paleni nun allerdings zum zweiten Mal infolge die Verpflichtung des vom Management auserkorenen "Wunsch-Franzosen" im Draft. Nachwuchs-Spezialist Strandkorb unterstellt Paleni im best case, das Potential für den nächsten Sylvain Chavanel mitzubringen. Im FDJ-Management, in dessen Fokus sich Paleni als zweiter beim GP Rüebliland 2020 fahren konnte, hofft man eher auf eine Entwicklung in Richtung von Vorgängern auf dieser Platzierung à la Bob Jungels oder Gino Mäder.

La surprise #06/21
Schon im April sind wir an dieser Stelle der Meinung der Kommentarspalten gefolgt. Dieses Verfahren erneut anwendend ist die Überraschung des Monats eine eindeutige: zum zweiten Mal in diesem Jahr gelang diese Bauke Mollema. Mit grundsoliden Leistungen vor allem in der zweiten Woche des Giro - mit seiner einzigen Etappen-Top Ten-Performance (Siebter auf der elften Etappe) schob er sich auf Rang acht des Klassements, den er erst nach der 19. Etappe wieder hergeben musste - und genug Polster nach hinten reichte es am Ende nochmal zu einer Top Ten-Platzierung im Klassement einer Grand Tour. Vom Management zwar als Ziel ausgegeben, von Experten aber so nicht unbedingt erwartet - und dementsprechend die Überraschung des Monats Juni.

FDJ Rennen des Monats #06/21
Ein weiterer Kandidat für die Überraschung des Monats Juni - zumindest wenn man in Betracht zieht, dass sich FDJ bei Rennen dieses Veranstalters in der Vergangenheit oft genug schwergetan hat - waren die Boucles de la Mayenne. Die auf den angedeuteten Erfahrungen beruhenden Erwartungen des Managements wurden aber so weit übertroffen, dass es für die kleine Heim-Rundfahrt zum Titel des FDJ-Rennens des Monats reicht: 3 Etappenpodien durch Arnaud Démare - darunter der Tagessieg auf der dritten Etappe, jeden Tag in den Top Ten des Tages - bei der Hälfte der Etappen sogar mit zwei Fahrern und der Gewinn der Punktewertung durch Démare wurden mit dem Gesamtsieg von "Nono" gekrönt, während Jasper Stuyven als Neunter ebenfalls eine Top Ten-Platzierung im Klassement verbuchen konnte. Eine rundum gelungene Rundfahrt!

FDJ Fahrer des Monats #06/21
Die FDJ-Bilanz im Monat Juni: zwei Gesamtsiege, zwei Etappensiege, zwei Wertungsiege. Der Anteil von Arnaud Démare an diesen Erfolgen: beide Gesamtsiege (Mayenne, Köln), einen der beiden Etappensiege und einen der beiden Wertungssiege. Nach Alaphilippe ist "Nono" also der zweite Fahrer, der den Titel des FDJ-Fahrer des Monats zum zweiten Mal gewinnt. Und genau wie bei Alaphilippe im Januar lautet die Begründung angesichts der oben dargestellten Bilanz: noch Fragen?
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