Cycling News Magazine

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HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Sa 14. Jan 2006, 17:53

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<div align="justify"> Das Jahr 2005 ist zu Ende, mit vielen guten Vorsätzen, die spätestens im Februar passé sind, neuen Hoffnungen und großen Erwartungen gehen wir alle in das neue Jahr 2006.
Eine dieser Hoffnungen ist ein gutes Radsport Magazin mit interessanten Artikeln, Vorberichten zu großen ProTour-Rennen und natürlich mit den obligatorischen Teamvorstellungen. Dieses Jahr, womit wir wieder bei den guten Vorsätzen wären, soll das Radsport-Magazin noch größer, bunter, informativer und vor allem länger aktiv sein als 2005. Das heißt, wir wollen alle Rennvorstellungen in diesem Magazin abwickeln und keine Sonderausgaben zu jeder Tour entwerfen. Aber viel wichtiger als die Rennvorstellungen sind die altbekannten und meist heiß diskutierten Teamvorstellungen. Jeder Manager will wissen, wie sein Team von anderen bewertet wird und wo es im Vergleich zu den Konkurrenten steht. Doch auch dieses Jahr hat sich unsere Redaktion Gedanken gemacht, wie man die Bewertung noch fairer und übersichtlicher machen kann und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:
Die Teamkader werden in fünf (vorher vier) Kategorien eingeteilt: Kletterer, Sprinter, Hügel-Fahrer, Nord-Klassiker-Fahrer und Zeitfahrer. Die Kategorie Klassiker wurde aufgeteilt, die Kategorie Rundfahrer wird durch die Kletterer ersetzt, da Rundfahrer auch in die anderen Kategorien eingeordnet werden können.
Pro Kategorie werden 20 Punkte verteilt, damit auch marginale Unterschiede betrachtet und anders bewertet werden können. Jedes Team bekommt so eine Bewertung, die individuell ist und trotzdem im Kontext zu den Bewertungen anderer Teams steht. Eine weitere Neuerung ist, dass wir einen Fahrer auswählen werden, der als Kapitän des Teams gilt. Dieser wird dann mit einem kurzen Text beschrieben, um seine gesonderte Stellung im Team herauszuheben. Die Leistungen des Teams in der vergangenen Saison werden kurz beleuchtet, fließen aber nicht in die Gesamtnote ein, genauso wenig wie die Präsentation des Kapitäns. Die Endnote wird, da sie zufällig maximal 100 Punkte betragen kann, mit einer Prozentzahl angegeben. So kann man die Teams gut miteinander vergleichen, als auch sehen, wie man allgemein ohne in direkte Konkurrenz mit einem anderen Team zu treten dasteht.
Die Teamvorstellungen beginnen, sobald die nationalen Meisterschaften abgeschlossen sind und die ProTour-Zusammenstellung mit Kalender, Teams und Kadern steht. Es wird ein Tag (beispielsweise der 26.01.06) herausgepickt. Alle späteren Transfers gehen nicht in die Bewertung ein.
</div>

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » So 12. Feb 2006, 10:53

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Der ProTour Dominator 2005!
[img]http://www.marca.com/ciclismo/giro2005/equipos/liberty-seguros.jpg[/img]

Im Jahre 2005 gewannen sie die ProTour und nicht in einem knappen Rennen sondern mit einem deutlichen Vorsprung von 300 Punkten. Valverde, der damals noch bei ihnen fuhr, gewann die ProTour-Einzelwertung.
Dieses Jahr ist es ruhiger geworden um die Equipe aus Spanien, Valverde ist weg, ein trotzdem recht junger Kader wird aufgebaut, es bleibt abzuwarten, ob die Saison 2005 bei Liberty Seguros noch zu toppen ist.



Der Kapitän
[img]http://www.cyclingphotography.co.uk/images/basso-ivan001.jpg[/img]
Ivan Basso
Der Italiener gilt als einer der größten Kletterer der Radsportneuzeit, zudem ist er ein recht guter Zeitfahrer. Nachdem Lance armstrong zurückgetreten ist, will Basso in die Fußstapfen des Amerikanischen Tourdominators treten. die Frage ist nur: Werden sich starke Fahrer wie Garcia Quesada oder Mancebo mit der Helferrolle zufriedengeben? Oder wird der streit im Team Basso schaden?



Das Team

Kletterer
Ganz klar eines der Prunkstücke des Teams: Ivan Basso, Paco Mancebo und Carlos Garcia Quesada sind drei erstklassige Kletterer, die allesamt eine große ProTour Rundfahrt, Basso sogar eine Grand Tour gewinnen können. Auch Cadel Evans ist ein ausgezeichneter Kletter, Angel Vicioso, Isidro Nozal, Martín Perdiguero, Guido Trentin und mit abstrichen Ruben Plaza gehören ebenfalls zu den großen Stars der internationalen Klettergarde im Radsport. Komplettiert wird dieses Team durch Ivan Parra, der ebenfalls zu den Großen zählt und Danilo di Luca, der auch in den Bergen bereits überzeugen konnte.

Wertung: 19/20


Nord-Klassiker
Hier hat das Team nun nicht mehr die breite Masse an Stars aufzubieten. Der Russe Jekimow hat hier bereits kleinere Erfolge erziehlt, Kurt Asle Arvesen und Rik Verbrugghe können hier fahren, Frank Vandenbroucke konnte es. Nun aber zu den Stars hier, die es auch gibt: Fabian Cancellara und Steffen Wesemann gehören zu den besten Schweizer Radprofis, auf Pavés und im windigen Norden sind sie fast unantastbar in ihrem Land. Auch der zweite Russe des Teams: Ivanov und Roger Hammond kommen auf diesem Gebiet gut zurecht, Weltklasse sind sie beide nicht.

Wertung: 17/20


Hügel-Klassiker
Hier sind wieder starke Fahrer im Kader: Danilo di Luca ist da als Erster zu nennen, aber auch Bertagnolli, Martín Perdiguero, Rik Verbrugghe, Angel Vicioso und Igor Astarloa sind starke Fahrer, die sowohl bei Eintagesrennen, als auch bei Rundfahrten, die sehr hügelig sind gute Platzierungen erreichen. Sergio Paulinho kann hier auch einiges zeigen.

Wertung: 18/20


Sprinter
Naja, hier sicherlich die Schwachstelle des Teams, Cancellara ist ein guter Sprinter; Ciolek, Jurco und Renshaw Talente, Vicioso und Martín Perdiguero die großen Allrounder, die auch hier nach einer langen Bergetappe den Sprint aus einer Gruppe gewinnen können. Roger Hammond ist auch recht stark, aber man sieht niemanden, der einen Massensprint gewinnen könnte. Ein neuer Sprintstar wird überall gesucht, hier findet man ihn nicht.

Wertung: 9/20


Zeitfahrer
6 Zeitfahrmeister im Kader( Ívan Gutierrez,Kurt Arvesen, Ivan Basso, Janez Brajkovic, Fabian Cancellara, Sergio Paulinho), das sagt viel aus! Dazu noch Ruben Plaza, Martín Perdiguero, Angel Vicioso, Rik Verbrugghe, Isidro Nozal, Wjatscheslaw Jekimow, Marzio Bruseghin und Paco Mancebo, der zumindest für ein Teamzeitfahren eine große Stütze ist. Man muss nicht viel dazu sagen: In jedem Zeitfahren, an dem sie teilnehmen, müssen sie einen Topfavoriten haben.

Wertung: 19/20


Fazit
Starkes Team, Giro, Tour, Vuelta, alle drei GrandTours sind im Bereich des Möglichen! Die ProTour muss zittern.

Gesamtpunktzahl:
8 2 %

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Damiano_Cunego
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Ungelesener Beitrag von Damiano_Cunego » Mo 13. Feb 2006, 20:42

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Alle für Vino

[img]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/a/af/Phonak_TTT_TourdeMed05.jpg/300px-Phonak_TTT_TourdeMed05.jpg[/img]

Das Team Phonak baut ganz auf seinen Kapitän und auf die Tour.Phonak baute seine Equipe zu Saisonbeginn um, aus einem Team mit dem Schwerpunkt nordische Klassiker wurde eine konkurenzfähige Grand Tour Mannschaft.Leute wie Leon van Bon oder Leif Hoste gingen, dafür kamen Kalieber wie Alexander "Vino" Vinokourov, Mauricio Ardila oder Oscar Pereiro.
Das Ziel des Teams ist damit klar: Podiumsplatz für Vinokourov bei der Tour de France.


Der Kapitän

[img]http://www.t-mobile-team.com/cms/tmoteam/property=blobBinary/id=58208.jpg[/img]
Alexander Vinokourov
Vinokourov ist ein wahrer Allrounder.Er kann klettern, zeitfahren und präsentiert sich immer sehr stark bei Klassikern wie Lüttich-Bastogne-Lüttich oder Amstel Gold Race.
Der Kasache hat das Potential und die Reife eine drei wöchige Rundfahrt zu gewinnen.Er kann mit den besten am Berg mithalten, sie im Zeitfahren eventuel sogar schlagen.Aber wenn ein gutes Endergebniss rauskommen soll, dann muss er konstanter werden.Ein schwacher Tag hat ihm schon die Tour 2005 verdorben und dazu soll es nicht wieder kommen, dafür hat man gesorgt.Ob er bei den Klassikern dieses Jahr ganz so gut wie im letzten Jahr abschneidet ist fraglich, denn wenn man die Tour gewinnen will, muss man Prioritäten setzen.


Das Team

Kletterer
Das Team besitzt ein Maß an guten Kletterern.Fahrer wie Oscar Pereiro, Jörg Jaksche, Mauricio Ardila, Marcos Serrano oder Alex Vinokourov sind stark genug um einen Jan Ullrich oder einen Ivan Basso am Berg abzuhängen bzw. kräftig ins schwitzen zu bringen.Ausserdem besitzt das Team mit Xabier Zandio,Inigo Cuesta,Angel Gomez und Inigo Landaluze zwei zusätzlich gute Bergfahrer, die zwar nicht das Niveau der vorher genannten haben, aber durchaus für eine Überraschung sorgen können.
Damit ist das Team zwar nicht so stark besetzt wie zum Beispiel Liberty Seguros, aber durchaus konkurenzfähig.

Wertung: 17/20


Nord-Klassiker

Hier ist das Team schwach besetzt.Mit Nico Eeckhout existiert nur ein Fahrer der konkurenzfähig ist, aber sicher keine weltklasse Fähigkeiten besitzt, zudem ist er auch nicht mehr der jüngste.Etwas Unterstützung ist vorhanden, aber mit verlaub, ohne gestandende Qualität.Jimmy Engoulvent, Benoît Joachim oder Johann Vansummeren können Rennen wie Paris-Roubaix zwar meistern, aber sicher nicht ganz vorne beenden, ausser evtl. Joachim, aber dazu bedarf es einen guten Tag und viel Glück.Insgesamt ist das Team hier schwach besetzt und maximal in der Lage einen TOP 10 Platz zu erreichen.

Wertung: 9/20


Hügel-Klassiker

Mit Kroon,Vinokourov und Jaksche hat das Team drei Fahrer die auf dem Podium landen können.Dafür fehlt es an guten Helfern (wenn man Jaksche als Kapitän ansieht).Jedoch ist ein Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich oder Amstel Gold Race nicht auszuschließen.Mit den drei oben genannten Fahrern hat man gute Chancen und genug Vielseitigkeit um solche Rennen zu gewinnen.Mit Vinokourov und Jaksche besitzt man zwei explosive Fahrer und mit Kroon einen gewieften Taktiker.Insgesamt ein Team mit starken Kapitänen, aber ohne Helfer.

Wertung: 15/20


Sprinter

Phonak hat sich auch in diesem Bereich maßgeblich verstärkt.Robert Förster und Angelo Furlan sind die Spitzen im Sprintberreich der Mannschaft, unterstützt von dem jungen Niederländer Hans Dekkers, der ebenso in der Lage ist ein/e Rennen/Etappe zu gewinnen.
Zusätzlich verfügt Phonak über einige Anfahrer wie zum Beispiel Giovanni Lombardi, Marco Milesi, Viktor Rapinski oder Victor Hugo Pena.Für einen großen Sieg bei Mailand-San Remo oder Tirreno Adriatico wird es vielleicht NOCH nicht reichen, aber das Team hat in diesem Bereich eine gute Perspektive und wird sicher einige Siege in dieser Saison einfahren.

Wertung: 14/20


Zeitfahrer

Nur ein amtierender Zeitfahrmeister in diesem Team ist doch etwas zu wenig.Mit Alexande Vinokourov und Victor Hugo Pena verfügt man über zwei exelente Zeitfahrer aber über mehr nicht.Vielleicht wäre noch Jörg Jaksche zu erwähnen, aber an einen Vinokourov kommt er nicht an.In diesem Bereich ist das Team leider nicht besonders gut aufgebaut.

Wertung: 9/20


Fazit

Phonak hat sich hier ein reines Tour Team aufgebaut, mit dem Schwerpunkt Berg.Sie sind in der Lage eine Grand Tour in den TOP 5 zu beenden aber auch einige Berg- und Flachetappe zu gewinnen.


Gesamtpunktzahl:

64 %
#Landbouwkrediet4ever

2005-2006 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Landbouwkrediet - Colnago
2007-2008 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Landbouwkrediet - Tönissteiner
2009 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Landbouwkrediet - Colnago
2010-2011 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Landbouwkrediet
2012 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Landbouwkrediet - Euphony
2013 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Crelan - Euphony
2014-2015 [img]https://radsim05.de/images/flags/usa.png[/img] Trek Factory Racing
2016-2017 [img]https://radsim05.de/images/flags/usa.png[/img] Trek Factory - Segafredo
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Damiano_Cunego
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Ungelesener Beitrag von Damiano_Cunego » Di 14. Feb 2006, 22:10

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Mission Toursieg - alles oder nichts

[img]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/1b/Henninger_Turm-2005-T-MOBILE_TEAM.jpg/240px-Henninger_Turm-2005-T-MOBILE_TEAM.jpg[/img]

Das Team T-Mobile konzentriert sich diese Saison komplett auf Jan Ullrich und den Toursieg.Der Kader wurde neu gestaltet und perfekt auf Jan Ullrich zugeschnitten.Das Ziel: der Toursieg. Ausserdem baut das Team noch auf die Vuelta Espana, wo man mit Haimar Zubeldia den 7. des letzten Jahres unter Vertrag genommen hat.


Der Kapitän

[img]http://thethao.vietnamnet.vn/dataimages/original/images291071_ullrich.jpg[/img]
Jan Ullrich
Der Toursieger von 1997 gehört zu den besten Rundfahrern der Welt.Der Deutsche ist ein hervorragender Zeitfahrer und ein guter Kletterer, der aber das ein oder andere Mal einen Ivan Basso ziehen lassen musste.Er wird sich wahrscheinlich voll auf die Tour de France konzentrieren um dort seinen 2. Toursieg zu feiern.Die Chancen stehen gut, da er erfahrene und starke Leute wie Santiago Botero, Michele Scarponi,Carlos Sastre oder Oscar Sevilla an seiner Seite hat.Jedoch hat auch er oft einen schlechten Tag und verliert an solchen viel Zeit.Wenn er solche "Blackouts" abstellen kann, wird er es wohl gute Chancen bei der Tour 2006 haben.


Das Team

Kletterer
Einige gute Bergfahrer sind bei der Mannschaft von Killer_Joe zu finden.Santiagio Botero, Carlos Sastre, Michele Scarponi, Oscar Sevilla, Jan Ullrich oder Georg Totschnig sind absolute Weltklasse am Berg und sind ganz klar in der Lage der Konkurenz das Leben schwer zu machen.Vorallem mit Totschnig, Sastre, Sevilla und Ullrich hat man vier potentielle Grand Tour Kapitäne.Neben den oben genannten Fahrern sind ausserdem noch Peio Arrentunandia, Koldo Gil und Haimar Zubeldia zu beachten.Die drei könnten das Rückrat bei der Tour oder der Vuelta bilden, und als Etappenjäger dienen.Zudem hat das Team noch mit Kristijan Fajt, Tomasz Nose und Tomas Konecny drei, zum Teil junge, die bei kleineren Rundfahrten eine Rolle spielen können.Ein insgesamt enorm starker Abschnitt des Teams, der das Prädikat ,,ausergewöhnlich`` verdient.

Wertung: 20/20


Nord-Klassiker

Hier hat das Team absolut keinen der Erfolge erzielen könnte.Eventuell ein Andris Naudzus, aber auch dies erscheint doch unwahrscheinlich.

Wertung: 1/20


Hügel-Klassiker

Hier ist das Team auch nicht optimal besetzt.Zwar hat man mit Mathias Kessler einen exelenten Fahrer für diesen Renntypus aber in der Breite fehlt die Qualität bzw. Unterstützung.Michele Scarponi gilt als großes Talent für solche Rennen und könnte mit Kessler ein gutes Duo bilden, aber dazu bedarf es TOP-Form und die könnte fehlen, wenn Scarponi zwei Grand Tours fahren soll.Ricardo Serrano, Tomas Konecny und Peio Arreitundia könnten hier als (Edel-) Helfer dienen, aber ob sie dazu stark genug sind ist fraglich.T-Mobile hat sich hier mit zwei Kapitänen eine günstige Ausgangssituation verschafft, aber zu wenig gute Helfer.

Wertung: 13/20


Sprinter

Auch nicht gerade weltklasse besetzt, aber mit Perspektive.Diese Perspektive heisst Enrico Gasparotto und kommt aus Italien.Der 23-jährige könnte am Anfang einer großen Karriere stehen und wird sicher einige Erfolge verbuchen können.René Haselbacher und Andris Naudzus kompletieren die Sprintergarde, obwohl sie sicher nicht Siegesgaranten sind.TOP 10 Platzierungen sind drinn, bei kleineren Rundfahrten eventuel ein Podiumsplatz, mehr nicht.
Antonio Bucciero, Graziano Gasparre und André Korff werden sicherlich die Anfahrer für die drei sein.Vor allem Korff gehört zu den renomierten Anfahrern und ist erfahren genug um die entscheidene Lücke für seinen Kapitän zu finden.

Wertung: 10/20


Zeitfahrer

Jan Ullrich und Santiago Botero sind weltklasse Zeitfahrer.Botero war schon Weltmeister, Ullrich bewies schon mehrmals seine Klasse in langen sowie kurzen Zeitfahren.Zudem besitzt man mit Haimar Zubeldia einen weiteren guten Zeitfahrer, der nicht nur im flachen einen guten Platz beim Kampf gegen die Uhr erreichen kann.Danach folgt erstmal lange nichts,weiter mittelmäßge Zeitfahrer sind Iker Camano, Tomasz Nose und Thomas Ziegler, welche aber Erfolge bei kleinen Rundfahrten feiern werden können.
Hier ist das Team stark besetzt, aber leider nicht so stark wie Liberty.

Wertung: 17/20


Fazit

Das Team ist auf dreiwöchige Rundfahrten ausgelegt und wird da auch seine Erfolge einholen können, bei Klassikern wie Paris-Roubaix wird nichts zu holen sein und bei Flachetappen nur wenig.Hauptaugenmerk wird sicher die Tour de France und die Vuelta Espana sein, und dort werden sie sicher auf eine Podiumsplatzierung fahren.


Gesamtpunktzahl:

61 %
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2005-2006 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Landbouwkrediet - Colnago
2007-2008 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Landbouwkrediet - Tönissteiner
2009 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Landbouwkrediet - Colnago
2010-2011 [img]https://radsim05.de/images/flags/bel.png[/img] Landbouwkrediet
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Toursieger Ullrich
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Ungelesener Beitrag von Toursieger Ullrich » Mi 15. Feb 2006, 20:15

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Ausgeglichenheit heißt die Devise

Mit vielen jungen Fahrern, aber auch erfahrenen Haudegen geht CSC in die neue Saison. Während die Stütze des Teams, Erik Zabel schon im betagten ist, hat man auch viele junge Fahrer im Kader. Patrick Sinkewitz und Fillippo Pozzato sind hierbei das stärkste Beispiel. Doch es fehlt der große Rundfahrtkapitän, den man ehemals mit Basso hatte.



Der Kapitän
[img]http://www.telegraph.co.uk/sport/graphics/gallery/cycling/jersey/utour12.jpg[/img]
Erik Zabel
Der alte Haudegen stieß neu zum Team CSC von T-Mobile hinzu. Während er letztes Jahr bei der Tour de France nicht teilnehmen durfte, wird er diesmal sicherlich wieder mit dabei sein. Mit Van Heeswijk steht zwar noch ein zweiter starker Sprinter im Kader von CSC, doch der wird bei der Tour Zabel sicherlich nicht die Kapitänsrolle streitig machen. Mit Colli, Pozzato, aber auch Vaitkus stehen junge Sprinter dahinter, die ihm sicherlich einen guten Zug bescheren können. Auch in den Nordklassiker wird er in einer Hauptrolle sein, da wird er neben Hoste wohl der Kapitän sein. Aber auch Rennen wie das Amstel Goldrace, kann er gut abschließen. Er bekommt die Kapitänsrolle, da er anderst als Rasmussen das ganze Jahr über hinweg Siege erringen kann und auf vielen Terrains erfolgreich sein wird.


Das Team

Kletterer
Rasmussen ist hier der stärkste. Er trumpfte letztes Jahr groß auf bei der Tour, ein ähnliches Jahr ist wieder zu erwarten. Ein Podestplatz bei der Tour ist drin, allerdings nur, wenn er seine akute Zeitfahrschwäche überwindet. Fothen ist ein weiterer guter Rundfahrer. Sinkewitz ist wohl im ganz hohen Hochgebirge noch nicht ganz so stark, was man am Rettenbachferner, aber auch bei der Tour de France und der Tour de Suisse beobachten konnte. Er ist wohl eher bei Hügeln und mittelschweren Anstiege in der Lage zu gewinnen. Mit Rubiera steht noch ein weiterer Kletterer im Team, doch dessen jüngste Ergebnisse waren mehr als ernüchternd und von alter Klasse war wenig zu sehen. Trotz dessen ist ihm aber sicher noch einiges zuzutrauen. Bei GTs wird man, abgesehen von Rasmussen, wohl nicht ganz vorne landen können, mehr wie Top10 wird für keinen der 3 drin sein, für Sinkewitz eher weniger. Horner ist als weiterer Kletterer zu nennen, doch der ist schon 35 und könnte abbauen. Bei GTs kann man von ihm nichts erwarten, bei der Tour de Suisse zum Beispiel ist ein Platz zwischen 5 und 10 drin sein. Botcharov hat man noch im Team, doch der hatte 2005 ein rabenschwarzes Jahr. Alles in allem ein gutes Team.

Wertung 14/20

Nord Klassiker
Zabel und Hoste heißen hier die Speerspitzen. Ein Sieg wird wohl nicht drin sein, aber unter den Top 5 können beide stoßen, wobei man Hoste ein wenig mehr zutrauen kann. Auch Max van Heeswijk sind gute Plätze zuzutrauen, doch der wird sich wohl in den Dienst seinen beiden Kapitänen stellen. Auch Goussev ist ein guter Mann für die Klassiker. Um Rang 10 kann auch er landen. Mit den 4 hat man ein sehr gutes Team auf den Pavées von dem man sehr gute Plätze erwarten kann, aber wohl eher keine Siege.

Wertung 15/20

Hügel Klassiker
Sinkewitz sollte hier der Kapitän sein. 6 und 7 war er letztes Jahr beim Flèche Wallone und Amstel Gold Race. Das kann er dieses Jahr sicher wiederholen, auch eine Steigerung ist möglich. Doch der einzige im Team ist er nicht, der Hügel schnell hochkommt. Pozzato ist an erster Stelle zu nennen. Er wird wohl weniger in den Ardennen auftumpfen, eher im Sommer, unter anderem bei den Vattenfall Cyclassics und in Italien. Auch Aerts war mal ein großer. Doch in den letzten Jahren hat er an den kurzen Steigungen wenig gezeigt. Doch dahinter fehlt es, hier ist die Dichte nicht sehr hoch. Fällt einer der beiden aus, sieht es mau aus. Sind die beiden fit, werden wir gute Plätze in den Ardennen und bei den Klassiker im Sommer sehen.

Wertung 12/20

Sprinter
Zabel und Heeswijk sind hier die Asse. Zabel ein Garant für sichere 2 und 3 Plätze, ein Ausrutscher ist bei ihm nie in Sicht, nur der große Sieg auch selten geworden. Punktetrikots, Etappensiege oder auch Klassikersiege sind trotzdem weiterhin drin. Auch bei Klassikern mit anspruchsvolleren Profilen, wenn auch nicht beim Giro di Lombardaia oder bei der Doyenne. Van Heeswijk ist immer gut für einen Sieg. Bei der Eneco Tour könnte er wieder brillieren. Dahinter die jungen Colli und Pozzato. Auch hat man mit Tizziano D'All Antonia noch ein junges hoffnungsvolles Talent in diesem gebiet. Mit diesen Sprinter ist sehr viel drin, von Milan San Remo über die Tour bis zu Paris-Tours.

Wertung 17/20

Zeitfahrer
Fothen ist hier der stärkste. Als hoffnungsvolles, junges Talent kann man da viel von ihm erwarten. Doch auch Gussev und Hoste sind gute Zeitfahrer. Nur der absolute Topmann fehlt eben und auch die breite ist nicht so wirklich vorhanden. Doch gute Ergebnisse werden wir sicher sehe.

Wertung 11/20

Fazit
Das Team ist ein Allrounder Team mit Fahrer für alle Profile. Man kann überall ganz weit vorne landen, nur hat man nicht DEN Topmann auf den jeweiligen gebieten. Man kann aber überall Punkten, von den Frühjahrsklassiker über die Rundfahrten, bis zu den Spätsommer und Herbstklassiker. Doch mit dem Spitzenreiter Liberty Seguros kann man nicht mithalten. Doch dafür hat man viele junge Talente im Team(Sinkewitz, Fothen, Colli, Pozzato, Scheuneman)

Fazit: 69%

Totschnig23
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Ungelesener Beitrag von Totschnig23 » Do 16. Feb 2006, 13:08

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Back to the roots

[img]http://www.lampre-fondital.com/img/squadra/foto1.jpg[/img]

Der Sieger des „best of the rest“ der letzten Pro Tour, auf Deutsch: Zweiter hinter dem übermächtigen Team Liberty Seguros, greift auch heuer wieder an. Aber man hat wieder zurück zur eigenen Nationalität befunden, nachdem im letzten Jahr noch eine spanische Armada für Lampre auf dem Sattel saß sind nun die Italiener Bennati und Savoldelli die neuen Kapitäne. Das Ziel hat sich aber nicht verändert: Der Girosieg! Nachdem man ihm letzten Jahr mit 3 Topfavoriten „nur“ die Plätze 3, 5 und 6 einfuhr, spezialisiert sich das Team heuer auf einen Mann: Paolo Savoldell. Ihm wird ein starkes Team zur Seite gestellt mit dem der Sieg sicher im Bereich des Möglichen liegt, aber das Team ist insgesamt ausgeglichener geworden. Mit Leuten wie Benatti, Freire oder Kirchen ist man bei Klassikern und mit den ersteren Beiden natürlich auch in Massensprints brandgefährlich.


Der Kapitän
[img]http://img454.imageshack.us/img454/9301/savodelli4yf.jpg[/img]
Für ein italienisches Team ist und bleibt der Girosieg das Non-Plus-Ultra. Dafür soll der Falke Paolo Savoldelli sorgen. Mit Cioni, Mazzoleni und Sella werden ihn richtig starke Helfer unterstützen, die sich wahrscheinlich bedingungslos in seinen Dienst stellen werden. Ob er Ende Mai wie schon 2002 (siehe Bild) den Pokal in Händen halten darf, werden wir sehen. Bis dahin muss er teamintern wohl Bennati und Freire den Vortritt lassen


Das Team

Kletterer
An der Spitze steht hier wie schon oft angesprochen Savoldelli. Hinzu kommen Sella, Mazzoleni,Cioni und Franceso Bellottti. Die sich aber wohl eher in den Dienst des Falken stellen müssen. Aber auch außerhalb Italiens wird man sicher das eine oder andere gute Ergebnis einfahren können. Alberto Contador ist bei spanischen Rundfahrten einiges zuzutrauen und auch Kim Kirchen wird sich sicher immer wieder ganz vorne zeigen. Beat Zberg ist in der Schweiz (Tour de Romandie, Tour de Suisse) vorne zu erwarten.
Alles in allem ein gutes Team, dem aber die Dichte von T-Mobile oder Liberty fehlt

Wertung: 16/20


Nord - Klassiker
In diesem Bereich konnte mit Danielle Bennati eine bis dato große Schwäche zumindest annähernd behoben werden. Er kann bei Rennen wie K-B-K, dem Hot Volk oder sogar Gent-Wevelgem sicher um den Sieg mitfahren oder eher sprinten. Helfer? Pinotti, Fornaciari, Righi und Loddo haben vielleicht die Klasse Rennen wie Paris-Roubaix zu beenden, mehr aber wohl kaum. Oscar Freire und Fabio Sacchi ist vielleicht ein gutes Ergebnis bei der Flandern Rundfahrt zuzutrauen
Mit Bennati hat man hier immerhin einen Siegfahrer, aber besonders Paris-Roubaix wird Manager Rasmussen Kopfzerbrechen bereiten. Unbestritten die Schwachstelle des Teams.

Wertung: 8/20


Hügel-Klassiker
In Italien wird der Weg sicher über Lampre führen. Eddy Mazzoleni, Emanuelle Sella, Kim Kirchen, Fabio Sacchi und Lorenca Bernucci sind alle für Siege gut. Mit Oscar Freire und Kim Kirchen hat man aber auch 2 Leute von internationalem Weltklasse Format im Team. Die Beiden können vor allem bei den Adrennen und bei den Vattenfall Cyclassics Spitzenresultate erzielen. Mit Beat Zberg, Gorazd Stangelj, Santo Anza und Matteo Carrara hat man weitere Leute im Team die zumindest bei 2.klassigen Rennen vorne landen können.
Insgesamt ist Lampre auch hier stark besetzt, vor allem in Italien werden sie wohl viele Topergebnise einfahren.

Wertung: 17/20


Sprinter
Vielleicht die neue Domäne der Italiener. Mit Daniele Bennati und Oscar Freire hat man 2 absolute Weltklassesprinter im Team, die zwar nicht mit Boonen und Petacchi mithalten können aber gleich danach kommen, falls Freire in Topform ist/kommt, hinter dem auch heuer wieder ein großes Fragezeichen steht. Über mangelnde Unterstützung können sie die Beiden nicht beklagen. Mit Velo und Sacchi hat man Petacchi den halben Zug weggekauft und die Beiden haben schon oft genug bewiesen, dass sie wissen wie sie ihren Kapitän zu Siegen ziehen. Pinotti, Righi und Quinziato sind Leute die den Zug perfekt auf die letzten Kilometer bringen können. Mori und Kirchen können in Massensprints sicher auch gute Resultate erzielen, wobei ihnen eher hügelige Etappen/Rennen entgegen kommen.

Wertung: 18/20


Zeitfahrer
Mit Savoldelli, Quinziato, Velo, Pinotti und Cioni hat man fast die gesamte italienische Zeitfahrelite im Team. Das Teamzeitfahren beim heurigen Giro d’Italia wird Lampre also keine großen Sorgen bereiten. Mit Alberto Contador hat man einen weiteren starken Zeitfahrer im Team. Auch Kim Kirchen und Michael Blaudzun können sich auf diesem Gebiet mithalten. Aber einen Siegfahrer sucht man bei Lampre wohl vergeblich. Bester Beweis dafür: Mit Blaudzun steht nur ein Zeitfahrmeister im Kader, der international aber auch nicht mit den Besten mithalten kann. Insgesamt Durchschnitt mehr nicht.

Wertung: 12/20


Fazit:
Ein Team das eigentlich überall gut besetzt ist, ohne besondere Stärken und Schwächen, wobei diese im Bereich der Nordklassiker doch vorhanden ist, im Vergleich zu T-Mobile hat man hier aber ein Weltklasseteam zur Verfügung. Die absoluten Stars sucht man bei Lampre aber vergeblich. Trotzdem steht ihnen wohl eine erfolgreiche Saison bevor.
<span style="font-size:12pt;">
72%


Toursieger Ullrich
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Ungelesener Beitrag von Toursieger Ullrich » Do 16. Feb 2006, 22:35

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Mission Grün
[img]http://www2.raisport.rai.it/news/eventi/tour2001/200107/12/3b4dbb8a057cc/tourOK.jpg[/img]

Ein junges Team strebt nach höherem. Man erwarb sich die Pro Tour Lizenz und gehört nun zu den 12 besten Teams der Welt. Und sind nun dort vertreten wo sie schon letztes Jahr waren, in der Weltspitze. Neben dem Kapitän Hushovd und dem alten Moreau, bilden hauptsächlich junge Fahrer die Säulen der Mannschaft. Eisel, Gomez Marchante, Geslin und Kashechkin, dass ist die Zukunft. Die Tour ist das Saisonziel der Truppe, dass sieht man auf den ersten Blick. Hushovd fürs Grüne, Moreau fürs gepunktete. Erfolgreich wird die Équipe dort auf alle Fälle sein.



Der Kapitän
[img]http://www.nrk.no/img/484215.jpeg[/img]
Thor Hushovd
Der Norweger ist ohne Zweifel der Kapitän der Mannschaft. Die Tour wird wieder sein Saisonhöhepunkt drastellen um sein Grünes Trikot verteidigen zu können. Er hat einige gute Anzieher im Team. Doch mit den stärksten Sprinter kann er nicht ganz mithalten. Petacchi und Boonen sind sicher nicht langsamer als er, doch er macht es über die gleichmäßigkeit. Da er mit der stärkste Bergfahrer unter den Sprinter ist, holt er auch an bergigeren Tagen noch ein paar Punkte. Und dazu gehört er zu den konstanten, Aussetzer sieht man bei ihm selten. Das macht ihn zum heißen Favoriten auf das Grüne. Die Unterstützung seiner Mannschaft hat er sicher.



Das Team

Kletterer
Ein paar gute hat man hier schon aufzubieten. Danielson, Moreau, Gomez Marchante und Kashechkin sind hierbei die stärksten. Jeder der 4 kann in die Top 10 bei einer GT, jeder kann jederzeit eine Bergetappe gewinnen. Für ganz vorne reicht es zwar nicht, aber doch für die Plätze dahinter. Bei jeder GT wird ein Kapitän verfügbar sein. Und bei den kleineren Rundfahrten der Pro Tour wird man mit ihnene ebenfalls in den Pro Tour Punkte landen können. Speziell Danielson, Kashechkin und Gomez Marchante sind noch jung und können sich noch verbssern, während bei Moreau der Zahn der Zeit nagt. Hinter den 4 hat man noch mit Pineau und Samuel Sanchez 2 weitere Talente. Auch Fritsch kann man hier noch nennen. Letzterem kann man aber nur bei kleinen Rundfahrten was zutrauen.

Wertung: 15/20


Nord-Klassiker
Mit Flecha hat man hier einen hervorragenden Kapitän, dem alles zuzutrauen ist. Sogar der Sieg bei Paris-Roubaix könnte möglich sein. Devolder ist ebenfalls ein Top 10 Mann hier und ein Siegaspriant beim Omloop Het Volk etwa. Hoj ist ebenfalls ein starker. Auch Hushovd ist zu beachten. Mit Roj Sentjens steht ein weiterer Helfer zu Verfügung. Mit diesem Team reist man zu der Ronde und Paris-Roubaix mit großen Ambitionen.

Wertung 16/20


Hügel-Klassiker
Hier sieht es schon ein wenig schlechter aus. Man hat zwar einige gute Fahrer aufzubieten, allerdings keinen Siegesaspirant. Der stärkster ist Samu Sanchez, der 5 letztes Jahr bei der Züri Metzgete war. Flecha und Geslin kommen beide zwar gut über Hügel drüber, aber bei den Ardennenklassiker sind sie nicht dabei. Ihre Rennen liegen eher im Sommer und im Herbst, Vattenfall Cyclassics und die Züri Metzgete zum Beispiel. Für Davis gilt dasselbe wie für Geslin. Pineau ist noch ein Talent auf dem Gebiet.

Wertung: 12/20


Sprinter
Hushovd ist hier nicht der einzige. Eisel ist ein weiterer starker Sprinter, der für Siege sorgen wird. Mit Hinault und Geslin hat man noch 2 junge schnelle Männer im Team. Die beiden werden eher in der Kontinental Tour vorne zu sehen sein. Damit ist man gerüstet für die Rundfahrten. Zudem noch die bereits arrivierten Davis und Wrolich. Davis, der auch auf schwierigem Parcours klasse sprintet, ist ein Topsprinter. Wrolich ein Mann für gute Plätze. Damit gehört man im Sprintbereich zu den bestaufgestellten Teams überhaupt.

Wertung 18/20


Zeitfahrer
Moreau, Danielson und Devolder sind hier die stärksten. Auch Piil und Roberts sind gute Zeitfahrer. Man hat zwar keinen, der in einem Zeitfahren sieht, aber bei den Rundfahrten verschaffen sie sich schon mal eine gute Ausgangsposition. Moreau und Danielson in den GTs, die anderen eher bei flacheren, kleineren Rundfahrten.

Wertung 12/20


Fazit
Ein Team, dass auf allen Ebenen punkten kann. Zwar nicht mit dem stärksten auf den einzelnen Gebieten, aber überall ist man weit vorne dabei. Es gibt kein Rennen wo man sagen kann, sie könnten nicht vorne mit dabei sein.

Gesamtpunktzahl
73%

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Mi 8. Mär 2006, 13:58

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Oranje Power groß im Kommen!
[img]http://www.zottegem.be/GPZottegem/images/stories/2005/Rabobank.jpg[/img]

Bei der Wahl zum Team des Jahres 2005 konnte Rabobank sich den zweiten Rang hinter dem übermächtigen Liberty Seguros Team sichern. Der Manager von Liberty Seguros hat gewechselt, Rabobank konnte seinen Manager behalten, die Strategie wird also weiter gleich bleiben: Tom Boonen als absoluter Superstar im Team, Boogerd, Menchov und Caucchioli als Rundfahrer, der Kader bleibt stark, kaum Veränderungen, wird es dieses Jahr eine Wachablösung in der ProTour-Wertung und auch in der Frage nach dem stärksten Team geben?


Der Kapitän
[img]http://eltiempo.terra.com.co/depo/cicl/noticias/IMAGEN/IMAGEN-2545026-0.jpg[/img]
Tom Boonen

Einer der vollkommensden Fahrer im Radsport. Er kann sprinten, zeitfahren, Kopfsteinpflaster-Passagen bewältigen. Kurz, der ideale Mann für flache Etappen und Rundfahrten. In der Vorbereitung hat er vor allem seine Sprintfähigkeit verbessert, aber trotzdem nichts von seiner Klassikerfähigkeit eingebüßt.
Bei der Tour de France wird er dieses Jahr wohl der Sprinter sein, den zu schlagen es gilt. Mit Alessandro Petacchi wird er sich hoffentlich packende Duelle liefern.


Das Team

Kletterer
Mit Menchov, Caucchioli und Weening hat man hier drei große Spezialisten, aber das gesamte Team hat sehr viele Allrounder, so dass Kolobnev, Raisin, Boogerd, Merckx, mit Abstrichen auch Th. Dekker, Posthuma und Vandevelde allesamt hier was reißen können, bei topbesetzten Rundfahrten werden s wohl nur die ersten drei sein, aber gerade in der Continental tour können sich Dekker oder Posthuma sicher beweisen.

Wertung: 13/20


Nord-Klassiker
Eine der Stärken des Teams: Leon van Bon und Tom Boonen sind unangefochtene Weltspitze. Aber hier ist es vor allem die Breite der Fahrer, die die Stärke des teams ausmacht, mit Hilfe der vielen guten Fahrern kann man viel gutmachen, denn "gute" Fahrer werden wohl kaum ProTour-Rennen gewinnen. Und mit Boonen und van Bon hat man die Fahrer dafür im Kader, auch Michael Boogerd kann hier ein Rennen weit vorne beenden. Steven de Jongh ist auch ein guter Klassikerfahrer, er kann sicher bei Paris Roubaix wertvolle Hilfe für Boonen sein. Aber der gesamte Haufen von Holländern und Belgiern ist hier gut zu erwähnen. Herausheben wollen wir noch einmal Gerben Löwik, der als Allrounder auch auf Pavés eine gute Figur macht. Aber auch ein Wauters hat schon zahlreiche Erfolge erringen können.

Wertung: 16/20


Hügel-Klassiker
Kolobnev, Allroundtalent Boogerd, Th. Dekker, Gerben Löwik, Axel Merckx, Cristian Moreni und Matt Hayman sind hier die stärksten Vertreter des Teams, Gerade Boogerd gehört zu den Fahrern die bei den Ardennenklassikern immer wieder ganz nach vorne fahren konnten. Die anderen müssen ihre Stärke hier noch beweisen. Aber Potential hat das Team ganz klar und auch andere Fahrer haben ihr Können hier schon aufblitzen lassen.

Wertung: 15/20


Sprinter
Auch hier natürlich eine ganz starke Fraktion. Tom Boonen, der absolute Star des Teams, zusammen mit einem weiteren Supersprinter Fred Rodriguez bilden das starensemble des Rabobank-Sprinterteams. Ergänzt werden sie durch de Groot, den Bakker, de Jongh und Trenti. Aber es gibt viel mehr Fahrer, die hier Sprinten können: Denn ein Großteil des Klassikerteams verfügt über eine hohe Endschnelligkeit, so dass die breite Masse des Teams gute Qualitäten hier besitzt.

Wertung: 17/20


Zeitfahrer
Auch hier eine gute Breite an starken Fahrern, allen voran natürlich Dennis Mencohv und Thomas Dekker, aber auch Posthuma, Wauters, der amtierende Zeitfahrmeister Belgiens, die beiden Aussies bei kurzen Zeitfahren, sowie Vandevelde, Raisin, Grabsch, Axel Merckx und bei Prologen auch Tom Boonen sind gute Zeitfahrer, hier kann man gerade in Hinblick auf ein Teamzeitfahren einiges erwarten, aber keinen Sieg, denn "nur" drei Topzeitfahrer reichen hier einfach nicht, aber wer weiß?

Wertung: 15/20


Fazit
Ein Team mit kaum Topleuten, aber einer unglaublich breiten Teamstärke, talentierte und alteingesessene Fahrer ergänzen sich prima, Denis Menchov ist ein Superkletterer, Tom Boonen ein weltklasse Sprinter, diese beiden bilden mit Boogerd das Grundgerüst, das Team ist nur schwer zu schlagen, es gehört selbst in der ProTour zur Spitze des Feldes.

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76 %

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Mo 3. Apr 2006, 14:26

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Das Jahr EINS nach Lance dem Großen
[img]http://media.collegepublisher.com/media/paper410/stills/v8u2k37g.jpg[/img]

Er ist nicht mehr da und stellt doch das Team in den Schatten, er fährt nicht mehr und irgendwie fährt er doch noch mit. Die Rede ist, es ist allen klar und trotzdem muss es einfach nochmal gesagt werden von Lance Armstrong. Der ist Ende letzter Saison abgetreten, aber weg ist er nur von den Straßen Europas, den in allen Köpfen von Radsport-Fans ist er noch da. Und dieses Jahr sollen 28 Fahrer ihn vertreiben, wer von seinen potentiellen Nachfolgern das schaffen könnte, werden wir vielleicht nach diesem Teamcheck wissen.


Der Kapitän
[img]http://24ur.com/media/images/extra/Jul2005/6051355.jpg[/img]
George Hincapie
Wer ist der Star bei Discovery Channel? Ist es der junge Ukrainer Popovych? Der von Lance (da ist er schon wieder) zu Discovery geholt wurde. Als sein Nachfolger, wie viele vermuten? Oder ist er es noch nicht und Floyd Landis ist der wirkliche Kapitän? Oder Bobby Julich? Oder Stefano Garzelli? Juan Ma. Garate? Damiano Cunego!?
Sicher viele große Fahrer im Team, aber wer von ihnen ist der klare Kapitän, wenn es in die Berge geht? Einer von diesem Team wird es nicht sein. Wenn es in die Berge geht, auf den Ventoux oder nach Alpe d'Huez, dann werden andere die Führung übernehmen. Oder nach Pla-d'Adet. Momentmal, Pla-d'Adet? Da war doch was, 2005. Als er, der Helfer für Lance Armstrong, der sonst nur zweimal im Frühjahr (Flandern, Roubaix) zeigen darf, was er drauf hat, fuhr plötzlich zur besten Radsportzeit auf der Königsetappe der Tour de France allen davon und holte sich, nicht ganz der große Sportsmann, den Etappensieg.
Das ist allerdings nur ein kleiner Teil dieses Allrounders. Denn er kann auch Zeitfahren, Hügel ersprinten, Kopfsteinpflaster und mit diesem besetzte Hellingen bezwingen, und ein bisschen sprinten kann er auch der George Hincapie. Also ist er der beste Mann im Discovery Channel Team. Denn während bei Tour und Vuelta gestritten wird, wer der Kapitän ist, ist diese Frage für Flandern, Paris-Roubaix und Gent Wevelgem schon längst gefallen.


Das Team

Kletterer
Hier sind natürlich die großen Kapitäne, die Stars gefragt, ein Yaro Popovych will dieses Jahr den Durchbruch schaffen, Damiano Cunego hat es schon geschafft, wird er dieses Jahr zum Giro-Sieger? Stefano Garzelli, Floyd Landis, Juan Ma. Garate, sie sind allesamt starke Rundfahrer, aber reine Kletterer gibt es auch, Aitor Osa ist so einer, das Team hat alles nur keine Helfer. Wo ist hier einer, der seinem Kapitän hilft? Bobby Julich ist keiner, der angesprochene Hincapie ist in den Bergen sicherlich so einer, aber reicht das für drei GTs, die mann vorne beenden will? Vogondy wäre gerne so einer, mehr als ein Helfer ist der Franzose aber nicht, Tour-Teilnahme fraglich. Diaz Lobato, Etxe, Green, Kannemayer können auch klettern.
Trotzdem hat man hier große indivduelle Klasse aufzuweisen, bei den GTs wird es schwer sein, dieses Team zu schlagen.

Wertung: 19/20


Nord-Klassiker
George Hincapie als Kpitän ist schon ein starkes Aushängeschild, doch danach? Kaum noch mehr als Füllmaterial. Albasini, Adamsson, Renders, Pedersen kippen nicht bei dem ersten Pflasterstein vom Rad, beim Rest des Teams ist man sich nicht sicher.

Wertung 6/20


Hügel-Klassiker
Geroge Hincapie hat hier wieder, wie immer was zu melden, aber auch ein Großteil der Kletterfraktion kann hier was reißen, David Etxebarria ist allerdings der einzige Fahrer, dem man eine Spezialisierung auf hügelige Klassiker nachsagt. Der zweite Ukrainer Grabovsky kann hier sicher auch in ein paar Jahren bestehen, vielleicht. Die Italiener, fast durchgehend von der Klassikerbank haben auch was zu melden, auch wenn sie eher flache Pisten mögen.

Wertung: 15/20


Sprinter
Ein Spezialist, Martin Pedersen, dazu Jan Renders, Enrico Degano, Charles Dionne , Kirk O'Bee, der sonst auch nichts kann (ist er deswegen auch ein Spezialist?), die vielen Italiener, die auf Grund ihrer Klassiker-Vorbildung nicht ganz langsam im Endspurt sind, dazu noch Alles(-nur-nicht-Zeitfahr)-Könner Cunego. Es ist kein schlechter Kader, für ein Pro-Tour-Team ist es arm.

Wertung 7/20


Zeitfahrer
Bessere Zeiten wieder für Discovery: Floyd Landis, Bobby Julich, Geroge Hincapie, die crème de la crème der US-Timetrailists. Nur Dave Zabriskie fehlt zur Vollkommenheit dieser "Sammlung". Aber mit den beiden Südafrikanern Green und Kannemayer, den Ukrainern Grabovsky und Popovych, Adamsson, Garate, Garzelli, O'Bee (ich bitte um Verzeihung, er kann noch was, auch wenn nicht besonders gut) und gut. Eine vernünftige TRuppe, für ein Teamzeitfahren muss es reichen.

Wertung 18/20


Fazit
Durchwachsenes Team, viele Kletter- und Zeitfahrspezialisten, wenige für Nord-Klassiker, das macht eine deutliche Ausrichtung des Teams auf die GTs klar. Der Einfluss von Lance Armstrong wirkt auch noch nach dessen Rücktritt...

Gesamtpunktzahl
65%

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Di 11. Apr 2006, 14:57

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Davitamon Lotto oder die spanischen Belgier aus Italien
[img]http://www.sportwereld.be/Assets/Images_Upload/NBSW_C2lotto.MM.jpg[/img]

Eine wahre Multikulti-Truppe ist es, die sich bei Davitamon Lotto inzwischen gebildet hat. Neben besagten Spaniern, Italienern, Belgiern tummeln sich auch 2 Schweizer, ein Mexikaner, 2 Niederländer, ein Australier, ein Südafrikaner und und und... Diese Liste lässt sich noch weiter fortsetzen, aber dazu ist dieses Magazin nicht da. In der vergangenen Saison war die Vuelta das Toprennen für dieses Team, dieses Jahr wird sie wohl erneut die einzige Grand Tour sein, die man mit 100% fahren wird. Und das trotz Gilberto Simoni, aber da waren wir ja schon.


Der Kapitän
[img]http://www.roadcycling.com/artman/uploads/simoni_wins_sirotti_001.jpg[/img]
Gilberto Simoni
Der mehrfache Giro-Sieger will dieses Jahr erneut angreifen und seinen Titel vom letzten Jahr verteidigen. Der Giro wird wohl sein einziges Saisonziel sein und er kann sich dank der anderen starken Fahrer in aller Ruhe auf den Giro vorbereiten. Beim Tirreno Adriatico zeigte er bereits, dass er noch nicht alles verlernt hat, es bleibt abzuwarten, ob es beim Giro zum Duell mit Damiano Cunego kommt oder ob jemand anders Gilberto Simoni von seinem vierten Gro-Sieg abhalten kann.


Das Team

Kletterer
Gilberto Simoni ist ein großartiger Kletterer, er alleine kann schon einiges bewegen, aber auch Franco Pellizotti, Alex Moos, Wim van Huffel und Julio Alberto Perez als Helfer für den Giro haben einiges zu bieten. Dieses Team zu schlagen wird schwer beim Giro 2006. Aber auch die viel gerühmte spanische Armada hat einiges in petto. Atienza, Blanco, Bru, Ferrio sind zwar nicht die ganz große Klasse, ein starkes Team sind sie allemal und für den ein oder anderen Etappensieg kommen sie sicherlich in Frage. Dazu kommt noch Koes Moerenhout, sowie der Osteuropäer Baranowski und der zweite Schweizer im Kader Zampieri. Auch der Belgier Brandt ist nicht der schlechteste am Berg.
Alles in allem also viele starke Kletterer, aber nur ein richtig guter, denn weder Pellizotti noch Ferrio kommen auch nur annähernd an die Stärke eines Gilberto Simoni heran.

Wertung: 18/20


Nord-Klassiker
Mit Nico Mattan hat man hier das wohl größte Ego seit Frank Vandenbroucke (fährt der noch?) im Kader. Ohne Zweifel kann Mattan Rennen gewinnen, vielleicht sogar ein ProTour-Rennen, aber ein Teamfahrer ist er nicht, aber so sind sie die Belgier... Und mit Art Vierhouten, Sebastian Rosseler, Geert Steegmans eventuell auch noch Wim VanSevenant, Björn Leukemans und Bart Dockx hat man gute Fahrer, aber keine Kapitäne. Man merkt, dass man seine belgischen Wurzeln noch nicht ganz vergessen hat, aber wirkliche Chancen auf einen Sieg hat wohl nur Nico Mattan.

Wertung: 14/20


Hügel-Klassiker
Viele der Kletterer haben hier auch Chancen, seien es Jon Bru bei der "Klasika" oder Pellizotti und Simoni bei den Italienischen Herbstklassikern, allen voran natürlich die Lombardei Rundfahrt, die das zweite Zielfür die Italiener im Kader sein wird. Hier hat dann auch Ruggero Marzoli seine Chancen, also kein schlechter Kader für die Klassiker, aber einen Boogerd oder Vinokourov sucht man auch hier vergebens. Vielleicht hat man aber mit Geert steegmans den neuen Mann für hügelige Klassiker gefunden, der kann zwar auch ganz gut sprinten, aber dass kann Vino ja auch.

Wertung: 12/20


Sprinter
Isaac Galvez und Robert Hunter führen die Sprintergarde von Davitamon an. Auch Pagliarini sprintet an guten Tagen mal weit nach vorne. Viele der Belgier, allen voran natürlich Geert Steegmans, können sicher ebenfalls sprinten. Vierhouten auch. Ruggero Marzoli ist ein Mann für schwere Ankünfte, wie auch Bob Hunter. Aber den richtigen Topsrinter suchen wir hier vergebens.

Wertung: 11/20


Zeitfahrer
Dariusz Baranowski, Andrea Peron, Rene Andrle, Sebastian Rosseler sind allesamt Zeitfahrspezialisten. Alexandre Moos kann auch gut Zeitfahren, aber die vielen Rundfahrer, so gut sie am Berg sind, so schlecht sind sie leider auch im Zeitfahren, wenn das Team eine Schäche hat, dann hier.

Wertung: 9/20


Fazit
Ein gutes Team mit starken Kletterern, aber auch was die Allround-Fähigkeiten angeht, hat man gute Fahrer im Kader. Dieses Team gehört zurecht zur ProTour, aber bis ganz nach oben istes noch ein weiter Weg.

Gesamtpunktzahl
64%

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Mi 12. Apr 2006, 12:42

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Caisse d'Epargne - Illes Balears: ein Team, zwei Nationen
[img]http://www.t-mobile-team.com/cms/tmoteam/en/archive/pictures/property=blobBigBinary/id=37916.jpg[/img]

Seit dieser Saison gehört das Illes Balears Team zu der Sparkasse aus Frankreich, Caisse d'Epargne. Aber trotzdem wurde der Kader aus spanischen Tagen großenteils erhalten, ein paar Quotenfranzosen sind ebenfalls im Kader, aber der Star ist weder Franzose noch Spanier, der Venezolanische Shootingstar José Rujano führt den Kader an...


Der Kapitän
[img]http://www.bikenews.it/2005/GIRO/TAPPE/19/RUJANO-M.jpg[/img]
José Rujano
Der Zeitfahrmeister von Venezuela wird dieses Jahr wohl die Caisse d'Epargne Truppe bei dem Giro d'Italia anführen. Letztes Jahr konnte er sich immerhin bei der Vuelta, damals noch im Davitamon-Dress auf einem beachtlichen zehnten Rang platzieren. Dieses Jahr kann er beim Giro angreifen, er hat ein gutes Team hinter sich, es bleibt abzuwarten, ob er seine gute Saison 2005 wiederholen kann.


Das Team

Kletterer
Angeführt vom schon genannten Rujano geht ein starkes Kletterteam in die Saison für Caisse d'Epargne. Beim Giro können Mazzoleni, Beppe Guerini, Bruseghin und Codol José Rujano helfen, weit nach vorne zu fahren. Aber auch die anderen Kletterer im Team sind nicht zu verachten: Aitor Gonzalez, Toni Colom, Juan Mercado, Benjamin Noval, Ruben Plaza, Ivan Parra, Aitor Perez und Jesus Hernandez sind allesamt gute Kletterer, aber nur Mercado hat wirklich am Berg die Chance, mit den ganz Großen mitzuhalten.

Wertung: 17/20


Nord-Klassiker
Ja, und sonst so...? Aurelien Clerc könnte, wenn er wollte hier ankommen. Ankommen? Ja, denn nach ganz vorne fahren kann hier niemand. Mondory vielleicht bei kleineren Rennen, aber ob er die Kondition und Ausdauer für die Flandern-Rundfahrt oder Paris Roubaix hat, ist zu bezweifeln. Nicolas Portal ist nicht der schlechteste Fahrer für windige Rennen, er kann kämpfen, aber mehr auch nicht, wenn ein Hincapie oder Hoste geht, kann auch Portal nichts dazu. Ein recht schwaches Trio, wirkliche Erfolge kann man nicht erziehlen...

Wertung: 5/20


Hügel-Klassiker
Antonio Colom ist die spanische Hoffnung für Klassiker oder kleine Hügel-Rundfahrten. Aber auch Pablo Lastras liegen solche Rennen, er konnte schon mehrfach Übergangsetappen bei Giro, Tour und Vuelta gewinnen. Ansonsten sieht es auch hier nicht besonders gut aus, Rast hat sicherlich Anlagen auch hier was zu gewinnen, bislang konnte er es aber noch nicht beweisen. Codols Zeit, was Lüttich-Bastogne angeht ist genauso vorbei, wie die Zeit von Bruseghins Versuchen, bei Italienischen Klassikern, hier kann allenfalls Mazzoleni die Kohlen aus dem Feuer holen.

Wertung: 8/20


Sprinter
Aurelien Clerc und Sebastian Chavanel sind beides talentierte Sprinter, aber mehr auch nicht. Ansonsten ist nur noch Pablo Lastras im Kader, der sprinten kann, es sieht nicht gut aus, für die Flachetappen bei der Vuelta. Hier muss man sich einfach verstärken.

Wertung: 5/20


Zeitfahrer
Es wird besser für Illes Balears, aber gut...? Aitor Gonzalez und Ruben Plaza sind zwei der besten spanischen Zeitfahrer, José Rujano, der beste Venzuelas, aber das heißt nichts. Ivan Parras Fähigkeiten in Kolumbien garantieren ihm ebenfalls keine Topplatzierungen bei europäischer Konkurrenz. Benoit Vaugrenard zählt zu den Zeitfahrtalenten in Frankreich, beweisen konnte er es noch nicht allzu oft. Codol und Bruseghin zählen in Italien auch zu den besseren Zeitfahrern.

Wertung: 13/20


Fazit
Ein sehr spezialisiertes Team, kaum Klassikerfahrer, aber für die Vuelta und den Giro wird es reichen. Ansonsten kann diese Saison sehr schnell abgehakt sein, denn ansonsten gibt es für Caisse d'Epargne nur noch bei kleinen Rundfahrten was zu holen.

Gesamtpunktzahl
48 %

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Do 13. Apr 2006, 00:00

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Quickstep - Mehr als Paolo Bettini
[img]http://morphsie.studentenweb.org/rik/images/ParijsRoubaix03_QuickStep.jpg[/img]

Paolo Bettini bestimmt auf den ersten Blick dieses Quickstep-Team, aber wenn man sich den Kader genauer ansieht, erkennt man einen guten (überalterten) Kader, aber auch einige Talente, ein gemischtes Team, aber auch ein ProTour-Team? Kann man auf Dauer in dieses höchsten Rennklasse mithalten?


Der Kapitän
[img]http://news.bbc.co.uk/media/images/39954000/jpg/_39954634_bettani203_300.jpg[/img]
Paolo Bettini

Ob im italienischen Nationaldress, früher bei Mapei oder jetzt eben im Trikot des belgischen Quickstep - Innergetic Teams, Paolo Bettini ist der Star seiner Mannschaft, ein brillianter Allrounder, früher ein guter Kletterer, jetzt der Mann für Hügel-Klassiker wie die Ardennen oder Zürich Metzgete. Aber auch auf Kopfsteinpflaster kann er als Helfer seinem Kapitän helfen, denn Paolo Bettini kann auch der Helfer im Team sein. Aber am liebsten sprintet er gegen Leute die nichts anderes tun und noch lieber gewinnt er gegen sie...


Das Team

Kletterer
Wladimir Belli und Francesco Casagrande gehören ganz klar zu der angesprochenen überalterten Truppe, diese Generation gehört auf das Altenteil, sie können immernoch in die Top 20 einer GT fahren, bei kleineren Rundfahrten oder Bergklassikern können sie sich behaupten, aber drei Wochen konstant auf hohem Niveau fahren, das schaffen diese Fahrer, zu denen auch Claus Møller zählt, nicht. Die junge Garde gibt es hier nicht, Ricardo Serrano kann auch mal in den Bergen etwas zeigen, ein starker Kletterer ist er nicht. Bleibt nur noch Santi Botero, der hier seine Fähigkeiten am Berg nochmal aufblitzen lassen kann. Markus Zberg kann vielleicht bei der Tour de Suisse ein wenig die Kohlen aus dem Feuer holen. Pedro Horrillo, ein ewiges Talent, kann auch nicht an die Klasse vergangener Casagrande-Tage anknüpfen. Canada und Mutsaars, bestenfalls Helfer...Kein schlechter Kader, aber auch kein guter, in der ProTour wird man es so schwer haben.

Wertung: 13/20


Nord-Klassiker
Auch hier wieder viele durchschnittliche Fahrer, ein paar alte Stars. Paris Roubaix Sieger Knaven, Tom Steels führen diesen Kader an. Paolo Bettini ist nach diesen Stärkste im Kader, während Sentjens, Cornu, evtl. irgendwann de Weert, Saramotins und Tankink allenfalls Helfer sind. Lotz kann hier eventuell auch helfen, stark ist er nicht wirklich.

Wertung: 11/20


Hügel-Klassiker
Paolo Bettini ist der klare Kapitän, er kann viel gewinnen, wenn er ein gutes Team hinter sich hat, mit den beiden Altitalienern Belli und Casagrande hat er das für Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt. Auch Markus Zberg und die andere Schweizer Loosli, Calcagni, Bertogliati sind nicht ganz schwach im hügeligen und der Portugiese Sousa Barbosa ist auch ein passabler Helfer für dieses Terrain. Serrano als San Sebastian Kapitän ist da allerdings auf sich allein gestellt.

Wertung: 14/20


Sprinter
Gute Fahrer, der Aussie Davis ist büßt immer mehr seine Endschnelligkeit ein, ist aber trotzdem noch ein sehr guter Sprinter. Tom Steels kann noch Sprints gewinnen, deFauw noch nicht, aber er ist ein großes Talent. Mit Lombardi und Balducci hat man noch zwei Oldies, auch in dieser Kategorie, Rene Haselbacher ist auch ein vernünftiger Sprinter, wenn auch kein Siegertyp. Und auch Joan Horrach ist bestenfalls ein Anzieher für Davis.

Wertung: 10/20


Zeitfahrer
Belli und Casagrande konnten das mal, Michael Rich ist noch ein immer ein guter Zeitfahrer, Toni Tauler und Dominique Cornu sind ebenfalls gute Leute im Kampf gegen die Uhr. Aber wirklich herausragend ist nur Santiago Botero. Der Kolumbianer ist ein starker Fahrer, kann auch ein Zeitfahren bei einer GT im Jahre 2006 gewinnen. Aber ansonsten sieht es mau aus bei Quickstep, Canada und Saramotins können was reißen im Zeitfahren, aber gewinnen können sie wohl nicht...

Wertung: 12/20


Fazit
Ein sehr solider Kader, viele alte Fahrer, aber da das Alter und die damit verbundene Entwicklung der Fahrer hier nicht in die Bewertung eingeht, bleibt ein ordentliches Ergebnis unter dem Strich stehen. Trotzdem sollte man weiter versuchen, den Kader zu verjüngen.

Gesamtpunktzahl
59 %

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Do 13. Apr 2006, 15:28

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Viel Masse, wenig Klasse
[img]http://www.sport.be/images/cycling/cofidisteam.jpg[/img]

Der Kader von Cofidis ist der ProTour angepasst, bei vielen Fahrern im Kader ist es aber fraglich, ob sie in der ProTour bestehen können. Ein paar starke Kapitäne können nicht unbedingt die Kohlen aus dem Feuer holen. Oder doch...?

Der Kapitän
[img]http://img1.eurosport.com/imgbk/cyclng/all/big_md-i207405.jpg[/img]
Stuart O'Grady

Der ehemalige australische Straßenmeister Stuart O'Grady zählt ganz klar zu dem besen, was es an Sprintern internationale gibt. Er kann sich im Massensprint behaupten, aber auch bei mittelschweren Klassikern, wie den HEW Cyclassics und Mailand San Remo kann er sich immer wieder ganz weit vorne platzieren. Unzählige Tour-Etappen und Punktwertungen aller Rundfahrten hat er sich in seiner bislang 11 jährigen Karriere sichern können. Aber kann er noch mit Fahrern wie Petacchi oder Boonen mithalten? Letzte Saison konnte er nur zwei Siege erringen, wird er dieses Jahr häufiger zuschlagen, für die Cofidis Mannschaft wollen wir es hoffen.


Das Team

Kletterer
Mit Manuel "Triki" Beltran hat man einen der besten spanischen Kletterer unter Vertrag, er war bislang Helfer für Armstrong oder davor einer der Kapitäne bei Mapei. Jetzt bei Cofidis unter Vertrag, kann er sich auf die Vuelta konzentrieren, es sei denn Andreas Klöden braucht ihn als Helfer bei der Tour. Denn Klöden ist der zweite große Kletterer im Cofidis-Dress. Früher immer im Schatten des Jan Ullrich, dieses Jahr will er beweisen, dass er es auch kann. Im letzten Jahr war er bei Cofidis 12. der Tour de France, kann er diesen Rang verteidigen, oder sich sogar verbessern, denn sein bester Helfer, Michele Scarponi hat den Abflug zu T-Mobile vollzogen.
Weitere Kletterer sind nur noch Florencio, Bingen Fernandez, der Portugiese Ribeiro und Timo Reuss, ein talentierter Mann. Nicht die schlechtesten am Berg sind der Allrounder Barbosa, sowie die Durchschnitts-Franzosen Bessy, Augé und vielleicht noch Cedric Vasseur. Man muss abwarten, wie sich Klöden bei der Tour präsentiert, um ein Urteil fällen zu können, ob der Abgang von Scarponi notwendig war.

Wertung: 14/20


Nord-Klassiker
Magnus Backstedt führt hier das Team an, er kann durch aus mal was ziegen und bei einem Rennen in die Top 5 fahren, ob er eins gewinnen kann, bleibt die große Frage. Mit den Oldies Koerts, Marichal hat er vernünftige Helfer, aber keinen Fahrer, der außer ihm was gewinnen könnte. Coyot oder Scheirlinckx haben sicher die Hoffnung, gute Klassikerfahrer zu werden, ob und wann sie den Durchbruch schaffen, steht in den Sternen, O'Grady kommt auch über Kopfsteinpflaster, mehr als Gent Wevelgem wird auch er eher nicht schaffen. Der Spanier Sanchez ist auch nicht ganz zu verachten, er hat nur ein Handicap: Er ist eben Spanier. Also ganz und gar nicht sein Terrain die Pflastersteine, aber mit dem scharfen Wind von FLandern kommt er gut zurecht.

Wertung: 12/20


Hügel-Klassiker
Dmitri Fofonov und Candido Barbosa sind hier die starken Fahrer, auch Stuart O'Grady kann man noch in diese Kategorie zählen. Ansosnten sieht es aber schlecht aus für Cofidis, denn Andreas Klöden ist eher kein Fachmann für die Ardennen, Beltran bei der "Klasika"? Eher unwahrscheinlich, die Kletterer haben hier wenig zu gewinnen. Und auch sonst sieht es, was Ardennen- oder andere Hügel-Klassiker angeht eher ärmlich aus.

Wertung: 8/20


Sprinter
Gute Fahrer hat man hier, Backstedt, Barbosa, O'Grady, Haputman, Zanotti, White. Fofonov ist auch endschnell, Vasseur ebenfalls. Die Nord-Klassiker Fahrer sind auch hier wieder vorne dabei, ein guter Sprintkader, die Überschrift trifft in diesem Fall absolut nicht zu.

Wertung: 15/20


Zeitfahrer
Andreas Klöden, Staf Scheirlinckx, Stuart O'Grady, letzter was Prologe angeht. Das sind eigentlich die großen Zeitfahrer dieses Teams, Candido Barbosa kann das auch, Luis Leon Sanchez ist auch ein guter Mann, grade für kürzere Kämpfe gegen die Uhr, also auch hier wieder gute Fahrer, aber kein ausgemachter Spezialist für lange Strecken. Kurze Zeitfahren, gerade bei eher flachen Rundfahrten können den Unterschied zu Gunsten von Cofidis ausmachen.

Wertung: 11/20


Fazit
Also doch nicht nur Masse, viele Spezialisierte Fahrer, aber auch Allrounder, eigentlich kein schlechtes Team, zurech in der ProTour, aber vielleicht fehlt zwischen durch in der Saison mal der Atem, um ganz nach vorne zu fahren.

Gesamtpunktzahl
60 %

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Do 13. Apr 2006, 18:24

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Das ultimative ProTour-Team Ranking!

Mit Hilfe der Bewertungen der Teamvorstellungen ergibt sich somit ein ProTour Ranking. Es gibt natürlich subjektive Entscheidungen, aber insgesamt lässt sich doch ein Trend fesstellen:

<div align="center">
1.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/liberty.gif[/img]
Liberty Seguros - Würth
Der klare Liga-König, letztes Jahr waren sie die Über-Mannschaft, fraglich, ob sie diesen Status mit in die Saison 2006 nehmen können.

2.
[img]http://gblx.cache.el-mundo.net/elmundodeporte/especiales/2005/07/tour_francia/equipos/imagenes/maillots/rabobank.jpg[/img]
Rabobank
Das Team, angeführt von Tom Boonen hat viele Stars im Kader, wenn die Erfolge der vergangenen Saison wiederholt werden können, ist der Sprung ganz nach oben möglich.

3.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/credit.jpg[/img]
Crédit Agricole
Hier fährt der zweite Topsprinter, Thor Hushovd konnte bereits Tom Boonen bei Mailand- San Remo schlagen, kann sein Team das gleiche mit Boonens Team schaffen?

4.
[img]http://www.home.zonnet.nl/schilthuizenw/cliparts/lampre.gif[/img]
Lampre
Die großen Rundfahrten sind hier sicher das Ziel, doch mit der Verstärkung durch Cancellara kann man auch bei den Nord-klassikern ganz nach vorne fahren.

5.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/csc.gif[/img]
Team CSC
Ein Allroundteam, überall starke Fahrer, so soll es in der ProTour sein, keine großen Schwächen, aber auch keine überragenden Stärken.

6.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/discovery.gif[/img]
Discovery channel Pro Cycling Team
Rundfahrterteam, aber auch gute Klassikerfahrer, Nachholbedarf, was Sprinter angeht. Aber bei den GTs kann man ganz vorne mitfahren.

7.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/davitamon-lotto.gif[/img]
Davitamon Lotto
Bei zwei Gts kann man ganz weit nach vorne fahren, Gilberto Simoni kann sogar seinen Giro-Titel verteidigen. Auch sonst ein gutes Team, viele junge Belgier unter Vertrag.

8.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/phonak.gif[/img]
Phonak Hearing Systems
Das Team steht und fällt mit dem Erfolg von Vinokourov, den er diese Saison bereits bei Paris-Nizza hatte. Auch sonst ein starker Kader, Mission Tour-Sieg kann Erfolg haben.

9.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/t-mobile.gif[/img]
Team T-Mobile
Alles auf Jan Ullrichs Toursieg ausgerichtet, mit diesem steht und fällt der gesamte Erfolg des Teams. Außer dem Tour-Team hat man nicht sehr viel zu bieten, Gasparotto und Kessler müssen sich erst noch beweisen.

10.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/cofidis.jpg[/img]
Cofidis Crédit par Téléphone
O'Grady und klöden führen das Team an, ansonsten ein paar gute Fahrer und viel Durchschnitt, viel wird nicht zu holen sein 2006.

11.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/quickstep.jpg[/img]
Quickstep Innergetic
Paolo Bettini ist klar der Kapitän, das Team ist klar überaltert, es gibt kaum Fahrer, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere stehen, entweder zu alt oder zu unerfahren. Einzig Allan Davis ist ein wirklicher Konkurrent innerhalb des Teams für Bettini.

12.
[img]http://www.cyclingstartlists.com/Plaatjes2006/Shirts/caisse%20d.jpg[/img]
Caisse d'Epargne - Illes Balears
Ein typisches Rundfahrteam, wenig Sprinter doer Klassikerfahrer, dafür gute Kletterer und Zeitfahrer, bei den GTs hat man so Chancen, bei Flandern oder den Cyclassics nicht. </div>

Toursieger Ullrich
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Ungelesener Beitrag von Toursieger Ullrich » Sa 15. Apr 2006, 22:34

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Ronde van Vlaanderen 2006


[img]http://www.wielerposter.nl/Internet/2004,%20Kapelmuur,%20Van%20Petegem,%20Museeuw.jpg[/img]


Mit der Ronde van Vlaanderen steht nun das zweite Monument des Radsportjahres an. Das erste war Milano - San Remo, welches Oscar Freire zum zweiten mal gewinnen konnte. Während Milano - San Remo noch an der italienischen Küste stattfand und mit einigen Hügel gespickt war in der Schlussphase und als Fahrt in den Frühling gilt, ist die Ronde van Vlaanderen wohl das krasse Gegenteil. Im oft kalten und regnerischen Frühjahr in Belgien findet sie statt. 17 Helingen, viele davon gepflastert, sind zu überqueren. Sie ist neben der "Hölle des Norden" der zweite große Kopfsteinpflasterklassiker im Radsportkalender. Jahr für Jahr pilgern hunderttausende Flamen an die Hellingen um ihre Fahrer zum Sieg zu treiben. In diesem Jahr werden besonders viele anzufinden sein, da alle den neuen Belgischen Superstar Tom Boonen begutachten wollen. Er gilt auch als der große Favorit des Rennnen.

Strecke

[img]http://www.rvv.be/2006/charts/profiel_small.png[/img]

Nach einem flachen Beginn von über 100km geht es bei Kilometer 110 in den ersten Kopfsteinpflaster Sektor. Als die erste Schlüsselstellen des Rennens gelten Oude Kwaremont, der Paterberg und dann der legendäre Koppenberg. Er ist wohl der Scharfrichter des Rennes. Bis zu 20% steil ist der gepflastere Berg und er zwingt den Großteil des Feldes immer wieder zum Absteigen und schließlich zum Schieben. Vor allem bei Regen schaffen es nur wenige ihn zu bezwingen. Wer hier als letzter hinein fährt hat schon so gut wie verloren. Er wird massig an Zeit verlieren. Die schmale Gasse wird zudem noch durch die ganzen Zuschauer verengt. Zwischenzeitlich wurde er aus dem Rennen gewonnen, vor wenigen Jahren allerdings wieder reaktiviert. Nach 3 weiteren gepfalsterten Hellingen folgen dann erstmal einige ungepflasterte Hellingen, zum Beispiel der Valkenberg. Schließlich geht es dann bei Kilometer 242 in die legendär und berüchtigte Muur bei Geraardsbergen. Sie ist das Alpe d'Huez der Flandern Rundfahrt. Hier entschied sich oft genug das Rennen. Die letzte Helling wird dann der 400 Meter lange gepflasterte Bosberg sein, ehe es dann flach ins Ziel nach Meerbeke geht.

[img]http://grahamwatson.com/2002/koppenberg/koppen/cover.jpg[/img]
Der legendäre Koppenberg


[img]http://www.belgiumview.com/foto/smvote/0004540aa.jpg[/img]
Die Muur

Die Favoriten

[img]http://eltiempo.terra.com.co/depo/cicl/noticias/IMAGEN/IMAGEN-2545026-0.jpg[/img]

Der Superstar vom Team Rabobank ist der absolute Topfavorit des Rennens. Er gewann im Vorfeld bei der Ronde bereits 1 Etappe bei den Drei Tagen von De Panne, ebenso eine Etappe bei Paris-Nizza und den Halbklassiker Het Volk. Er wurde 5 beim E3 Prijs Vlaanderen, 3 bei Milano - San Remo, 6 bei Dwaars door Vlaanderen, 5 bei Kuurne-Bruxelles-Kuurne und 3 bei einer weiteren Etappe bei Paris-Nizza. Im Sprint ist er kaum zu besiegen. Im steht ein gutes Team zur Seite. Leon Van Bon ist ohne Zweifel ein hervorragender Helfer, auch die anderen sind stark. Ob Wauters, Burghardt oder Baguet.

Peter van Petegem

[img]http://www.rudyprojectusa.com/images/press/052003/cyclingimage2.gif[/img]

Der Haudegen Peter Van Petegem ist der zweite große Favorit des Rennens. Er ist der Vorjahressieger und hat außerdem ein starkes Team an seiner Seite. Mit Guesdon. Nuyens und Roesems hat er unter anderem sehr starke Fahrer in seinem Team, die ihm treu zur Seite stehen werden. Bisher hat er sich in der Saison eher eingerollt, doch letztens beim E3 Prijs hat er mit seinem 2 Rang seine Ansprüche auf den Sieg verdeutlicht. Er will den Sieg, alles andere wäre für ihn wohl eine Enttäuschung.

George Hincapie

[img]http://www.roadcycling.com/artman/uploads/george_hincapie_interview_2.jpg[/img]

Der Amerikaner aus dem Team Discovery Channel meldet dieses Jahr erneut seine Ansprüche an. Er hat es schon so oft vergeblich versucht hier zu gewinnen, vielleicht schafft er es dieses Jahr. Er ist dieses Jahr zwar erst wenig Pflasterrennen gefahren, dafür hat bereits anderswo gesiegt. Nämlich beim schweren Tirreno-Adriatico gewann er die Gesamtwertung. Seine gute Form stellte er jüngst beim Zeitfahren bei den Drei Tagen von den Panne wieder unter Beweis. Mit ihm muss gerechnet werden, allerdings hat er ein vergleichsweise sehr schwaches Team an seiner Seite, er wird in der Schlussphase auf sich allein gestellt sein. Vom Sportlichen Leiter hört man immer wieder das Ziel das Rennen zu gewinnen, er muss sich also einiges vorgenommen haben...

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Ungelesener Beitrag von Toursieger Ullrich » Sa 15. Apr 2006, 22:36

Leif Hoste

[img]http://www.uci.ch/data_2001/road/worlds/pixbin/ttm_Hoste2.jpg[/img]

Der Belgier aus dem Team CSC tritt hier mit großen Ambitonen an. Er stand bereits auf dem Podest des Rennes und will nun erneut angreifen. Das seine Form stimmt, hat er bereits mehrere Male dieses Jahr gezeigt, daran wird es mit Sicherheit nicht liegen, wenn kein gutes Ergebnis herausspringen sollte. Mit Pozzato und Gussev hat er 2 hervorragende Helfer an seiner Seite, die für taktische Spielchen gut einzusetzen sind, es kommt ja nicht selten vor, dass der Sieger eines solchen Rennens eben aus einer so eingesetzten Gruppe stammt. Das Team CSC hat sich einiges vorgenommen, man darf also gespannt sein.

Steffen Wesemann

[img]http://www.uci.ch/data_2002/road/worldcup/WCM_03/Wesemann.jpg[/img]

Der Sieger von 2004 hat sich wieder einiges vorgenommen. Er wolle das Rennen unbedingt wieder gewinnen. Allerdings steht er mit Alessandro Ballan, seinem Teamkollegen, nur auf einer Stufe. Das heißt, er wird nicht alleiniger Kapitän sein. Wir erwarten eher einen stärkeren Ballan, als einen stärkeren Wesemann. Aber auch außer den beiden ist das Team Liberty Seguros hervorragend besetzt. Ekimov, Ivanov und Vandenbrouke sind weitere hervorragende Fahrer für dieses Terrain. Für uns das stärkste Team. Hier kann man midestens ein Platz unter den besten 5 erwarten.

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Ungelesener Beitrag von Toursieger Ullrich » Sa 15. Apr 2006, 22:47

Weitere Favoriten gibt es reichlich.

Das belgische Davitamon-Lotto Team tritt mit Nico Mattan und Gert Steegmans an. Mattan hat bisher eine sehr gute Saison gehabt. Als Helfer sind unter anderem der junge Rosseler und der alternde Vierhouten dabei. Zwar mit guten Top 10 Chancen, aber von den Glanzleistungen vergangener Tage als man noch Peter Van Petegem im Team hatte ist man weit gefehlt. Viele Flamen sehen das als trauriger Verfall an, stattdessen setzt das Heimteam lieber auf Gilberto Simoni und den Giro Sieg.

Das Deutsche "Dream Team" T-Mobile tritt mit einem erschreckend schwachen Team an. Während man in den vergangenen Jahre mit Wesemann, Klier und Zabel noch um den Sieg mitfuhr hat man dieses Jahr keine Chance auf einen Sieg. Mit Roger Hammond und dem Belgier Kevin Van Impe hofft man auf eine halbwegs ordentliche Platzierung. Mehr wie ein 10 Platz wird auch für Hammond nicht drin sein.

Das Team Lampre tritt mit dem Kapitän Cancellara auf. Dessen Ziel ist zwar die "Königin aller Klassiker", doch auch auf die Ronde hat er ein Auge geworfen. Eine Top 10 Platzierung scheint logisch, ob es aber für ganz vorne reicht?

Das Team Credit Agricole tritt gleich mit einem ganzen Arsenal an Top 10 Kandidaten an. Stijn Devolder wird wohl der eine Kapitän sein. Er hat bereits sehr gute Ergebnisse im Vorfeld erzielt. Auf einen Sprint will Thor Hushovd hoffen, über die Hellingen kann er es durchaus mit den besten schaffen. Eisel hat sein Talent bereis auf dem Gebiet bewiesen, er wird ebenfalls wohl vorne landen. Flecha kann man prinzipiell alles zutrauen. Zahlreiche weitere ordentliche Fahrer, wie z.B Hoj sind auch noch dabei. Das Team ist deutlich mehr als ein Geheimtipp.

Das Team Cofidis tritt mit den Sperspitzen Magnus Backstedt und Stuart O'Grady an. O'Grady kann man wohl mehr zutrauen als Backstedt, dem die Ronde wohl zu schwer ist. Die Hellingen sind nicht so seine Sache, er mag lieber die flachen Pavées in Nordfrankreich. Ein ordentliches Team ohne wirklichem Topmann.

Quickstep, dass zweite große belgische Team hat auch den Glanz vergangener Jahre verloren. Als Kapitän tritt Paolo Bettini an, der in Flandern durchaus gut fahren kann. Ein Top 5 Platz ist möglich. Aber wo sind die ganzen Sieger hin, die Lefevre einst in seinem Team hatte? Knaven ein weiterer guter Mann fürs Pflaster, wie auch mit Abstrichen Sentjens sind als Helfer dabei. Ein ordentliches Team. Aber nicht mehr. Zudem noch der alternde Steels.

Das Schweizer Team Phonak war seit jeher nie sonderlich stark bei den Nordklassiker. Für den Sieg kommt man zwar dieses Jahr ebenfalls nicht in Frage, man hat aber mit Kroon und Eeckhout 2 Kandidaten für Pro Tour Punkte in seinen Reihen. Sie werden vorrausichtlich als Doppelspitze fungieren.

Damit hätten wir die Pro Tour Teams komplett. Widmen wir uns nun den gemeldeten Continetal Tour Teams.

Das Deutsche Team Sparkasse hat den Kapitän David Kopp dabei. Auch sonst ist man für das Budget gut bestückt, unter anderem mit dem Ex T-Mobiler Stefan Schreck.

Landbouwkredit wird auf Nico Sijemens setzen und eine ordentliche Platzierung erhoffen.

Barloworld tritt offiziell mit Stefano Zanini als Kapitän ein. Doch seine guten Platzierungen bei den Nordklassiker sind auch schon fast ein ganzes Jahrzent her. Ob er es nochmal schafft? Aber auch sonst hat man mit Gert Omloop noch einen weiteren ordentlichen Mann für die Strecke mit dabei.

Unibet tritt ohne wahren Kapitän sein. Sie wollen das Rennen in der Anfangsphase mit vielen Attacken prägen. Ob Thijs, Traksel oder wer auch immer, keiner von ihnen ist in der Lage eine Platzierungen unter den besten 15 zu erzielen.

Auch Intel-Action ist am Start. Doch für sie gilt dasselbe wie für Unibet, sogar noch in verschärfter Weise.

Nun unsere Sternvergabe.

Sterne
***** Tom Boonen
**** Peter Van Petegem, George Hincapie
*** Leif Hoste, Alessandro Ballan, Steffen Wesemann
** Stijn Devolder, Paolo Bettini, Nico Mattan, Fabian Cancellara
* Thor Hushovd, Leon Van Bon, Bernhard Eisel, Karsten Kroon, Filippo Pozzato

Anonymer User

Ungelesener Beitrag von Anonymer User » Sa 15. Apr 2006, 22:59

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Ronde van Vlaanderen

Preview

Morgen ist es mal wieder soweit – eines der traditionsreichstes Radrennen der Welt wird zum 90. Mal ausgetragen: die Ronde van Vlaanderen, kurz Ronde.
258 Kilometer, 17 sogenannte Bergs und etwa 20 Kilometer Kopfsteinpflaster warten dann auf die Fahrer, denen bei diesem Rennen alles abverlangt wird. Nicht nur das tückische Kopfsteinpflaster, welches Material und Fahrer auf die Probe stellt und immer wieder Favoriten mit einem Sturz aus dem Rennen nimmt, nein, auch diese von den Ardennenklassikern bekannten kurzen, knackigen Anstiege mit bis zu 20% Steigung machen dieses Rennen zu einer einzigartigen Qual.
Im letzten Jahr ging hier der Stern des Tom Boonen auf, der auch in diesem Jahr versuchen wird, den obersten Podestplatz zu erreichen. Der einzige Fahrer, der diese Ambitionen hegt, ist er indes nicht. Es gibt einige Teams, die Fahrer in ihren Reihen haben, die ebenfalls die Klasse besitzen, hier zu triumphieren, und sogar einige, die dies bereits geschafft haben. Doch werfen wir einen kurzen Blick auf jedes der bisher gemeldeten Teams:

Discovery Channel
Früher mal eines der stärksten Teams für die Nordklassiker, ist von diesem Status nicht mehr viel übrig geblieben – genauer gesagt nur ein Fahrer. George Hincapie hält im amerikanischen Ex-Lance-Armstrong-Rennstall die Fahnen der Spezialisten für diese harten Rennen hoch, steht damit aber relativ alleine da. Kein Leif Hoste, kein Vjatcheslav Ekimov, kein Roger Hammond mehr, der Hincapie helfen könnte, seinen Traum vom Ronde-Sieg wahrzumachen.
Das ganze wird dadurch wohl auch eher ein Traum bleiben, denn dieses Rennen bei dem angekündigten Sturmwetter ohne Team zu gewinnen, grenzt an ein Ding der Unmöglichkeit, zumal Hincapie ja eher für Paris-Roubaix geeignet ist.

Prognose: Hincapie kann froh sein, hier die Top 10 zu erreichen.

Francaise de Jeux
Das Team, welches vor der Saison vorzog, in der Continental Tour zu starten, hat natürlich eine Wild Card für diese Rennen – wie sollte es auch anders sein, hat man doch mit Peter van Petegem einen ehemaligen Sieger von sowohl Ronde van Vlaanderen als auch Paris-Roubaix im Team. Unterstützt wird dieser von einer ganzen Garde an Kopfsteinpflasterspezialisten, wobei Frederic Guesdon und Allan Johansen gemeinsam mit Nick Nuyens die wichtigsten Helfer von „De Piet“ sind. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie schwer das Rennen wird, denn zumindest erstgenannter dürfte an den Bergs Probleme haben, der Spitze zu folgen. Nichtsdestotrotz ein ganz starkes Team mit einem starken Kapitän, der allerdings auch schon in die Jahre gekommen ist.

Prognose: Das Team stimmt, aber Kapitän van Petegem ist nicht mehr die Konstante, die er mal war. Mit einem Rang unter den ersten 5 dürfte man sehr zufrieden sein.

Team CSC
Das Team der Youngsters. Leif Hoste, der Senkrechtstarter der vorletzten Saison, hat hier bei CSC und Bjarne Riis ein neues Umfeld gefunden, dass ihn zu alter Stärke zurückgeführt hat. Ausgestattet mit einer starken Helfergarde, die von Vladimir Goussev und Filippo Pozzato angeführt wird, macht ihn das zu einem der Topfavoriten für die diesjährige Ronde. Auch Matti Breschel könnte eine wichtige Rolle für seinen Kapitän spielen. Insgesamt ist das Team zwar nicht in der Lage, das Feld selber auseinanderzufahren, aber man sollte Hoste relativ ausgeruht ins Finale bringen können, was ja an sich schon eine große Leistung ist.

Prognose: Leif Hoste ist einer der ganz großen Favoriten, hat er doch mit Vladimir Goussev einen Mann im Team, der selber in die Top 5 fahren könnte. Auch der Rest stimmt. Passen Sie auf Hoste auf.

Crédit Agricole
Das in der breite wohl stärkste Team für die Flandernrundfahrt stellen die Franzosen von Crédit Agricole. Devolder, Eisel, Flecha, Hushovd, Hoj gehören definitiv zur Elite der KSP-Fahrer und auch Geslin, Piil und Paco Wrolich ziehen den Teamschnitt nicht erheblich herunter. Das größte Problem für Teamchef Totschnig dürfte indes die Kapitänsfrage sein – setzt man auf die jungen, aufstrebenden Eisel und Devolder, auf den erfahrenen, aber bei Paris-Roubaix stärkeren Flecha, auf Frank Hoj, der in Topform auch nach oben keine Grenzen kennt, oder auf Starsprinter Thor Hushovd, der eigentlich sehr gut über die Kopfsteinpflasterpassagen und Hügel kommt, dies aber bei einem wirklich großen Rennen noch nicht unter Beweis stellen konnte. Schwierig, schwierig…

Prognose: Man wird eine wichtige Rolle im Kampf um die Top 5 spielen und das auch mit mehreren Fahrern, das Podium wäre aber schon eine große Überraschung…

Lampre Fondital
Für die Italiener gilt Ähnliches wie für Discovery Channel. Einzig Fabian Cancellara hat wirkliche Klasse auf dem geforderten Terrain, diese dafür aber nicht zu knapp. Bleibt allerdings abzuwarten, was er ohne Team leisten kann. Zu beachten ist er aber sicherlich, da er jetzt alleiniger Kapitän in seinem Team ist und ihn dies mehr beflügeln dürfte als die Konkurrenzsituation bei seinem Ex-Team Liberty Seguros.

Prognose: Cancellara wird um die Top 8 mitfahren, nach oben ist alles offen.

Team Quick-Step
Paolo Bettini, der mehrfache Weltcup-Sieger, hat erklärt, dass er noch einmal in seinem Leben die Ronde gewinnen will – in diesem Jahr wird dies wohl nichts. Zwar hat er mit Steels, Knaven und Sentjens gute Kopfsteinpflaster-Fahrer als Helfer, an den Bergs werden diese aber ihre Probleme haben. Alleine dürfte es dann sehr schwer für die Grille werden, gegen die starke Konkurrenz um den Sieg mitzufahren. Eine vordere Platzierung ist aber allemal drin, denn wenn Bettini sich in einer Gruppe festbeißt, dürfte er im Spurt kaum zu schlagen sein.

Prognose: Die Top 8 sind auch für Bettini erreichbar.

Rabobank
Die Niederländer haben den Megastar Tom Boonen in ihren Reihen und das sagt auch schon alles. Dieses Team wird sich für Boonen zerreißen, und das heißt einiges. Leon van Bon, Routinier Marc Wauters und auch Serge Baguet können gemeinsam mit den beiden Deutschen Marcus Burghardt und Bert Grabsch eine wichtige Rolle spielen, wenn es um die Selektion vor den entscheidenden Anstiegen geht. Danach heißt es für den Belgier Boonen eigentlich nur noch dran bleiben, denn im Sprint kann ihn eh keiner schlagen.

Prognose: Auch in diesem Jahr wird der Sieg nur über Tom Boonen gehen.

Davitamon-Lotto
Mit Nico Mattan und Gert Steegmans hat man 2 Profis im Kader, die diese Chance nutzen wollen, um aus dem Schatten van Petegems zu treten, in dem sie bis vor kurzem noch standen. Dabei helfen soll ihnen ein starkes Team um Altmeister Aart Vierhouten, dass ähnlich wie bei Crédit Agricole keine Schwachstelle kennt. Sicherlich muss man abwarten, was Mattan und Steegmans im Vergleich zu ihrem ehemaligen Kapitän im Finale leisten können, aber unbeobachtet sollte man diese beiden nicht fahren lassen…

Prognose: Steegmans oder Mattan wird auf jeden Fall die Top 10 erreichen.

Liberty Seguros
Das spanische Team um Ex-Sieger Steffen Wesemann hat mit Cancellara zwar einen Mann für die Flandern-Rundfahrt verloren, besitzt mit Alessandro Ballan aber mehr als gleichwertigen Ersatz. Dazu der erfahrene alte Hase Vjatcheslav Ekimov und dessen Landsmann Ivanov, schon hat man 4 Fahrer, die auch nach den größeren Selektionen noch in der ersten Gruppe dabei sein werden. Für wen am Ende fährt dürfte allerdings auch bei Liberty schwer zu entscheiden sein. Etatmäßig müsste Wesemann der Kapitän sein, aber wird sich der junge Alessandro Ballan auch unterordnen? Denn sein Stern könnte bei dieser Ronde aufgehen. Man wird sehen…

Prognose: Ein ganz starkes Team, dass wohl auch um den Sieg mitfahren wird- so es denn keine teaminternen Dispute gibt.

Phonak
Die Reihe „Teamlose Kapitäne“ komplettiert Karsten Kroon. Der Niederländer hat eigentlich das Potential, die Top 5 bei diesem schwierigen Renne zu knacken, ob er dies aber ohne Unterstützung schafft, ist mehr als fraglich, hat er doch nur Nice Eeckhout als echten Helfer zur Seite. Kroons einzige Chance dürfte in einer verhältnismäßig frühen Attacke liegen, die auch die anderen Kapitäne frühzeitig isoliert und sie damit auf sein Level holt.

Prognose: Attackiert er früh, sind die Top 5 drin, sonst wird es sehr, sehr schwer…

Andere Teams
Die anderen Teams bedürfen eigentlich keiner gesonderten Betrachtung. Zwar gibt es auch hier Fahrer, die mit viel Glück an einem guten Tag die Top 10 erreichen könnten, aber sehr wahrscheinlich ist dies nicht gerade. Die wichtigste Rolle dürfte wohl noch Stuart O’Grady von Cofidis spielen. Alles in allem kann man hier auf jeden Fall auf ein wenig Zeit in Spitzengruppen und der damit verbundenen Aufmerksamkeit durch die Presse hoffen… mehr aber auch nicht!

Zusammenfassung

*** Tom Boonen, Leif Hoste
** Steffen Wesemann/Alessandro Ballan, Peter van Petegem, Juan Antonio Flecha
* Karsten Kroon, George Hincapie, Fabian Cancellara, Paolo Bettini, Gert Steegmans

Toursieger Ullrich
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Ungelesener Beitrag von Toursieger Ullrich » Di 25. Apr 2006, 16:36

[img]http://politikag05.po.funpic.de/bilder/zeitung/banner1.jpg[/img]

Paris-Roubaix

[img]http://laflammerouge.com/archives/images/cycling-paris-roubaix-tr-54-thumb.jpg[/img]

Mit Paris-Roubaix neigen sich die Kopfsteinpflasterklassiker aber sicher dem Ende zu. Nur noch der Scheldepreis steht aus. Doch gleichzeitig ist es auch das absolute Highlight des ganzen Jahres für viele Fahrer. Wieso nur, fragen sich nun viele Menschen, schließlich ist das Rennen von Paris-Roubaix über die "Glatzköpfe" des Norden Frankreichs die reinste Qual. Jährlich gibt es hier schwere Stürze, welche oftmals zu schwerwiegenden Verletzungen und lange Zwangspausen der Fahrer führen. Das Rennen wird die "Hölle des Nordens" genannt. Sie ist die "Königin aller Klassiker". Das Rennen ist 259km lang und dabei geht es über 52,7 Pavées. Diese "Straßen der Vergangenheit" stammen großenteils noch aus der Zeit Napoleons. Sie sind meist in einem sehr schlechten Zustand. Der "Wald von Arenberg" ist das berüchtigste und gefährlichste der 27 Pflasterstücke. Es wurde letztes Jahr aufgrundes zu großen Sicherheitsrisko für die Fahrer aus dem Rennen genommen und restauriert. Doch es ist nun nicht leichter als vorher. Das Rennen wird anders wie das folgende Monument Lüttich-Bastogne-Lüttich von großen, kräftigen und schweren Fahrern dominiert. Das Rennen endet auch nicht auf der Straße, sondern im berüchtigen Vélodrom von Roubaix. Die Duschen sind noch aus grauer Vorzeit. Und es gibt kein Siegerpokal wie bei den anderen Rennen, sondern einen großen Pflasterstein...


Strecke

[img]http://www.letour.fr/2006/PRX/LIVE/images/carte.jpg[/img]

Es geht erst einmal 98km flach und geteert von Compiègne in Richtung Roubaix daher. Dann kommt der erste Kopfsteinpflaster Sektor. Über 17 deren geht es. Sie sind in 5 Kategorien unterteilt. Von einem Stern bis 5 Sterne. Es gibt ingsamt 3 Sektoren mit 5 Sterne, darunter der berühmt berüchtige Wald von Arenberg. Hier kann man das Rennen zwar nicht gewinnen, aber verlieren. Wer hier stürzt ist weg vom Fenster und wird die Ziellinie nicht mehr sehen. Obwohl er fast 100km vor dem Ziel befahren wird ist er immer eine Art Vorentscheidung und die ersten Favoriten verlieren hier bereits das Rennen. Die nächste Schlüsselstelle ist der Mons-en-Pévèle knapp 60km vor dem Ziel. Dieser Sektor ist wie der Carrefour de l'Abre an dem das Rennen meist entgültig entschieden wird mit 5 Sternen ausgezeichnet. Der Carrefour de l'Abre ist auch der letzte ernstzunehmende Kopfsteinpflaster Sektor knapp 20km vor dem Ziel. Falls dieser immer noch nicht die Entscheidung bringt, dann fällt sie meist im legendären Vélodrom von Roubaix.

[img]http://www.dailypeloton.com/article_images/szurly/rideroub/Arenberg.JPG[/img]
Der legendäre Wald von Arenberg


[img]http://www2.ac-lille.fr/patrimoine-caac/Sport/projets/images/Velodrom.jpg[/img]
Das Veldodrom in Roubaix

Toursieger Ullrich
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Ungelesener Beitrag von Toursieger Ullrich » Di 25. Apr 2006, 17:34

Die Teams

Insgesamt sind diesmal nur 17 Teams mit jeweils 8 Fahrer am Start. Damit kommt man nur auf 136 Starter. So wenig wie sind Jahrzenten nicht mehr. Neben den 12 Pro Tour Teams gibt es 5 Teams, die mit Hilfe einer Wildcart teilnehmen.

Es sind folgende Teams am Start:
Credit Agricole
Discovery Channel
Team CSC
Rabobank
Cofidis
Lampre-Fondital
Davitamon-Lotto
Liberty Seguros
T-Mobile
Team Quickstep
Phonak
Caisse d'Epargne
Gerolsteiner
Agritubel
Landbouwkredit
Saunier Duval
Francaise des Jeux

Nun widmen wir uns den Teams und deren Fahrer.


Credit Agricole

Juan A.Flecha Giannoni (Spa) [CA]
Stijn Devolder (Bel) [CA]
Bernhard Eisel (Aut) [CA]
Anthony Geslin (Fra) [CA]
Frank Hoj (Den) [CA]
Thor Hushovd (Nor) [CA]
Nicolas Jalabert (Fra) [CA]
Geoffroy Lequatre (Fra) [CA]

Mit Flecha, Devolder, Eisel, Hushovd und Hoj hat man ein sehr aussichtsreiches Team am Start. Man hat mehrere Optionen für einen Top 10 Platz, auch ein Sieg ist möglich. Insbesondere mit Juan Antonio Flecha, der für das Rennen wie mastgeschneidert ist. Eisel und Hushovd werden versuchen mit der Spitzengruppe ins Vélodrom zu kommen, dann ist auch für sie alles drin. Insgesamt wohl neben Rabobank, Liberty und FDJ das stärkste Team. Mit dieser Armada kann man die anderen Favoriten in die Knie zwingen.

Discovery Channel

George Hincapie (Usa) [DSC]
Stefan Adamsson(Swe) [DSC]
Michael Albasini (Sui) [DSC]
Luca Celli (Ita) [DSC]
Rodney Green (Rsa) [DSC]
Andrea Masciarelli (Ita) [DSC]
Martin Pedersen (Den) [DSC]
Jens Renders (Bel) [DSC]

Kapitän natürlich ganz klar George Hincapie. Er träumt seit Jahren endlich vom Sieg in Roubaix. Er ist wie prädistziniert für diesen Klassiker. Es gibt kaum einen kräftigeren Fahrer im Peleton. Er tritt aber gegen die starken Belgier, Cancellara und Flecha an. Gerade bei diesem Rennen ist ein starkes Team wichtig, denn ein Defekt kann jeden Kilometer passieren und wenn dieser in der entscheidende Phase passiert, dann ist Hincapie weg. Und dies fehlt im leider. Er will endlich den Sieg, doch wird er es wirklich gegen Boonen und Co schaffen? Es wird wohl wieder knapp nicht reichen...

Team CSC

Leif Hoste (Bel) [CSC]
Mario Aerts (Bel) [CSC]
Matti Breschel (Den) [CSC]
Bas Giling (Ned) [CSC]
Vladimir Goussev (Rus) [CSC]
Filippo Pozzato (Ita) [CSC]
Max van Heeswijk (Ned) [CSC]
Erik Zabel (Ger) [CSC]

Das Team CSC tritt ebenfalls mit Ambitonen an. Ob Hoste, Goussev oder Zabel, das Team ist ausgezeichnet. Mit dieser Armada will man das enorm starke Rabobank Team in die Knie zwingen und es könnte wirklich funktionieren. Die Mannschaft ist schwer auszurechnen, weil eben nicht nur einer gewinnen kann. Das macht es deutlich schwieriger für andere Mannschaften mit nur einem Leader. CSC um Leif Hoste ist mehr als nur ein Geheimtipp...

Francaise des Jeux

Frédéric Guesdon (Fra) [FDJ]
Peter van Petegem (Bel) [FDJ]
Wim de Vocht (Bel) [FDJ]
Kevin Hulsmans (Bel) [FDJ]
Allan Johansen (Den) [FDJ]
Lars Michaelsen (Den) [FDJ]
Nick Nuyens (Bel) [FDJ]
Bert Roesems (Bel) [FDJ]

Ein Dream Team für ein Continental Team. Van Petegem, der Sieger von 2003 hat man in den Reihen. Knapp verlor er jüngstens bei der Ronde van Vlaanderen und wurde 2. Er hat ein außergewöhnlich starkes Team an seiner Seite. Guesdon und Michaelsen sind beispielsweise erfahrene Roubaix Veteranen, die schon mehr als genug Erfahrung mit dem Pflaster haben. Zudem Nuyens, Roesems, Johansen und De Vocht. Ein Dreamteam! Mit diesem Team muss im eigenen Land der Sieg her! Und das mit dem erfahrenen Flamen Van Petegem, für den nur der Sieg zählt. Tief saß die Enttäuschung nach dem zweiten Platz in Merbeeke. Die flämische Flagge wird sicher überall an der Strecke zu sehen sein und damit hatten ja schon manche Fahrer ihre Probleme...

Rabobank

Tom Boonen (Bel) [RAB]
Marcus Burghardt (Ger) [RAB]
Steven de Jongh (Ned) [RAB]
Koen de Kort (Ned) [RAB]
Mathew Hayman (Aus) [RAB]
Leon van Bon (Ned) [RAB]
Henk Vogels (Aus) [RAB]
Marc Wauters (Bel) [RAB]

Die Belgier werden langsam ungeduldig. Der designierte Nachfolger des "Löwen" scheiterte bei den letzten Rennen meist knapp am Sieg. So auch jüngst bei der Ronde. Er musste sich mit dem 3 Platz "begnügen". Das ist Rabobank deutlich zu wenig und das wurde auch offen gesagt. Man hat ihm deshalb wie schon in Flandern ein sehr starkes Team zur Seite gestellt. Wauters, Vogels und Van Bon sind ausgewiesene Roubaix Veteranen und Burghardt und De Koert junge Nachwuchstalente auf dem Gebiet. In Flandern fuhr man offensiv und man verlor. Wie wird die Taktik dieses Mal aussehen? Es muss endlich der Sieg her...

Cofidis

Magnus Backstedt (Swe) [COF]
Arnaud Coyot (Fra) [COF]
Andrej Hauptman (Slo) [COF]
Pieter Jacobs (Bel) [COF]
Jans Koerts (Ned) [COF]
Thierry Marichal (Bel) [COF]
Stuart O'Grady (Aus) [COF]
Staf Scheirlinckx (Bel) [COF]

Das ist das Rennen des Magnus Backstedt. Wie gern würde er seinen Sieg von 2004 widerholen. Doch die Form war jüngst nicht da. Nach dem Sondertraining der letzten Tage hofft er jetzt aber, dass die Form da ist. Die Ronde ist nicht sein Rennen, Roubaix schon. Er hat auch ein ordentliches Team an seiner Seite, aber kein gutes.

Lampre - Fondital

Daniele Bennati (Ita) [LAM]
Fabian Cancellara (Sui) [LAM]
Paolo Fornaciari (Ita) [LAM]
Mauro Gerosa (Ita) [LAM]
Erki Pütsep (Est) [LAM]
Daniele Righi (Ita) [LAM]
Fabio Sacchi (Ita) [LAM]
Marco Velo (Ita) [LAM]

Der junge Schweizer hat sein Lieblingsrennen bereits gefunden. Und das heißt Paris-Roubaix. Zu diesem Rennen benötigt man eine "besondere Liebe" und die hat er definitiv. Er ist Zeitfahrstark, das ermöglicht ihm auch eine frühe Attacke durchzustehen. Auf dem flachen ist er ohnehin kaum schlagbar. Der Sieg kann nur über ihn gehen. Allerdings könnte auch er sich ein besseres Team an seiner Seite wünschen, denn da wäre es gut, wenn mehr Qualität zu Buche stehen würde.

Davitamon-Lotto

Bart Dockx (Bel) [DVL]
Nico Mattan (Bel) [DVL]
Gert Steegmans (Bel) [DVL]
Aart Vierhouten (Ned) [DVL]
Wim Vansevenant (Bel) [DVL]
Sébastien Rosseler (Bel) [DVL]
Koos Moerenhout (Ned) [DVL]
Frédéric Amorisson (Bel) [DVL]

Die Belgier, bei denen noch Van Petegem seine große Siege gefeiert werden, sind nicht mehr das was sie mal waren. Sie haben zwar einige interessante Fahrer in ihren Reihen, aber nicht das was man in Belgien von ihnen erwartet. Mattan ist ein guter Fahrer fürs Pflaster, allerdings kein Siegfahrer. Vierhouten kommt auch drüber, allerdings ist er schon alt. Aber man einige Talente in den Reihen, beispielsweise Dockx, Steegmans und Rosseler. Besonders auf Steegmans muss man achten, der könnte für eine Überraschung gut sein. Bei der Ronde war er der beste des Teams als 16. Aber ob das den Fans in Belgien reicht?

Liberty Seguros

Alessandro Ballan (Ita) [LSW]
Matteo Carrara (Ita) [LSW]
Viatcheslav Ekimov (Rus) [LSW]
Serguei Ivanov (Rus) [LSW]
Frank Vandenbroucke (Bel) [LSW]
Rik Verbrugghe (Bel) [LSW]
Steffen Wesemann (Sui) [LSW]
Bradley Wiggins (Gbr) [LSW]

Ein Dream Team. Ballan, Ekimov, Ivanov und Wesemann, was will man mehr? Das stärkste Team der Pro Tour will auch hier den Sieg. Nicht zuletzt deshalb war man vom Resultat der Ronde enttäuscht. Es sprang "nur" ein 6 Platz für Wesemann heraus. Diesmal soll mehr her. man sagt ja, dass man mit 35 Jahren im richtigen Alter für die "Hölle des Norden" ist. Das könnte ja auf den Sieg Wesemanns hineuten...

T-Mobile

Daniel Becke (Ger) [TMO]
Antonio Bucciero (Ita) [TMO]
Roger Hammond (Gbr) [TMO]
André Korff (Ger) [TMO]
Andris Nauduzs(Lat) [TMO]
Sven Vanthourenhout (Bel) [TMO]
Preben van Hecke (Bel) [TMO]
Kevin van Impe (Bel) [TMO]

Roger Hammond ist zu erwähnen, der liebt dieses Rennen. Er fährt traditionell hier sehr stark. Bei Gent-Wevelgem erzielte er seit langem mal wieder ein gutes Ergebnis als 5.Doch bei T-Mobile steht er auf leerem Posten. Bei einem Defekt wird er auf sich allen gestellt sein. Von T-Mobile Seite hört man das Ziel Top 10, dass könnte zwar klappen, wird aber schwierig. Der 5 Platz in Wevelgem konstantierte aus einem Sprint heraus, welcher chaotisch verlied, ob er hier gegen Van Petegem, Hincapie und Boonen was ausrichten kann? Eher weniger...

Phonak

Karsten Kroon (Ned) [PHO]
Nico Eeckhout (Bel) [PHO]
Martin Elmiger (Sui) [PHO]
Grischa Niermann (Ger) [PHO]
Samuel Plouhinec (Fra) [PHO]
Benoit Poilvet (Fra) [PHO]
Sacha Urweider (Sui) [PHO]
Johan Vansummeren (Bel) [PHO]

Karsten Kroon wurde überraschend Sieger der Flandern Rundfahrt. Das Resultat hier zu widerholen wird wohl unmöglich sein. Nicht destotrotz hat man mit ihm und Eeckhout Kandidaten für eine fordere Platzierung. Doch nach der Flandern Rundfahrt ist wohl alles für Phonak nur noch Zugabe...

Toursieger Ullrich
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Ungelesener Beitrag von Toursieger Ullrich » Di 25. Apr 2006, 17:34

Gerolsteiner

Erik Dekker (Ned) [GST]
Heinrich Haussler (Ger) [GST]
Danilo Hondo (Ger) [GST]
Andreas Klier (Ger) [GST]
Sebastian Lang (Ger) [GST]
Christian Müller (Ger) [GST]
Torsten Schmidt (Ger) [GST]
Marco Serpellini (Ita) [GST]

Das Deutsche Team, das bei der Flandern Rundfahrt aufgrund Streit mit der Organisation überraschend fehlte, will hier natürlich dann voll angreifen. Mit Klier hat man einen klaren Kapitän, der auch ordentliche Helfer an seiner Seite hat. Ein 5 Platz sei sein Ziel. Nach dem Fehlen bei der Ronde wird ein gutes Resultat aber auch dringend benötigt. Der Sponsor will schließlich Ergebnisse sehen. Besonders Aufmerksamkeit wird sicher auch Danilo Hondo bekommen. Er fährt heute sein erstes Rennen nach einer einjährigen Dopingsperre, welche das Kantonsgericht Waadt per Entscheid aufhob.

Team Quickstep

Paolo Bettini (Ita) [QSI]
Dominique Cornu (Bel) [QSI]
Dimitri De Fauw (Bel) [QSI]
Kevin de Weert (Bel) [QSI]
Servais Knaven (Ned) [QSI]
David Loosli (Sui) [QSI]
Roy Sentjens (Bel) [QSI]
Tom Steels (Bel) [QSI] Straßenmeister

Mit Knaven hat man einen Ex Sieger im Team. Doch von den Leistungen vergangener Jahre ist er in letzter Zeit weit entfernt gewesen. Tom Steels war auch mal ein guter Fahrer auf dem Gebiet, guter Ergebnisse blieb er aber jüngst schuldig. Bettini war jüngst noch der beste von Quickstep bei der Ronde. Doch Paris-Roubaix sollte ihm weniger liegen. Trauriger Verfall eines Teams, das ehemals Muuseuw und Boonen in seinen Reihen hielt.




Die Teams mit weniger Chancen das Renngeschehen mitzubestimmen:

Landbouwkredit

Ludovic Capelle (Bel) [LAN]
Bert de Waele (Bel) [LAN]
Glenn D'Hollander (Bel) [LAN]
Maxime Monfort (Bel) [LAN]
Sven Renders (Bel) [LAN]
Nico Sijmens (Bel) [LAN]
James Vandlandschoot (Bel) [LAN]
Johan Verstrepen (Bel) [LAN]

Saunier Duval

Dario Pieri (Ita) [SDV]
Christophe Detilloux (Bel) [SDV]
José V. Garcia Acosta (Spa) [SDV]
Ruslan Ivanov (Mda) [SDV] Straßen- & Zeitfahrmeister
Jose Cayetano Julia Cegarra (Spa) [SDV]
Rafael Nuritdinov (Uzb) [SDV] Straßenmeister
Luca Solari (Ita) [SDV]
Francisco J.Ventoso Alberdi (Spa) [SDV]

Agritubel

Christophe Agnolutto (Fra) [AGR]
Florent Brard (Fra) [AGR]
Gilles Canouet(Fra) [AGR]
Médéric Clain (Fra) [AGR]
Cédric Coutouly (Fra) [AGR]
Nicolas Crosbie (Fra) [AGR]
Saulius Ruskys (Lit) [AGR]

Caisse d'Épargne

Marzio Bruseghin (Ita) [CEI]
José Luis Carrasco Gamiz (Spa) [CEI]
Sébastien Chavanel (Fra) [CEI]
Aurélien Clerc (Sui) [CEI]
Massimo Codol (Ita) [CEI]
Antonio Colom Mas (Spa) [CEI]
Arkaitz Duran Aroca (Spa) [CEI]
Nicolas Portal (Fra) [CEI]

Keines der Teams hat Chancen auf eine gute Platzierung aus dem Feld heraus. Wenn dann, dann sollten sie schon aus einer Außreisergruppe kommen. Vorgemacht hat das Florent Brard letztes Jahr, dieses Jahr ist erwieder dabei. Aber auch Portal ist sowas zuzutrauen. Besondere Aufmerksamkeit erzeugt nochmal Dario Pieri. Auch er versucht sich noch einmal bei Paris- Roubaix. Doch er hat seit Jahren so mit seinem Übergewicht zu kämpfen, dass kein gutes Ergebnis mehr heraussprang. Und auch in den Vorbereitungen auf da Rennen dieses Jahr, konnte man seine fehlende Fitness anmerken...




Nun kommen wir zu unserer Sternvergabe der Favoriten:
***** Tom Boonen
**** Peter Van Petegem, Fabian Cancellara
*** Leif Hoste, Juan Antonio Flecha, Steffen Wesemann
** George Hincapie, Bernhard Eisel, Alessandro Ballan, Vladimir Goussev
* Magnus Backstedt, Andreas Klier, Lars Michaelsen, Erik Zabel, Thor Hushov

Unser Siegeskandidat für das Rennen heißt also:

Tom Boonen

[img]http://gblx.cache.el-mundo.net/elmundodeporte/imagenes/2005/04/10/1113148696_0.jpg[/img]

Toursieger Ullrich
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Ungelesener Beitrag von Toursieger Ullrich » So 30. Apr 2006, 12:18

[img]http://politikag05.po.funpic.de/bilder/zeitung/banner1.jpg[/img]


Amstel Gold Race


[img]http://www.uci.ch/data_2002/road/worldcup/WCM_05/Cauberg1.jpg[/img]

Die Saison der Kopfsteinpflasterrennen ist zu Ende gegangen. Doch jetzt gibt es keine Ruhepause. Im Gegenteil. Das Profil wird noch härter. Denn es geht jetzt in die "Berge". Naja Berge ist vielleicht ein wenig übertrieben für die Hügel in Limburg, aber leicht sind sie nicht. Manch einer wundert sich, wie man doch in Holland Hügel findet, doch siehe da, in Limburg gibt es sie. Das "Bierrennen" ist aber kein Monument, wie das letzte Pro Tour Eintagesrennen von Paris nach Roubaix. Trotzdem ist es ein sehr wichtiges Rennen und die besten Radrennfahrer der Welt fahren hier jedes Jahr um den Sieg. Das Rennen endet auf dem legendären Cauberg, der schon Teil der Tour de France war, aber auch schon bei WMs befahren wurde. Doch auch Sprinter mit Hügelfähigkeiten haben hier eine Chance. So gewann zum Beispiel bereits Erik Zabel hier. Und auch Oscar Freire fährt hier jährlich stark. Doch seit die Zielankunft in Valkenburg auf den Cauberg verlegt wurde, wurde es schwerer für Sprinter. Für die Holländer vom Team Rabobank ist das Rennen mit das wichtigste im ganzen Jahr. Ihr Kapitän, der Holländer Michael Boogerd, ist ein Garant für einen Podestplatz. Es gibt wohl kaum einen Fahrer, der konstantere Ergebnisse vorzuweisen hat bei diesem Rennen wie er. Doch ob er gewinnen kann? In den letzten Jahren hat er die Siege immer durch taktische Fehler verspielt...

Strecke

[img]http://www.cyclingnews.com/road/2005/apr05/amstel05/graphics/map.gif[/img]

Profil: http://www.cyclingnews.com/road/2005/ap ... rofile.gif

Der Parcours in Limburg ist bestimmt alles andere als leicht. Es geht über 31 Hügel, welche über 250km verteilt sind. Und diese 250km und 31 Hügel machen das Rennen auch so schwer. 250km ist eine heute seltene Distanz, welche meist nur die Monumente aufzuweisen haben. Die 31 Hügel sind meist unregelmäßig steil. Allerdings sind die Spitzen extrem steil. Teilweise gibt es Rampen bis zu 25%. Der bekannteste Hügel des Rennens ist ohne Frage der legendäre Cauberg. Er wird 2 mal befahren und an ihm entscheidet sich das Rennen am Ende mit einer Zielankunft. Entscheidend sind meist die letzten 50 km, mit dem Wolfsberg wird das Finale eingeleitet. Der Sieger des Rennens wird wohl kaum ein Sprinter sein, denn das Ziel wurde von Maastricht auf den Cauberg verlegt, doch auch kein typischer Bergfahrer wie zum Beispiel Simoni oder Rujano sein. Die Sieger müssen meist einen schnellen Antritt haben und auch eine schnelle Endgeschwindigkeit haben. Denn die Anstiege sind sehr kurz. Der Cauberg wird von gigantischen Zuschauermassen bevölkert.

[img]http://www.bnr.nl/blobs/anp/22988.jpg[/img]
Zielankunft auf dem Cauberg

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Fr 26. Mai 2006, 12:34

[img]http://hannibal22.ha.funpic.de/pics/rad/giro-banner.jpg[/img]

Der Giro beginnt

Es geht wieder los: kurvige Sprintankünfte, steile Berge und diesmal auch ein Klassikerrennen in Belgien, das ist der Giro 2006. War es letztes Jahr Gilberto Simoni, der 2 Sekunden vor Ivan Basso den kanppsten Giro aller Zeiten gewinnen konnte, wäre es möglich, dass ihm dieses Jahr das Zeitfahren zum Verhängnis werden könnte.
Oder aber kann er viel Zeit rausfahren auf die Konkurrenz, die dieses Jahr so groß sein wird wie noch nie. Doch dazu später mehr.
Die Strecke ist ein weiterer Fakot für das Rennen. Während hier am Start in Belgien das Wetter nicht besonders gut ist, soll es in Italien schon recht warm und sonnig sein, man kannsich also auf einen spannenden und witterungsmäßig fairen Giro freuen.

Auch das Cyclings News Magazine wird vom Giro berichten, Interviews und Vorschauartikel werden wir hoffentlich vor dem Giro soweit präsentieren, als dass sie gut vorbereitet sind, wenn es morgen in Seraing auf die Startrampe geht...

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Fr 26. Mai 2006, 16:08

[img]http://img69.imageshack.us/img69/6585/girobannerpt9.jpg[/img]

Der Kampf um das maglia rosa

[img]http://www.tscyclingusa.com/products/santini/graphics_optimzed/pinkjerseyfrontsm.jpg[/img]

Dieses Trikot konnten sie alle 4 schon einmal anziehen. Die Rede ist von den Topfavoriten auf den Girosieg 2006. Außer Ivan Basso haben sie auch alle mindestens einen Girosieg in der Tasche. Dieser will aber alles dafür geben, den Giro dieses Jahr zu seinem Liberty Seguros Team zu holen.

Gilberto Simoni
[img]http://www.rainews24.rai.it/ran24/immagini/simonirosa.jpg[/img]
Der Titelverteidiger des Giros ist mitnichten der Topfavorit. In der Romandie war nicht viel von einer vermeintlichen Topform zu sehen, nur Rang 19, keine Konstanz in den Rennen, aber gewohnt stark am Berg. Er zählt hier selbstverständlich zu den Favoriten, aber kann er hier noch einmal gewinnen? Seine Zeitfahrfähigkeiten sind sicherlich Mangelhaft, schon früh in der Saison merkte man, dass er sich voll auf den Giro vorbereitet, er muss hier gewinnen, sonst war das Vertrauen von Davitamon umsonst.

Ivan Basso
[img]http://www.smithsport.com/news/images/n_0505_csc_giro3_1.jpg[/img]
Der zweite von Tirreno Adriatico und Sieger des Criterium International Ivan Basso zählt auch zu den Favoriten, seine Form ist schwer einzuschätzen. Letztes Jahr wurde er knapp hinter Simoni zweiter, dieses Jahr will er den Sieg. Die beiden klassischen Vorbereitungsrennen Trentino und Romandie ließ er aus, das letzte Mal war es bei Lüttich Bastogne Lüttich wo er seine Stärke mit einem ordentlichen 11. Rang zeigte. Ob er seine starke Leistung vom letzten Jahr wiederholen kann weiß man nicht, im Zeitfahren ist er sicherlich einer der stärksten Favoriten, auch am Berg ist er stark, wenn er da mit Simoni mithalten kann, sollte der Sieg im Bereich des Möglichen sein.

Paolo Savoldelli
[img]http://www.cbc.ca/gfx/topstory/sports/savoldelli_paolo050529.jpg[/img]
Er war bislang bei allen Vorbereitungsrennen am Start, ob Tirreno, Criterium, Romandie oder Trentino, er hat sie alle bestritten. Rang 6 an der Adria, also vor Simoni aber hinter Basso. Hinter ferner liefen sowohl in Frankreich, als auch im Trentino, das waren nicht seine Rennen, aber sein dritter Platz bei der Tour de Romandie beweist, dass seine Form nicht so schlecht ist. Der "Falke" ist ein meister der abfahrt, als auch ein guter Zeitfahrer, von den genannten Favoriten aber der schwächste Kletterer, hier darf er nicht zu viel verlieren, denn vor allem Basso kann in beiden Kategorien viel Zeit auf den Flaken gutmachen. Es wird eng für Savoldelli, aber der Sieg ist erneut möglich.

Damiano Cunego
[img]http://news.bbc.co.uk/media/images/40215000/jpg/_40215375_cunego_afp200x245.jpg[/img]
Der Youngster im Italienischen Radsport konnte im letzten Jahr nicht an die Erwartungen anknüpfen, die an ihn gestellt wurden. Mit Rang 6 bleib er hinter ihnen zurück. Dieses Jahr allerdings macht er einen guten Eindruck, 10. in der Romandie, zuvor stark bei diversen ProTour-Klassikern, er scheint ordentlich in Form zu sein, auch seine alte Sprintstärke ließ er in der Schweiz aufblitzen. Aber auch er ist kein starker Zeitfahrer, er muss einfach Zeit am Berg auf Basso und Savoldelli gewinnen, um Konkurrenzfähig zu bleiben.

Favoritenranking
1. Ivan Basso
2. Paolo Savoldelli
3. Damiano Cunego
4. Gilberto Simoni

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Fr 26. Mai 2006, 21:55

[img]http://img69.imageshack.us/img69/6585/girobannerpt9.jpg[/img]

Wer wird König der Sprinter?

[img]http://www.volkskrant.nl/images/21petacchi2.jpg[/img]

Diesen Zweikampf wird es nicht geben beim Giro, Erik Zabel ist nicht am Start, hat Alessandro Petacchi also keine Konkurrenz? Doch, er hat. Aber reicht diese Konkurrenz um ihn, den Starsprinter zu gefährden? Wir werden es sehen.

Alessandro Petacchi
[img]http://www.tribuneindia.com/2003/20030911/sp2.jpg[/img]
Der absolute Star im Sprinterpeloton. Wenn nicht er, dann wird es eng, die letzten Jahre warer immer der Dominator beim Giro, dieses Jahr ist das Team fast vollständig auf ihn ausgerichtet. Mit seinem Zug sollte der Sieg nur über Petacchi zu erringen sein.

Robbie McEwen
[img]http://news.bbc.co.uk/media/images/41274000/jpg/_41274753_mcewen300.jpg[/img]
Er kann vielleicht der Alternative Sprintstar werden, sollte Petacchi patzen oder ausfallen. Er kann ihn schlagen, wenn er auch nicht die Möglichkeiten eines Sprintzuges wie ihn Petacchi hat zu fahren. Aber wenn es Mann gegen Mann geht kann er ihn schlagen. Wird es auch beim Giro tun, für die Spannung hoffen wir es.

Danilo Napolitano
[img]http://www.bettiniphoto.net/image/2_0003933_1_thumb2.jpg[/img]
Junger Sprinter, er kann sicherlich was zeigen, vor allem wenn das Rennen etwas welliger ist. Hat schon öfter bewiesen, dass er in guter Form zu Siegen fähig ist. Auch beim Giro?

Olaf Pollack
[img]http://www.sport1.de/media/redaktionell/bilder/sportarten/radsport/pollack_olaf_tmobile_Aufmacher.jpg[/img]
Ein starker Sprinter, aber kann er Petacchi schlagen? An guten Tagen ist er sicherlich dazu fähig, aber er kann auch zum tragischen, ewigen Zweiten oder sogar Dritten bei dem Giro 2006 werden.

Fred Rodriguez
[img]http://grahamwatson.com/2000/other/images/swissweb/image1.jpg[/img]
Einer der Routinierten Sprinter beim Giro, ob er gegen Petacchi und seinen Zug eine Chance hat ist zu bezweifeln, aber vielleicht kann er für starke Platzierungen sorgen.

Paride Grillo
[img]http://www.laborraccia.it/images/20040314_san_pancrazio_grillo_volata_HP.jpg[/img]
Ein junges Talent, der italienischen Sprintergarde, er hat zwar nicht viel erreicht, aber das Potenzial ist da und der junge von Panaria wird alles dafür geben, um seinen Giro-Etappensieg zu holen.

Enrico Gasparotto
[img]http://misha66.interfree.it/abruzzo/DSCN1545.jpg[/img]
Ebenfalls aus der jungen Garde, auch bei ihm ist es so, dass er wohl Petacchi noch nicht gefärden kann, für Top-Platzierungen wird es aber auch bei ihm reichen können, wenn er alles gibt.

Magnus Backstedt
[img]http://www.letour.fr/stf/roubaix/2005/images/ph_backstedt.jpg[/img]
Ein erfahrener Fahrer, aber ist er ein so guter Sprinter, dass er hier in diesem Fahrerfeld gewinnen kann? Auf jeden Fall wird er in der ersten woche mitmischen können, dass er die Berge überlebt ist unwahrscheinlich.

Der Rest vom Sprinterfest
[img]http://www.t-mobile-team.com/cms/tmoteam/property=blobBigBinary/id=63236.jpg[/img]
Boonewn nicht am Start, Zabel auch nicht, wer soll Petacchi stoppen, wenn nicht Robbie McEwen? Alex Usov, Alejandro Borrajo, Jeremy Hunt, Julian Dean, Ivan Quaranta. In der ersten Woche werden sie vielleicht noch was zeigen, wer von ihnen in Mailand noch dabei ist, hat auch da Chancen auf das Podium in der Ciclamino-Wertung

Sprinterranking
1. Alessandro Petacchi
2. Robbie McEwen
3. Olaf Pollack
4. Fred Rodriguez
5. Paride Grillo

Totschnig23
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Ungelesener Beitrag von Totschnig23 » Fr 26. Mai 2006, 23:17

[img]http://hannibal22.ha.funpic.de/pics/rad/giro-banner.jpg[/img]

Klappt es heuer als Außenseiter?

[img]http://www.damianocunego.it/wo_albums/Index/20050509_104604/20050514_191955/20050514_192245?display=medium[/img]

Nur ungern erinnert sich Manager Rasmussen wohl an das Vorjahr. Mit einem nahezu übermächtigen Team trat das Team Lampre-Caffita beim Giro an, und am Ende sprang nur ein 3.Platz heraus. Dafür hatte man 3 Leute in den Top6. Trotz allem war das Ziel Girosieg klar verfehlt, auch wenn am Ende nur 12 Sekunden waren die zum großen Triumph von Paolo Savoldelli fehlten. Rasmussen musste sich danach so einiges um seine falsche Taktik anhören, opferte sich jener Savoldelli auf den ersten Bergetappen noch für Damiano Cunego auf.
Heuer soll alles anders werden. Die Hirarchie im Team ist, oder scheint (?), klar. Der Falke Paolo Savoldelli geht als klarer Kapitän ins Rennen und soll am Ende zum zweiten Mal ganz oben stehen. Im Hintergrund zeigen sich aber schon wieder die ersten Probleme. Steht mit di Luca doch der Vorjahres-5. und Pro Tour 2. im Team. Ob er sich voll in die Dienste seines Kapitäns stellen wird?
Mit Sella und Cioni hat der Falke 2 weitere Tophelfer an seiner Seite, aber auch ob sie sich voll in seinen Dienst stellen werden ist vielleicht fraglich.
Das Team komplettieren Franceso Bellotti, Paolo Tiralongo, Brad McGee, der im letztjährigen Giro Team von Simoni stand, Michael Blaudzun, sowie Marco Pinotti, vor allem dank letzteren 3en wird beim Team Lampre wohl die Vorfreude auf das Teamzeitfahren überwiegen und wenn Manager Rasmussen die Probleme aus dem letzten Jahr bewältigen konnte, hat Savoldelli wohl eines der stärksten wenn nicht das stärkste Team an seiner Seite.
Aber selbst wenn es heuer nicht mit dem großen Sieg klappen sollte, wäre es für das Team Lampre wohl kein Beinbruch. Nach einem sensationellen Frühjahr konnte man nach der Tour de Romandie sogar die Führung in der Pro Tour übernehmen. Das ist vor allem Cadel Evans zu verdanken, der eben jene Tour de Romandie ebenso wie die Baskenlandrundfahrt gewinnen konnte, und natürlich Danilo di Luca, der bei den Ardennen Klassikern einmal mehr für Furore sorgte. Aber auch Cancellara und Kim Kirchen sorgten für ausgezeichnete Ergebnise und bewiesen: das Team Lampre ist heuer nicht mehr nur auf den Giro fokusiert, sondern gehört auch international zur Creme de la Creme des Radsports.


TP.: Bongiorno
Rasmussen: Tag wohl

TP: Danke dass Sie sich die Zeit genommen haben. Zu Beginn: Glückwunsch zur Pro Tour Führung
Rasmussen: Ja, das macht uns stolz. Diese Führung kommt doch etwas überraschend, unser Ziel war zu diesem Zeitpunkt ein rang unter den ersten drei, nun haben wir den ersten Rang inne. Wir schauen jetzt natürlich, dass wir diesen so lange wie möglich halten können.

TP: Die Pro Tour Führung unterstreicht auch, dass sich Lampre heuer mehr auf den internationalen Markt konzentriert. Birgt das nicht die Gefahr die heimischen Fans bei den Heimrennen wie zB dem Giro zu enttäuschen?
Rasmussen: Ich denke nicht, wir haben mit Di Luca einen Fahrer, der sowohl bei den Frühjahresklassiker, als auch beim Giro stark sein kann. Zudem blieb der Stamm der Italiener mit Savoldelli, Cioni, und Sella bestehen. Wir haben also nach wie vor ein starkes TEam für den Giro. Wir hoffen bis am Ende der Saison unter den ersten drei zu bleiben. Die Neuzuzüge kamen vor allem auf Kosten der Spanier, was zur Folge haben wird, das wir beid er Vuelta nicht ganz vorne mitmischen werden.

TP: Zurück zum Giro. Was sind hier Ihre Ziele?
Rasmussen: Wir wollen wie im letzten Jahr aufs Podium, der Sieg ist wegen der berlegenheit von Basso wohl nicht zu holen. Aber Savoldelli soll versuchen das Podium zu erreichen, das wollen wir mit einer aggressiven und offensiven Fahrweise erreichen. Zudem sollen es 2 oder 3 Etappensiege werden, der erste im Prolog verbunden mit dem Rosa Trikot.

TP: Woher kommt ihre Überzeugung der Chancenlosigkeit gegen Ivan Basso?
Rasmussen: Naja, das war jetzt sicher schnell gesagt. Keine Chance im Kampf 1:1, denn da ist er wohl besser, zumindest von seinen Voraussetzungen. Aber wir glauben natürlich dennoch, dass man ihn schlagen kann, aber dann darf man nicht bis kurz vor dem Ziel warten, wenn er antritt, sondern muss davor schon in die Offensive gehen und ihn unter Druck setzen, das stärkste Team scheint er nicht zu haben

TP.: Also keine Spur von Aufgabe. Das Ziel bleibt also ihr erster Girosieger. Wird sich dafür das ganze Team in den Dienst von Savoldelli stellen? Sie erinnern sich ja sicher an die Probleme im letzten Jahr
Rasmussen: Nene, wir werden natürlich alles versuchen den Gesamtsieg zu holen, aber sinnlose Attacken wird es nicht geben, wir greifen nicht den Sieg an, auf Kosten des Podiums! Im letzten Jahr war es schon ein Dilemma mit der Taktik, zu Beginn war Cunego enorm stark, Savoldelli hingegen schwach, das änderte sich dann bald und ich musste auf Savoldelli setzen. Das soll heuer nicht mehr passieren, Savoldelli wird vom ersten Tag an der unumstrittene Kapitän sein und vom ganzen team unterstützt

TP: Obwohl mit Danilo di Luca, der Pro Tour 2. und letztjährige Giro 4. im Team steht? Er hat ja letztes Jahr bewiesen, dass er durchaus auch Chancen hat den Giro zu gewinnen.
Rasmussen: Naja, das ist ein Luxusproblem. Aber wir haben in einem Gespräch mit den beiden festgelegt, dass Savoldelli der Chef ist, er wird durch das Team unterstützt. Aber Di Luca wird sicher gewissen Freiheiten haben und auch auf Gesamtwertung fahren...

TP: Hoffentlich endet das nicht ähnlich wie im letzten Jahr. Wen sehen sie außer Basso weiters als Konkurrent für Paolo Savoldelli, … und Danilo di Luca?

Rasmussen: Hoffen wir auch, wir hoffen einfach, dass Savoldelli deutlich stärker ist Da sind natürlich vor allem die beiden einheimischen Cunego und Simoni zu nenen, aber auch auf die Performance der Ausländer Menchov und Popovych darf man gespannt sein, denen traue ich auch einiges zu

TP: Zum Abschluss: Ihr Tipp für das Giropodium?
Rasmussen: Wollen Sie jetzt die optimistische Variante hören?

TP: die Realistische
Rasmussen: na gut. Dann tippe ich 1.Basso 2.Savoldelli und 3.Simoni

TP: Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Viel Glück beim Giro.
Rasmussen: Gern geschehen. Danke.

HannibalSmith
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Ungelesener Beitrag von HannibalSmith » Sa 27. Mai 2006, 12:44

[img]http://hannibal22.ha.funpic.de/pics/rad/giro-banner.jpg[/img]

Ihre Welt sind die Berge...

[img]http://morphsie.studentenweb.org/rik/images/G0213cuapio.jpg[/img]

Sie sind alle stark am Berg, Ambitionen auf die Gesamtwertungen aber trotzdem fast 0. Denn das Zeitfahren und die Kraft reichen nicht aus um Konstant in die Top 10 der Etappen zu fahren. Was also sonst? Etappensiege und Bergtrikot, anderes bleibt diesen Fahrern nicht übrig:

Die Südamerikaner
Sie haben fast alle drei Vor- und zwei Nachnamen und können klettern wie die Weltmeister, doch die beiden Tage im Gruppetto und das Zeitfahren nimmt ihnen die Chancen auf den Sieg, voilá, die Südamerikaner:

Ivan Ramiro Parra Pinto
[img]http://www.volkskrant.nl/images/parra13etap280416.jpg[/img]
5. bei der Vuelta a Espana im vergangenen Jahr, aber natürlich nur in der Bergwertung. Denn für die Gesamtwertung, müßig zu erwähnen fehlt ihm die Konstanz. Aber dieses Jahr wird er der Kapitän sein bei Liquigas. Ob er dann besser in der Gesamtwertung dastehen wird als auf Rang 20 bleibt abzuwarten, in den Bergen kann er sicherlich für Furore sorgen.

Julio Alberto Perez Cuapio
[img]http://gblx.cache.el-mundo.net/elmundodeporte/imagenes/2002/05/29/1022686017.jpg[/img]
Der starke Kletterer Perez Cuapio konnte bereits das Bergtrikot des Giro gewinnen. Allerdings fehlt ihm trotz seiner unglaublichen Kletterstärke, mit der er 2002 zwei Girobergetappen gewinnen konnte, die Konstanz um in der Gesamtwertung nach vorne fahren zu können. Wenn er das Bergtrikot als Ziel hat und sich dementsprechend auslassen darf, was fraglich ist, dann wird es schwer ihn zu bezwingen.

Mauricio Alberto Ardila Cano
[img]http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/40681000/jpg/_40681540_ardila203.jpg[/img]
Schwankende Leistungen, aber immerwieder stark am Berg, so konnte Mauricio Ardila 2004 bei Chocalde Jacques in seiner bislang stärksten Saison unter anderem die Tour of Britain gewinnen, auch beim Giro war er stark dabei, aber im Zeitfahren wird er dieses Jahr wohl wieder viel verlieren und so für Phonak allenfalls ein Mann für Bergpunkte und Etappensiege sein.

José Rujano Guillen
[img]http://www.bikenews.it/2005/GIRO/TAPPE/19/RUJANO-M.jpg[/img]
Die Entdeckung der letzten beiden Jahre. In den Top 10 bei der Vuelta ist er der konstanteste und zeitfahrstärkste Mann aus Südamerika, der hier am Start ist. Doch kann er auch in den Bergen mit seiner Konkurrenz aus Südamerika mithalten? Er kann! Und deswegen zählt er auch zu den Anwärtern auf die Top 5 beim diesjährigen Giro d'Italia, vielleicht nimmt er sogar das Bergtrikot als Zugabe mit.

Die Italiener
Zwei Zeitfahren plus Prolog, dass sind drei Zeitfahren zuviel für diese Fahrer und wenn sie dann noch einen schlechten Tag auf einer der Hügeletappen haben oder einfach nicht so explosiv sind, dann reicht es oft nur für Rang 15 in der Gesamtwertung, wenn überhaupt.

Leonardo Piepoli
[img]http://www.tagesanzeiger.ch/images/dynamic/news/artikel/271223.jpg[/img]
Vielleicht kann er die Bergwertung gewinnen, vielleicht sogar in die Top 10 fahren, aber vielleicht reichtes, wie so oft wieder nicht und Leonardo Piepoli kann die hohen Erwartungen, die in ihn gesteckt wurden nicht erfüllen.

Wladimir Belli
[img]http://news.bbc.co.uk/olmedia/1365000/images/_1367258_belli300.jpg[/img]
Er gilt als der Mustertyp des Giro-Helfers neben Eddi Mazzoleni. Doch auch selber kann der alte Hase hier etwas reißen, denn das Bergtrikot ist genau das was er erreichen kann: Punkte hamstern in Spitzengruppen, das kann er genauso wie die letzten Punkte hinter den Gesamtwertungsfahrern abgreifen. Nur seine Zeitfahrschwäche hindert ihn immer wieder an Topplatzierungen in der Gesamtwertung.

Bergtrikot-Ranking
1. Jose Rujano
2. Julio Alberto Perez
3. Leonardo Piepoli
4. Ivan Parra
5. Wladimir Belli
6. Mauricio Ardila

Totschnig23
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Ungelesener Beitrag von Totschnig23 » Sa 27. Mai 2006, 13:34

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Das italienische Kelme?

[img]http://www.team-milram.com/art/img_dummy.jpg[/img]

Das Team
141 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Leonardo Piepoli (Ita) [MRM]
142 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/spanien.jpg[/img] David Arroyo Duran (Spa) [MRM]
143 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Giampaolo Caruso (Ita) [MRM]
144 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Mirko Celestino (Ita) [MRM]
145 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Sergio Ghisalberti (Ita) [MRM]
146 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Daniele Napolitano (Ita) [MRM]
147 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Christian Moreni (Ita) [MRM]
148 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/frankreich.jpg[/img] Jean Gadret (Fra) [MRM]
149 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/kolumbien.jpg[/img] Victor Hugo Pena Grisales (Col) [MRM]

Wer errinert sich nicht mehr an die guten alten Zeiten, als die spanische Kletterarmada aus Valencia, genannt Kelme, die Alpen und Pyrenäen unsicher machten. Das Team Milram ist am besten Weg die Nachfolge der grün-schwarzen, zumindest beim Giro, anzutreten. Mit Piepoli und Caruso stehen 2 ausgezeichnete Kletterer im Team, von denen man in den Bergen sicher einiges erwarten kann. Chancen im Gesamtklassement haben aber Beide praktisch keine. Mangelnde Konstanz und die Zeitfahrschwäche dürften sogar einen Platz in den Top20 verhindern.
Als Kapitän in der Gesamtwertung ist somit am Ehesten der Kolumbianer Victor Hugo Pena anzusehen. Aber die Top10 bleiben wohl auch für illusorisch. So bleibt der Joghurttruppe wohl nur die Flucht nach vorne. Mit Celestino und Christian Moreni stehen hierfür 2 absolute Spezialisten im Team. Vor allem bei Christian Moreni, der im letzten Jahr mit 1 Etappensiegen, 4 Tagen in Rosa, sowie den Siegen der Intergiro und Combattiva Wertungen zweifelsohne zu den Männern des Giros zählte, dürfen wir gespannt sein ob er seine Leistung aus dem Vorjahr wiederhlen kann. Er wird zusammen mit Mirko Celestino auf den zahlreichen hügeligen Etappen zu den Favoriten auf einen Etappensieg zählen.
Und bei den ganzen Kletterern und Hügelspezialisten sollte man nicht auf Danilo Napolitano vergessen. Der junge Italiener gilt als Sprintertalent und das wird er uns hier beim Giro sicher beweisen wollen.
Auch in den Bergen darf man wohl einiges erwarten. Der Manager tritt auf jeden Fall selbstbewusst mit Zielen wie dem Gewinn des Bergtrikots und einem Top5 Platz auf, ob diese zu verwirklichen sein werden, ist eine andere Frage. Wir sind jedenfalls gespannt.

Der Manager

Das Team, damals noch unter den Namen de Nardi aktiv, hat ein schwarzes Jahr hinter sich. Finnanzielle und teaminterne Probleme verhinderten schlussendlich sogar einen Girostart. Bezeichnend dafür der Absprung von Serhiyi Honchar 2 Wochen vor dem Giro zu Lampre. Die logische Folge war der Ausstieg des Sponsors nach der Saison, mit Milram wurde aber ein überraschend starker Nachfolger gefunden. Seitdem geht es wieder bergauf. Der neue Manager derpate führte das Team bereits in Jänner und Februar durch Laverde und Nocentini zu 2 Saisonsiegen. Und unter seinem Nachfoger whatevA sorgt das Team seit knapp einem Monat richtig für Furore. Ein absoluter Neuling, der in den Laden richtig Schwung reinbrachte. Er hat viel verändert, aber der Erfolg gibt im Recht. Leonardo Piepoli gewann den Giro del Trentino. Mirko Celestino schrammte beim Amstel Gold Race, Rund um Köln und dem Giro dell’Appenino nur knapp an weiteren Siegen vorbei.



Das Interview

TP.: Bongiorno

WhatevA: Grüß Gott

TP: Sie haben vor knapp einem Monat bei Milram ihre erste große Stelle angetreten. Wie sind sie dazu gekommen, was hat sie daran gereizt?

WhatevA: Nun ja, mich reizte vor allem die Tatsache, dass ich bei Milram die Möglichkeit habe, junge, siegeshungrige Fahrer zu formen, gleichzeitig aber diese von der Erfahrung der "alten Hasen" im Team wie Mirco Celestino und Leonardo Piepoli profitieren zu lassen. Der Kontakt zu Milram entstand auf Vermittlung eines guten Freundes, wobei ich ja erst nach dem Ausstieg des damaligen Cheftrainers selbst zum hauptverantwortlichen sportlichen Leiter wurde.

TP.: Was sind ihre Ziele für den Giro d’Italia?
WhatevA: Unsere Ziele sind vielfältig. Zum einen wollen wir den Zuschauern natürlich ein Spektakel bieten, wobei wir uns hier auf die Bergetappen konzentrieren werden. Daniele Napolitano ist der einzige Sprinter, den wir mitnehmen, wobei er auch als Einzelkämpfer auf der einen oder anderen Etappe aufs Podium sprinten kann. Mit Leonardo Piepoli haben wir einen exzellenten Kletterer für das Gesamtklassement, der mit der Hilfe von Giampaolo Caruso und Victor Hugo Pena durchaus ein Wörtchen um das Podium des Giro d'Italia mitreden kann. Am Berg ist er nicht schlechter als Cunego und Savoldelli; auch Simoni ist da schlagbar. Im Zeitfahren nehmen diese sich ebenfalls nicht viel. Jean Gadret oder Sergio Ghisalberti werden vermutlich ein Auge auf das Bergtrikot werfen, welches wir auch unbedingt in unser Team holen wollen
Mirko Celestino und Christian Moreni werden hingegen speziell bei den Rennen in Belgien mit den kurzen giftigen Anstiegen ihr Glück versuchen und eventuell eine Etappe aus einer Gruppe heraus gewinnen.
Als Fazit kann man sagen, dass die Top 5 im Gesamtklassement und mindestens 3 Etappensiege angepeilt werden, was durchaus realistisch ist. Auch der Gewinn des Bergtrikots oder der Gazzetta 110-Wertung liegen im Rahmen des Möglichen.

TP.: Sind die Ziele nicht etwas hochgesteckt. Leonardo Piepoli gehört sicher zur Elite am Berg, aber er konnte noch nie einen GT ohne einen schwarzen Tag durchfahren. Wie wollen sie so einen verhindern?
WhatevA: Zunächst ist zu sagen, dass Leonardo bisher stets einen kapitän vor sich hatte, für den er im Zweifelsfall alles geben musste. Dazu gehörte dann aber auch die Teamorder, es mal einen Tag ruhig angehen zu lassen, damit er dann am nächsten Tag in den Bergen wieder seine ganze Klasse aufbieten konnte. Das ist bei uns grundlegend anders. Mit Victor Hugo Pena hat er einen Mann an seiner Seite, der ihn jeden Tag beschützen wird. Auch das restliche Team fährt für ihn, sodass er erholt genug sein sollte, konstant vorne reinzufahren. Und selbst wenn ein solcher schwarzer Tag mal kommt, zeigen die Giros der letzten Jahre, dass das Podium trotzdem stets drin ist. Wobei uns Leonardos Trainingsresultate sehr zuversichtlich stimmen, dass der "Mann mit dem Hammer" dieses Jahr gar keine Gelegenheit bekommt, zuzuschlagen. Nicht zuletzt muss man dabei natürlich auch das - neben Victor Hugo Pena auch noch hervorragend besetzte - Helferteam mit Giampaolo, Jean und Sergio sehen, welches neben Lampre wohl zu den Besten im Peloton gehören dürfte und (fast) ganz zu Leonardos Verfügung steht!

TP: Sie sprechen immer wieder den Namen John Gadret an, was hat ein unbekannter Franzose im italienischen Kletterteam Milram verloren?
WhatevA: Nun ja, Sie mögen Jean Gadret vielleicht noch als unbekannt bezeichnen, aber ich garantiere Ihnen, dass sein Name nach dem Giro in aller Munde sein wird. Im Training fährt er selbst Ghisalberti und Pena davon, und das sind ja keineswegs "unbekannte" Fahrer. Er wird im Gebirge der wohl wichtigste Helfer für Piepoli sein, zusammen mit Giampaolo Caruso. Darauf gebe ich Ihnen mein Wort. Es kann sogar sein, dass er unser Trumpf im Kampf um das Bergtrikot wird.

TP: Da bin ich gepannt. Zum Abschluss: Ihr Tipp für das Giropodium?
WhatevA: 1. Basso
2. Savoldelli
3. Piepoli

Von Cunego erwarte ich dieses Jahr nichts, auch Di Luca als Helfer von Savoldelli dürfte nicht so stark sein. Titelverteidiger Simoni wäre auch noch ein Kandidat; wenn Savoldelli schwächelt, dann rückt er auf Rang 3 und Leonadro auf 2. Und ja, das ist ein klein wenig optimistisch! (lacht)


TP: Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Ich wünsche ihnen viel Glück beim Giro, was sie wohl auch brauchen werden um ihre Ziele zu erreichen.

whatevA: Was soll das denn heißen (lacht). Immer wieder gerne.

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Ungelesener Beitrag von Totschnig23 » Sa 27. Mai 2006, 22:28

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Die Galaktischen

[img]http://www.t-mobile-team.com/cms/tmoteam/property=blobBigBinary/id=73384.jpg[/img]

Das Team
11 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Ivan Basso (Ita) [LSW]
12 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Leonardo Bertagnolli (Ita) [LSW]
13 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/spanien.jpg[/img] José Iván Gutiérrez Palacios (Spa) [LSW]
14 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/spanien.jpg[/img] Javier Ramírez Abeja (Spa) [LSW]
15 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/australien.jpg[/img] Mark Renshaw (Aus) [LSW]
16 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/australien.jpg[/img] Michael Rogers (Aus) [LSW]
17 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Guido Trentin (Ita) [LSW]
18 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/belgien.jpg[/img] Rik Verbrugghe (Bel) [LSW]
19 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/england.jpg[/img] Bradley Wiggins (Gbr) [LSW]


Liberty, Liberty und äh, nochmal Liberty. Die letzte Saison war beinahe beängstigend. Kaum ein Rennen verstrich ohne einen Liberty Fahrer der ganz vorne mitfuhr. Aber nicht nur die Erfolge, sondern vor allem die Namen machen das Team Liberty aus. Fast alles was Rang und Namen hat, fährt in blau. Vergleiche mit dem Fußballteam Real Madrid sind hier wohl nicht unangebracht.
Und viel Stars machen bekanntlich kein gutes Team. So reichte es bisher nicht für einen GT Sieg.. Danilo di Luca, Ivan Basso und Paco Mancebo sorgten zwar bei allen GTs für Plätze ihn den Top4, aber zum großen Sprung reichte es noch nicht. Dies soll sich heuer ändern: Der Vorjahres-2. Ivan Basso will heuer endlich seinen ersten GT Sieg. Zur Seite steht ihm dafür aber nicht gerade das stärkste Team, aber zumindest die Hirarchie scheint klar. Leonardo Bertagnolli, Guido Trentin und Michael Rogers sollen ihrem Kapitän wohl vor allem in den Bergen zur Seite stehen. Ansonsten wimmelt es im Team von Zeitfahrern. Damit steht wohl eines fest: Der Weg im Teamzeitfahren führt ur über Liberty. Michael Rogers, Gutierrez Palacios, Rik Verbrugghe, Bradley Wiggins, Mark Renshaw und natürlich auch Ivan Basso stehen hier für absolute Weltklasse. Und hier sollte Basso wohl schon einen Vorsprung in die Berge mitnehmen. Aber man darf sich fragen wie das Team das Rosane in den Bergen verteidigen will.

der Manager
Die Erfolgsgeschichte von Liberty Seguros ist und bleibt eng mit dem Namen hertha_andre verbunden. Er baute ein wahres Dreamteam auf und führte es ein halbes Jahr von Erfolg zu Erfolg. Dann wechselte der routinierte Manager aber auf der Suche nach einer neuen Herausforderung zu Discovery und übergab seinem bisherigen Co Rad-Fan das Amt. Viel hat sich seitdem nicht verändert. In puncto Namen sind die Spanier weiterhin das Non-Plus-Ultra im Radsport. Aber ein Blick auf die Pro Tour Wertung zeigt, dass sich das sich das in puncto Leistung verändert hat. Liberty rangiert hier nur auf Platz und dem deutschen Manager würde der Girosieg sicher sehr gut tun um die erfolgsverwöhnte Teamleitung zufriedenzustellen


das Interview
keine Stellungnahme das Managers [/u]

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Ungelesener Beitrag von Totschnig23 » Sa 27. Mai 2006, 22:51

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Ale Jet

[img]http://www.vg.no/bilder/bildarkiv/1125417883.18505.jpg[/img]

Das Team
31 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Alessandro Petacchi (Ita) [FLM]
32 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Fabio Baldato (Ita) [FLM]
33 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/ukraine.jpg[/img] Serhiy Honchar (Ukr) [FLM]
34 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Rinaldo Nocentini (Ita) [FLM]
35 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Alberto Ongarato (Ita) [FLM]
36 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Domenico Pozzovivo (Ita) [FLM]
37 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Fabio Sacchi (Ita) [FLM]
38 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Matteo Tosatto (Ita) [FLM]
39 [img]http://www.gin-n-juice.com/flags/italien.jpg[/img] Marco Velo (Ita) [FLM]

Der Name des Nachfogeleteams von Fassa Bortolo ist weiterhin eng mit Alessandro Petacchi verbunden. Er ist der unumstrittene Kapitän im Team. Und es ist anzunehmen, der er es der Teamleitung und seinen Helfern mit haufenweise Etappensiegen danken wird. Aber die Saison lief für ihn und sein Team bisher alles Andere als gut. Bei Mailand-San Remo und Tirreno Adriatico war er nicht einmal am Start. Aber so kann man wohl annehmen, dass er für den Giro doppelt motiviert ist.
Er kann auf den Flachetappen mit Tosatto, Sacchi, Ongarato, Velo und Baldato auf einen gewohnt starken Zug zählen.
Aber das Team Flamina zeichnet sich heuer nicht nur durch starke Sprinter aus. Mit Serhiyi Honchar steht immerhin der Vorjahres-4. im Team. Mit Domenico Pozzovivo und Rinaldo Nocentini bekommt er auch noch starke Unterstützung in den Bergen.
Man darf gespannt sein, wie Manager derpate das Spagat zwischen Gesamtwertung und Etappensiegen auf den Flachetappen gelingt.


Der Manager
Derpate ist noch ein relativ unbekannter Name im internationalen Geschäft. Ein halbes Jahr, bis zum heurigen März, managte er das Team Milram, was er heuer 2 Saisonsiegen führte. Danach nahm er sich eine Auszeit und übergab das Team whatevA. Knapp 2 Wochen vor dem Giro kehrte er zurück und übernahm den Posten des gefeuerten denborre. Bei der Tour de Georgia konnte er bereits seine ersten Siege einfahren.

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