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Noel Askatasuna
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Ungelesener Beitrag von Noel Askatasuna » Di 10. Dez 2019, 20:29

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Seit einigen Tagen schon war die Gerüchteküche rund um die Zukunft des Teams Neri Sottoli-Selle Italia-KTM ins Brodeln geraten. Von etwaigem Sponsorenausstieg und womöglich fehlenden Mitteln um das Team in der GS I zu halten war da die Rede, angeblich aber auch von internem Zwist zwischen Teammanager und einzelnen sportlichen Leitern über Ausrichtung, Prinzipien und Werte des Teams einerseits und den Abgang verdienter Profis andererseits. 

Ausgewählte Schlagzeilen der vergangenen Tage:
"Quale futuro per il team Neri Sottoli? Disputa tra Askatasuna, Scinto e Citracca"
(www.gazzetta.it, 03.12.)

"Askatasuna für Statement nicht zu erreichen - steht Neri Sottoli vor dem Aus?"
(www.live-radsport.ch, 03.12.) 

"Neri Sottoli not able to pay Sagan's big contract in 2020?"
(www.cyclingweekly.com, 04.12.)

"Did Neri GM Askatasuna and Scinto clash over political values?"
(www.cyclingnews.com, 05.12.)

"Other Neri sports directors supposedly not happy over Askatasuna's handling of Impey departure"
(www.inthebunch.co.za, 06.12.)

"Les contacts de Luca Scinto avec Salvini sont-ils à l'origine du litige entre Askatasuna et Scinto ?"
(www.lequipe.fr, 06.12.)

"Why a merger between Neri Sottoli and Israel Cycling Academy would make total sense"
(www.velonews.com, 07.12.)

"Bardiani-CSF or Israel Cycling Academy to take over collapsing Neri team?"
(www.skysports.com, 07.12.)

"Sylvan Adams : Je veux transformer Israel Cycling Academy en une des meilleures équipes du monde - et mieux vaut tôt que tard !"
(www.cyclismactu.net, 08.12.)

"Cycling manager Askatasuna spotted at Ben Gurion Airport - possible role in the future of Israel Cycling Academy project?"
(www.haaretz.com, 09.12.)

Zusätzlich befeuert wurden diese Gerüchte, durch die kürzliche Veröffentlichung der vorläufigen Teamlisten für das Jahr 2020 seitens des internationalen Radsportverbands Union Cycliste Internationale (UCI). Denn dort war Neri Sottoli-Selle Italia-KTM nicht wie zu erwarten unter den GS I-Teams aufgeführt und tauchte kurz darauf stattdessen in der ContinentalTeam-Liste auf, nur um später auch aus dieser wieder zu verschwinden. Wer aufmerksam hingeschaut hatte, dem dürfte allerdings auch ein weiteres Detail aufgefallen sein: dass nämlich das Team Israel Cycling Academy in eben jener Liste zunächst weder unter den GS I-, noch den GS II-Teams zu finden war. Purer Zufall oder Indiz für mögliche spektakuläre Gespräche im Hintergrund? 

Klar ist jedenfalls, dass Sylvan Adams, Mäzen des Israel Cycling Academy-Projekts, aus seinen Ambitionen, in möglichst naher Zukunft in die GS I aufzusteigen, schon länger keinen Hehl gemacht hatte. Womöglich war man dort angesichts des verpassten Aufstiegs im abgelaufenen Jahr mit einhergehendem Manager-Rücktritt und sich nun schon monatelang hinziehender Managersuche zunehmend ungeduldig geworden. Umso mehr, als dass die UCI kürzlich auch den Rennkalender für das Jahr 2020 mit einer Besonderheit veröffentlicht hatte: 15.02., Tel Aviv Classic, das erste Profirennen auf israelischem Boden, nach dem die Israel Cycling Tour im letzten Jahr noch ins Wasser gefallen war! Und dass Adams bei diesem Rennen ein Heimteam stellen will, dass um den Sieg mitfahren kann, war auch schon länger aus seinem Umfeld zu vernehmen gewesen. Logische Konsequenz also ein Einkaufen in die GS I-Lizenz, die Noel Askatasuna hält? 

Ein Blick zurück könnte womöglich ebenfalls zur Erhellung beitragen: schon Ende vergangenen Jahres war bekanntgeworden, dass Manager Noel Askatasuna mit der nahezu jährlich neuen Hauptsponsorensuche zunehmend unzufrieden geworden war. So hatte das Team in den vergangenen 4 Jahren zahlreiche Namenssponsoren wie Southeast, Venezuela, Wilier und Selle Italia verschlungen und zeitweise mangels Sponsoren auch einfach provisorisch unter "Yellow Fluo" oder "Tharcor" firmiert, wechselnde Kürzel wie YEL, STH, WIL und THR inklusive. Schon damals war eine Fusion seines Teams mit Bardiani-CSF im Gespräch gewesen, um ein langfristigeres Teamprojekt anzugehen. Diese Fusion zerschlug sich allerdings in letzer Sekunde wieder, als Neri Sottoli, Selle Italia und KTM signalisierten, das Team mit jeweils erhöhten Sponsoringbeiträgen alleine finanzieren zu können. Entgegen des damaligen Optimismus schien man in dieser Winterpause aber dann doch wieder vor der gleichen Problematik von fehlenden Sponsoring-Zusagen für das kommende Jahr zu stehen und entsprechend erst spät neue Fahrer unter Vertrag nehmen zu können.

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte? Zusätzlich waren in letzter Zeit nämlich auch immer mehr Meinungsverschiedenheiten zwischen Askatasuna und den ehemaligen General Managern des Teams, Luca Scinto (mittlerweile Directeur Sportif) und Angelo Citracca (mittlerweile Administrative Director), bekannt geworden - sowohl was die Teamausrichtung angeht, als auch politische Überzeugungen und entsprechende Werte des Teams betreffend. All das, verbunden mit jüngsten Auseinandersetzungen über den Weggang von Daryl Impey und Ben Hermans (mittlerweile beide bei Lotto Soudal unter Vertrag), könnten zur Entscheidung Askatasunas beigetragen haben, neue Wege zu gehen.

Gestern und heute erhärteten sich dann jedenfalls erstmals viele der Mediengerüchte. So gilt mittlerweile als gesichert, dass Teammanager Askatasuna weder mit Sponsor Neri Sottoli, noch mit Scinto und Citracca weiter zusammenarbeiten wird. Gemeinsam mit Roberto Amadio, der übergeordneter Sportlicher Leiter des Teams bleiben soll, hat man sich wohl auf die Suche nach einem neuen Teamsponsor mit langfristiger Vision gemacht. Nachdem das ebenfalls als potentieller neuer Sponsor gehandelte Bardiani-CSF heute bekanntgab, die GSII-Lizenz fürs kommende Jahr gelöst zu haben, erscheint eine Fusion bzw. Übernahme des Teams durch das Israel Cycling Academy-Projekt derzeit tatsächlich nicht bloß aus dem Reich der (Medien-) Fabeln zu entstammen, sondern eine ernsthafte Option darzustellen. Askatasuna selbst hat sich bislang öffentlich nicht geäußert, wurde aber von aufmerksamen israelischen Journalisten gestern Abend bei der Landung am Tel Aviver Flughafen gesichtet - zum zweiten Mal binnen einer Woche.

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Noel Askatasuna
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Ungelesener Beitrag von Noel Askatasuna » Do 19. Dez 2019, 20:52

[img]https://pbs.twimg.com/media/ELf5FnhWkAAL1xp?format=jpg&name=small[/img]
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Aus Neri Sottoli wird Israel Cycling Academy - oder, für 2020, "Israel Start-Up Nation"
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...und dann ging auf einmal alles ganz schnell! Hatte man vor einigen Tagen noch von Gerüchten und Zusammenkünften unweit des Tel Aviver Flughafens berichten können, ist das ganze mittlerweile fix: Neri Sottoli hört auf; das Team unter Führung von Noel Askatasuna bleibt aber erhalten und wird unter neuer Flagge das erste israelische GS I-Team der Geschichte stellen. Heute fand bereits die Teampräsentation im Herzen Tel Avivs statt.

Der Sponsoringvertrag mit dem von Sylvan Adams und Ron Baron 2014 in die Wege geleiteten Israel Cycling Academy-Projekts wurde zunächst für die kommenden drei Jahre unterzeichnet. Im gleichen Atemzug konnte entsprechend auch eine Vertragsverlängerung mit Topstar Peter Sagan bis Ende 2022 verkündet werden, der dem Team ebenso wie sein Bruder Juraj und Giro-Bergkönig Giulio Ciccone definitiv bis zu diesem Zeitpunkt erhalten bleiben wird.

Noel Askatasuna äußerte sich auf der Pressekonferenz, zu der Sportjournalisten aus aller Welt eingeladen waren, wie folgt:

"Ich bin glücklich, dass ich heute hier in Tel Aviv stehen und einen neuen Meilenstein für mein Team sowie das Israel Cycling Academy-Projekt und die Sportwelt in Israel im Generellen verkünden kann!
Die letzten Wochen waren nicht leicht, aber diese Konflikte liegen nun in der Vergangenheit. Mögen meine alten Weggefährten unter neuem Label, Vini Zabù KTM, glücklich werden, oder vielmehr in der sportlichen Bedeutungslosigkeit verschwinden ... für uns jedenfalls, also mich und alle die an meiner Seite geblieben sind, geht hier und heute ein neues Kapitel auf.
Ich kenne Israel, Land und Leute, aber auch die ganze Region von einigen früheren, mehrmonatigen Aufenthalten gut und bin umso glücklicher, dass es in diesem Rahmen und dank der unkomplizierten Verhandlungen mit Sylvan Adams geklappt hat, das ganze hier so schnell auf die Beine zu stellen. Wir verfolgen ein langfristiges Projekt, eine gemeinsame Vision, die auch auf geteilten Werten aufbaut - etwas, dass ich bei Neri oft vermisst habe. Radsport als verbindendes Moment zwischen Kulturen, Religionen, Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen; und ja, selbst - oder gerade - hier in dieser Region, die leider zu oft von Krieg, Leid und Armut geprägt ist, auch als Friedenbotschafter, weswegen das Peres Center for Peace ebenfalls mit an Bord und auf unserem Trikot vertreten sein wird. Danke daher auch an Mr. Duvdedani für seine warmen Worte.
Das Team wird grundsätzlich eine noch internationalere Ausrichtung bekommen und bei uns im Team werden Christen, Juden und Muslime ebenso wie Nicht-Gläubige unabhängig ihrer Herkunft Spitzensport betreiben. Betonen möchte ich aber direkt auch, dass das Team seinen italienischen Kern bewahren wird. Besonders freut mich daher, dass mit Vini Fantini ein im Radsport seit vielen Jahren bekanntes und geschätztes Unternehmen als Co-Sponsor, inklusive prominenter Trikotplatzierung, bei uns einsteigen wird. Unsere Basis in Europa, das heißt auch unser europäisches Hauptquartier, wird in Italien bleiben. Auch werden wir weiterhin einen ganz besonderen Blick auf die U23- und Juniorenszene in Italien haben, um einige der besten Talente des Landes in unseren Reihen aufbauen zu können. Giulio Ciccone ist dafür das beste Beispiel und wir hoffen, dass Jungs wie Stefano Oldani eher früher als später einen ähnlichen Weg einschlagen können.
Auf die Zukunft!"



[img]https://radsim05.de/images/jerseys/2020/256/ica.png[/img]
Der vorläufige Entwurf des 2020er-Teamtrikots

Das Team wird nun nach der Präsentation in Tel Aviv zunächst bei einem dreitägigen Kurz-Trainingslager quer durch die Negevwüste zusammenkommen - auf eben jenen Straßen, die wir bereits von der 3. Etappe des Giro d'Italia-Starts 2018 kennen. Hier wird sich die neu zusammengesetzte Mannschaft noch einmal näher kennenlernen können. Anschließend werden die Fahrer mit Israels faszinierender Vielfalt und Offenheit bekanntgemacht werden. Darunter werden natürlich Highlights wie das Tote Meer und die Jerusalemer Altstadt fallen, ebenso wie die Kreuzfahrerstadt Akko und das nördliche Galiläa mit seinen sattgrünen Wiesen und Hügeln, der See Genezareth, aber auch ein Abstecher in die palästinensischen Gebiete nach Ramallah und ins wunderbare Nablus. Darauf folgt eine Fahrt in den hohen Norden an die Grenze zum Libanon zu den Rosh HaNikra-Grotten und an die Skilifte am Mount Hermon; abschließend aber auch ein gemeinsamer Besuch der bedrückenden Holocaust-Gedenkstätten Yad Vashem und Beit Lohamei HaGetaot.

[img]http://israelcyclingacademy.com/wp-content/uploads/2019/12/coming-home-small-dec-2019.jpg[/img]

Der Großteil des 2020er-Teams entstammt der alten Neri Sottoli-Mannschaft: Stand jetzt wären dies etwa 20 der 28 Fahrer. Fünf Fahrer, die zunächst wohl schon bei Israel Cycling Academy für 2020 unterschrieben hatten, werden angesichts der Teamfusion nun ebenfalls Teil des neuen Teams: zwei Franzosen, Rundfahrer Guillaume Martin und Talent Simon Guglielmi, zudem die italienischen Eintages- und Sprintspezialisten Marco Canola und Kristian Sbaragli sowie das baskische Klettertalent Urko Berrade. Mit Neoprofiverträgen ausgestattet wurden der Italiener Stefano Oldani und der Baske Unai Cuadrado. Teammanager Askatasuna gab aber bereits bekannt, dass es noch zu kleineren Änderungen in der Teamzusammensetzung kommen könnte. So wird auch erwartet, dass das Team noch 1-2 junge Israelis verpflichtet. Im Gespräch dafür sind lokalen Medien zufolge unter anderem der amtierende israelische Straßenmeister Guy Sagiv, aber auch Omer Goldstein, Guy Niv und Itamar Einhorn.

Aufmerksamen Beobachtern war am Rande der Teampräsentation aufgefallen, dass neben Askatasuna und General Manager Amadio auch drei der ehemaligen sportlichen Leiter von Neri Sottoli im Publikum zu sehen waren. Kann man also davon ausgehen, dass Iñaki Isasi, Peter Van Petegem und Martin Velits auch 2020 mit an Bord sind? In dem Fall bliebe dann noch abzuwarten, von wem die heute abwesenden Luca Scinto und Adriano Malori - beide werden wohl für Vini Zabù KTM arbeiten - und aber auch der Franzose Yvon Ledanois im Jahr 2020 ersetzt werden. Rund um die Präsentation kursierten bereits Namen wie Marco Pinotti, Kjell Carlström, Philippe Mauduit oder auch Filippo Pozzato. Auch Murilo Fischer und Marco Velo, die in den vergangenen Jahren bereits unter Askatasuna als sportliche Leiter arbeiteten, sollen im Gespräch sein.
herri ona bat - talde ona bat!
+++
Teamkader ICA

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Ungelesener Beitrag von Noel Askatasuna » Fr 17. Jan 2020, 23:20

[img]https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSUamAG_RtP-IU8GBowyOIoqkGQefNMeB-_gzUHEXL93wc6LC7koA&s[/img][img]https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSA-YGyLjSuIk2IYv7uewpC_Py4UyBxq8y5Tzlw5p9sURgcgoIQKQ&s[/img][img]https://cdn.mos.cms.futurecdn.net/6ehHsL5BNmvDcHPvfpiUg-295-80.jpg[/img]

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Pinotti, Mauduit und Margaliot als neue Directeurs Sportifs vorgestellt +++ Sagan zum Giro?
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In den letzten Wochen war noch spekuliert worden, wer bei Israel Cycling Academy das Erbe der Neri-Sportdirektoren Luca Scinto, Adriano Malori und Yvon Ledanois antreten würde. Nun herrscht Gewissheit: in einer am Freitag einberufenen Pressekonferenz im Tel Aviv Convention Center wurden die drei neuen sportlichen Leiter für 2020 vorgestellt: Marco Pinotti, Philippe Mauduit und Ran Margaliot!

Marco Pinotti, zu aktiven Zeiten einer der besten Zeitfahrer des Pelotons, hatte 2013 seine Karriere bei BMC beendet und dort auch anschließend seine Karriere als Sportlicher Leiter begonnen. Unter anderem gilt er als Kopf hinter den großen Mannschaftszeitfahrerfolgen des Teams. Bei ICA wird er eine Doppelrolle als Performance Director / Directeur Sportif ausfüllen; also sowohl allgemeiner für trainings-, ernährungs- und renntaktische Aspekte und Optimierungen zuständig sein, als auch in ausgewählten Rennen als Sportlicher Leiter fungieren.
Noel Askatasuna: "Ich bin äußerst froh, dass es uns gelungen ist, mit Marco einen der besten seines Fachs zu verpflichten. Wir verfolgen mit ihm ein langfristiges Projekt: Marco soll insbesondere unsere langsam größer werdende Rundfahrerfraktion weiterentwickeln, so dass alle - die Etablierten wie die Talente - den nächsten Schritt machen können. Er wird sie dabei das ganze Jahr über auch abseits der Rennen begleiten. Dies wird Aspekte wie Trainingssteuerung, Ernährungsumstellung, vor allem aber auch das Arbeiten an der Zeitfahrposition umfassen, da hier viele unserer Jungs noch Verbesserungsbedarf haben. Wir erhoffen uns von Marco viele neue Anregungen für eine grundlegende Modernisierung und weitere Professionalisierung des Teams in allen relevanten Bereichen."

Mit Philippe Mauduit wurde zudem einer der erfahrensten Directeur Sportif überhaupt verpflichtet. Seit 2003 als sportlicher Leiter aktiv, hat er bereits Teams wie Bouygues Telecom, Cervélo TestTeam, Saxo Bank/Tinkoff-Saxo, Lampre, Bahrain-Merida, UAE Team Emirates und Groupama-FDJ in seiner Vita stehen.
Noel Askatasuna: "Ebenso begeistert bin ich, dass wir Philippe Mauduit von unserem Projekt überzeugen konnten. Nach dem Abgang von Yvon Ledanois, den ich an dieser Stelle noch mal ausdrücklich für seine ausgezeichneten Dienste der letzten Jahre danken möchte, war klar, dass wir noch einen echten Experten für die Tour de France und weitere WorldTour-Rundfahrten auf höchstem Niveau brauchen. Philippe hat in den letzten knapp zwei Jahrzehnten viele sehr verschiedene Teams als hauptverantwortlicher Directeur Sportif erfolgreich durch die Tour de France geführt. Mit unserer Neuverpflichtung Guillaume Martin wollen wir auch hier den nächsten Schritt gehen und erstmals seit Jahren wieder einen vorderen Gesamtklassementplatz bei der Tour de France anstreben. Philippe wird ihn das ganze Jahr während und neben den Rennen begleiten und ihn entsprechend bestmöglich auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten."

Zuletzt wurde dann noch bekannt gegeben, dass Ran Margaliot aus seiner eher administrativen Rolle im Israel Cycling Academy-Projekt der letzten Jahre ab 2020 in die sportliche Leitung und entsprechend den direkten Renneinsatz wechseln wird. Margaliot war als erster israelischer WorldTour-Profi aller Zeiten bekannt geworden, als er 2010 zunächst als Stagiaire bei Footon-Servetto unterkam, im folgenden Jahr in gleicher Rolle auch bei Saxo Bank, bevor er 2012 einen Profivertrag bei Saxo Bank-Tinkoff Bank unterschrieb. Nach nur einem Jahr hatte er aus verschiedenen Gründen seine Karriere allerdings beenden müssen und in der Folge die Israel Cycling Academy mit aufgebaut.
Noel Askatasuna: "Wie mir hier von allen Seiten bestätigt wurde, hat Ran in den letzten Jahren wie kein Zweiter sein Herzblut in dieses Projekt gesteckt und im Hintergrund unermüdlich gearbeitet. Nun war es allerdings schon seit längerer Zeit sein Wunsch, wieder vom Schreibtisch ins unmittelbare Renngeschehen zu wechseln und so haben wir uns nach guten Gesprächen dazu entschieden, dass er ab sofort als Directeur Sportif unsere Fahrer in den Rennen dirigieren und begleiten wird. Ran wird zudem auch als Schnittstelle zum israelischen Amateur- und Nachwuchsradsport fungieren, denn eines treibt ihn - nachdem sein eigener Traum, als erster israelischer Radprofi die Tour de France zu bestreiten, leider platzte - ganz besonders an: den israelischen Nachwuchsfahrer auszumachen, der als Erster das Zeug hat, seinen Traum zu leben."

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[img]https://cdn1.cyclist.co.uk/sites/cyclist/files/styles/article_main_wide_image/public/2019/04/girohungary.jpg?itok=gDPF-joi[/img]
Sagan zum Giro 2020 nach Budapest?

Am Rande der Vorstellung wurden auch erste Details zur Rennplanung für das Jahr 2020 bekannt. Noch unbestätigten Gerüchten zufolge soll Peter Sagan erstmals in seiner Karriere das Giro-Tour-Double anvisieren. Zuletzt war Sagan den Giro im Jahr 2013 gefahren, insgesamt holte er bei seinen zwei Giro-Starts 2011 und 2013 sechs Etappensiege, zusätzlich 2013 auch das Maglia Ciclamino. Und um eben dieses soll es auch 2020 gehen: der Versuch, in einem Jahr sowohl das Maglia Ciclamino beim Giro, als auch das Maillot Vert bei der Tour de France zu gewinnen und damit Geschichte zu schreiben! Denn dies ist bislang erst einem Fahrer überhaupt gelungen: dem Usbeken Djamolidine Abdoujaparov 1994.

Diesem Ziel soll die restliche Saisonplanung untergeordnet werden, so dass auch ein Start bei der Tour Down Under ausgeschlossen scheint. In den letzten drei Jahren hatte Sagan dort jeweils seine Saison begonnen und insgesamt drei Etappensiege einfahren können. Auch ein von Sagan gern gewähltes Alternativprogramm, die Vuelta a San Juan, soll demnach ausgelassen werden. Zusätzlich wird Sagan aller Voraussicht nach zwei seiner Lieblingsrennen opfern: die Tour de Suisse, ebenso wie die Tour of California, die in diesem Jahr allerdings ohnehin nicht stattfinden wird. Auf diese Weise sollen ein später Saisonstart sowie genügend Ruhepausen zur Regeneration garantiert werden und Sagan schließlich mit gleich vielen oder sogar weniger Renntagen als die letzten Jahre in die Tour de France gehen.

Den letzten Ausschlag für diese Entscheidung könnte der Ort des grande partenza 2020 gegeben haben: Budapest, Ungarn und somit gerade einmal eine Autostunde von der slowakischen Grenze, Sagans Heimat, entfernt. Also auch ein besonderes Geschenk für Sagans Fans, die sicherlich in Massen über die Grenze strömen würden? Bald werden wir mehr wissen: die endgültigen ICA-Nominierungen für die ersten Saisonrennen dürften weiteren Aufschluss geben.
herri ona bat - talde ona bat!
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Teamkader ICA

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